Kapitel 8

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Dylan'S POV:

Nachdem ich die Nachricht abgeschickt habe dauert es keine 2 Minuten bis ich eine Antwort von meinem besten Freund erhalte. Naja, zumindest hoffe ich, dass er noch mein Freund ist, weswegen mir auch ein kleiner Kloß im Hals sitzt aus ich die Nachricht öffne.

T: Ich fass es ja nicht!!! Ich dachte schon du bist ausgewandert oder tot und ich höre nie wieder was von dir. Ruf mich an!!! JETZT SOFORT!!! Los mach schon! - T

Ich muss lachen und in diesem Moment weiß ich gar nicht warum ich mir überhaupt Sorgen darum gemacht habe was für eine Antwort ich von Tyler bekommen würde.

Seit etwa 6 Jahren, wenn man meine momentane Abwesenheit mit einrechnet, sind wir die besten Freunde. Das erste Mal als wir uns über den Weg gelaufen sind waren wir beide Rivalen. Eine große Firma für innovative Entwicklungen auf dem Markt für erneuerbare Energien in Atlanta, ReNewLabs, hatte ein paar Jobs ausgeschrieben und wir hatten uns beide auf die gleiche Stelle beworben. In einem mehrtägigen Marathon an Gesprächen und Aufgaben, die alleine oder gemeinsam erfüllt werden mussten, wurde den Verantwortlichen allerdings klar, dass Tyler und ich ein unschlagbares Team abgeben würden und somit stellten sie uns einfach beide ein, auf dem quasi gleichen Posten. Da wir beide neu in diese Stadt ziehen mussten hatten wir schnell beschlossen in eine WG zu ziehen und da lebten wir auch etwa 2 Jahre zusammen, bis unsere Firma eine Zweigstelle in LA eröffnete, die Tyler und ich mit aufbauten. Dazu war es notwendig, dass wir immer vor Ort waren und so kam es, dass Tyler sich ein Haus in LA kaufte und dort mit seiner Freundin einzog und ich mir, nun wieder alleine, eine kleine Wohnung suchte. Auch das ist schon wieder 4 Jahre her und unserer Freundschaft hatte weder das noch irgendetwas sonst bis jetzt etwas anhaben können.

Ich ziehe meine Schlüsselkarte durch das Schloss meines Hotelzimmers und nachdem ich die Schuhe von den Füßen in eine Ecke gekickt habe lasse ich mich aufs Bett fallen und wähle Tyler's Nummer.

Bereits nach dem ersten Klingeln hebt er ab.

"Hallo?"

"Hi Tyler, ich bin's, Dylan, " sage ich etwas zögerlich in mein Handy.

"Dass ich das noch erleben darf! Monatelang gehen meine Nachrichten und Anrufe ins Leere und jetzt meldest du dich endlich bei mir! Also was verschafft mir die unverhoffte Ehre nun doch wieder in den Kreis der Vertrauten aufgenommen zu werden, aus deinen Eltern war ja auch zum Verrecken nichts raus zu bekommen..." Tyler lässt seine Stimme locker wirken, aber wir kennen uns bereits viel zu lange, sodass ich ihm anhöre, dass er sich zwar freut von mir zu hören, aber auch sehr entäuscht ist, dass ich mich so von allem und somit auch von ihm abgeschottet habe. Irgendwann werde ich mit ihm darüber reden müssen was damals passiert ist und warum ich diesen Anstand brauchte, aber jetzt musste ich mit ihm über Anna reden.

Ich hole tief Luft. "Hör mal, Mann, ich werde dir das alles erklären, aber nicht jetzt. Jetzt brauche ich einen Rat von meinem besten Freund." 

Und schon erzähle ich ihm alles was die letzten Stunden passiert ist und wie ich mich dabei gefühlt habe. Ich lasse nichts aus, denn wenn mich einer versteht, dann ist es Tyler. 

Nachdem ich fertig bin mit erzählen sagt er erstmal gar nichts und ich bin irritiert.

"Also, was sagst du? Mache ich mich zum Idioten? Soll ich das durchziehen oder alles abblasen? Gott, Ty, sag doch was jetzt!"

Tyler fängt an zu lachen und sagt belustigt "Immer mit der Ruhe Dyl, die Kleine ist dir ja ganz schön unter die Haut gegangen. Schalte mal nen Gang zurück, setz dich wieder hin und atme mal durch."

Mir war gar nicht aufgefallen, dass ich aufgestanden und im Zimmer hin und her gelaufen war, aber Tyler kannte mich scheinbar einfach zu gut. Ich lasse mich wieder auf das Bett fallen und befolge seinen Rat, atme tief ein und langsam wieder aus und dabei bemerke ich tatsächlich wie die Anspannung, in die ich mich scheinbar reingesteigert hatte, ein wenig von mir abfällt.

"Besser?" fragt Tyler und ich nicke, bis mir einfällt, dass er mich ja nicht sehen kann.

"Ja, besser, danke. Also, was soll ich jetzt tun?" 

"Du wirst auf keinen Fall irgendwas wieder absagen. Punkt. Ich hab dich noch nie so von einer Frau reden hören und deshalb musst du sie wieder sehen. Ich meine, vielleicht ist sie die Liebe deines Lebens, wer weiß das vorher schon so genau. Du legst dich jetzt erst mal ne Runde aufs Ohr und dann machst du genau das, was ich dir jetzt sage. Euer toller Plan ist nämlich nicht ganz so ausgereift, wie ihr euch das gedacht habt. Aber kein Problem, jetzt bin ich ja da."

Und ich höre zu wie Tyler mir seinen neuen Plan erklärt und muss nun auch wieder lächeln. Der Junge hat Recht, wie hatte ich das übersehen können?!

All you need is love (Dylan O'Brien Fanfiction, german)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt