Stalker 2

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/Pov/Stalker\
Er wird die ganzen Ferien allein sein. Ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen. Seine Haustür ging auf. Er trat hinaus. Die Kapuze tief in mein Gesicht gezogen. Damit er mich ja nicht erkennen kann. Ich bin ihm schon oft über dem Weg gekommen. Immer wenn ich ihm so nahe komme, muss ich mich zusammen reißen um mich nicht zu verraten. Mein Verlangen darf nicht gewinnen. Es muss erstmal reichen ihn zu sehen und in seiner Nähe zu sein. Denn zuerst muss er wissen das es mich überhaupt gibt. Auf einer Seite will ich Angst von ihm sehen aber ich will auch liebe. Ich will das er mich liebt. Er soll mein sein, fürimmer. Niemand anderes darf ihn haben. Noch 5 Meter dann gehe ich an ihm vorbei. Mein Herz fängt an zu rasen. Ich liebe dieses Gefühl und vor allem ihn. Er schaut traurig aber warum? Ich bin doch in seiner Nähe. Er muss doch auch was schönes fühlen. Er muss fühlen das ich, der einzige bin der ihn wirklich liebt, ganz in seiner Nähe ist. Wahrscheinlich wird er das irgendwann selber merken, dass alle Menschen schrecklich sind. Sogar seine scheußliche Mutter. Sie lässt ihn immer alleine. Das einzige was ich an ihr mag. Ist das sie den wundervollsten Sohn auf die Welt gebracht hat. Am besten sollte sie sterben...

Bevor Maurice wieder zu Hause sein wird nutzte ich die Chance sein Handy zu durchgucken. Er nimmt es meistens nicht mit wenn er irgendwo hingeht. Die Gelegenheit nutze ich natürlich aus. An seinem Haus öffnete ich die Tür. Vor kurzem habe ich den Ersatzschlüssel mitgenommen. Als er abends mal vergessen hatte die Haustür abzusperren. In seinem Zimmer angekommen nahm ich das Handy in die Hand. Er nutze natürlich kein Code. Zu meinem Vorteil. Ich ging auf die WhatsApp Chats. Immerhin schreibt er mit niemandem außer mit seiner Mutter. Seine Galerie bestand auch nur aus ein paar Screenshots von irgendwelchen Animes. Zuletzt ging ich auf den sozialen Webseiten wo er angemeldet ist, um zu gucken was er so liket. Zu meinem Glück nur Bilder von irgendwelchen Stars und weitere Anime Bilder. Doch ein Bild fiel mir auf. Es war ein Mädchen das in seine Klasse ging. Wut stieg in mir auf. Doch ich beruhigte mich schnell wieder. Bevor ich irgendwas unüberlegtes mache, packte ich das Handy zurück an seinen Platz. Bevor ich Zimmer und Haus verließ, versicherte ich mir das ich keine Spuren hinterlassen habe. Am Briefkasten blieb ich stehen. Ich zog einen Brief aus meiner Jackentasche und warf ihn hinein. Endlich würde er erfahren, dass es mich gibt.

/Pov/Maurice\
Es fing an zu regnen, aber das störte mich nicht wirklich. Ich war zu sehr in Gedanken an den maskierten Mann auf der Straße. Wahrscheinlich werde ich nur verrückt. Total durchnässt stand ich nun vor der Haustür. Als ich den Schlüssel betrachtete fiel mir der Briefkasten Schlüssel auf. Eigentlich könnte man ja mal die Post holen. Wäre sowieso für meine Mutter. Sorge dass ich dabei nass werde brauchte ich ja nicht. Also lief ich zum Metallkasten. Ohne die Post zu betrachten verstaute ich sie schnell unter meiner Jacke... Nun stand ich im Flur, mir ist arschkalt und durchgenässt bin ich auch. Die zum Glück trockenen Briefe legte ich erstmal auf die Kommode. Dann ging ich duschen. Mit einem gemütlichen Pulli und boxer, kuschelte ich mich auf die Couch. Im Fernseher läuft um diese Uhrzeit sowieso nur Mist, weswegen ich mir einen Film anmachte. Doch mit der Zeit fing mein Magen an zu knurren, ein genervten schnaufen und dann mit schweren Schritten zum Kühlschrank. Ein Tag Ferien und jetzt schon von allem genervt. Mein Blick schweifte zum Flur. Stimmt die Post, schon total vergessen.

Stalker [BoyxBoy] [Maudado]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt