Kapitel 6

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Dancing with the dragon


Seine Lippen berühren fast mein Ohr und ich spüre wie sein warmer Atem über meinen Hals streicht als er flüstert „Und Prinzessin? Kommt dein Prinz dich retten oder wird der böse Drache dich verschlingen?"

Eine Gänsehaut breitet sich auf meinem Körper aus und ich stoße die Luft aus die ich angehalten habe. Ich will etwas sagen, aber ich kann meine Gedanken nicht ordnen, stattdessen merke ich wie sich meine Hände ganz ohne mein Zutun auf seinen Brustkorb legen.

Ich spüre eine leichte Berührung an meiner rechten Hüfte, aber kaum, dass mir klar wird, dass er seine Hand darauf gelegt hat ist sie auch schon wieder verschwunden. Er schließt die Augen, atmet einmal tief ein und wieder aus und macht dann einen großen Schritt zurück, sodass meine Hände für einen Moment in der Luft hängen, bis ich schnell meine Arme zurück ziehe, zum Glück bevor er seine Augen wieder öffnet.

„Wir sollten uns auf den Heimweg machen," sagt er leicht seufzend und ich starre ihn nur weiterhin ein wenig sprachlos an.

Nein! schreit es in meinem Kopf. Nein, denn wenn wir jetzt gehen werde ich ihn nie wieder sehen!

„Ich bringe dich noch zum Hotel, wer weiß schon was für streunende Hunde hier nachts ihr Unwesen treiben, immerhin ist es schon" er nimmt sein Handy aus der Tasche und lässt kurz das Display aufleuchten „halb 4. Wird Zeit ins Bett zu gehen, wir müssen morgen beide fit sein, ist schließlich ein großer Tag."

„Morgen? Großer Tag?" frage ich und klinge in meinen Ohren genauso dämlich wie ich mich fühle. Was redet er denn da?

Auf seinem Gesicht zeichnet sich ein riesiges Grinsen ab. „Ja klar, schließlich gehen wir auf eine Hochzeit." Er zwinkert mir zu und ich muss auch grinsen.

„Das heißt DU begleitest mich auf die Hochzeit meiner Schwester? Als mein..." ich stocke, denn ich weiß nicht genau wie ich es ausdrücken soll, jetzt, da ich es muss.

„Genau, als dein Freund, genau wie du es geplant hast. das werden wir einen Nachmittag und einen Abend lang ja wohl hin bekommen, oder?! Man hat mir mal gesagt ich wäre ein ganz guter Schauspieler, also bekommen wir das sicher hin. Ich meine, ich muss dich nicht begleiten, war ja dein super Plan, also dachte ich..."

„Nein!" rufe ich aus und merke, dass das viel zu laut kam und er zieht eine Augenbraue hoch.

„Nein," sage ich nochmal leiser „ich wäre dir sehr dankbar, wenn du das für mich machen würdest."

Er lächelt und wir gehen schweigend los in die Richtung in der mein Hotel liegt.

Das Hotel vor dem wir etwa 20 Minuten später stehen bleiben hat eine große Eingangshalle, die allerdings wegen der späten Uhrzeit bereits im Halbdunklen liegt. Ich bleibe davor stehen und wende mich ihm zu.

„Na dann gute Nacht, wir sehen und dann morgen Nachmittag," sage ich und irgendwie macht sich in mir ein komisches Gefühl breit ihn jetzt doch so schnell schon wieder verschwinden zu lassen, aber ich könnte es jetzt nicht mehr verhindern, außer, wenn ich ihn mit un mein Hotelzimmer nehmen würde und das kann ich weiß Gott nicht machen. Kann ich nicht, oder? Nein, das kann ich nicht machen, so mutig wäre ich niemals im Leben...

„Ich werde pünktlich da sein. Falls du mich nicht sofort findest, ich bin der hinreißende Kerl in dem schicken schwarzen Anzug." Er wackelt mit den Augenbrauen und entfernt sich rückwärts laufend immer weiter von mir. Er zwinkert mir kurz verschmitzt zu und dreht sich dann um um seinen Weg fortzusetzen.

„Warte!" höre ich mich ihm hinterherrufen und er dreht sich noch einmal zu mir um.

„Wie heißt du eigentlich?" frage ich leise, denn offenbar habe ich das die ganze Zeit zu fragen versäumt.

„Dylan," antwortet er mit einem Lächeln bei dem sich ein Mundwinkel nach oben zieht. „Und du?"

„Anna," sage ich. Er nickt und sagt im Weggehen „Dann gute Nacht, Anna."

Ich schaue ihm nach bis er um die nächste Häuserecke verschwunden ist und flüstere mehr zu mir selbst als zu ihm „Gute Nacht, Dylan."

Mit einem dümmlichen Grinsen im Gesicht mache ich mich auf den Weg zu meinem Zimmer, dabei denke ich an den Brunnen, die Münze und natürlich an Dylan.

Vielleicht, aber nur vielleicht, werden Wünsche wirklich wahr.

All you need is love (Dylan O'Brien Fanfiction, german)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt