Anna's POV:
Etwas perplex trete ich ganz automatisch einen Schritt zur Seite und lasse ihn an mir vorbei in mein Zimmer laufen, wobei ich die Tür ganz öffnen muss, da er eine große dunkelblaue Reisetasche über der Schulter und einen Kleidersack in der linken Hand hält. Während er sich im Zimmer umsieht sehe ich ihn an und versuche noch immer sein Aussehen mit dem in meiner Erinnerung von gestern Nacht in Einklang zu bringen.
Hätte ich ihn heute in Vorbeigehen in der Lobby oder auf der Straße getroffen, ich hätte ihn niemals erkannt. Er sieht so anders aus als noch vor ein paar Stunden. Seine Haare sind kürzer, es ist sogar eine richtige Frisur und von dem unkoordinierten Bart, der vorher noch fast sein gesamtes Gesicht verdeckt hat ist keine Spur mehr zu sehen, er musste sich gerade erst frisch rasiert haben.
Dylan wirft seine Reisetasche aufs Bett und geht zur Garderobe, an die er den Kleidersack aufhängt, den Inhalt heraus nimmt und vorsichtig glatt streicht, sodass ich ihn weiter beobachten kann.
Ich erinnere mich, dass er gestern komplett in schwarz gekleidet gewesen ist, was sicher auch, neben meinem übermäßigen Konsum an Tequila, der Grund dafür gewesen sein musste, dass er mir erst aufgefallen ist als er mich angesprochen und vor dem sicheren Fall in den Brunnen bewahrt hat. Heute trägt er eine blaue Jeans, in der man einen ausgesprochen guten Blick auf seinen Hintern hat, was mir geradezu ins Auge springt, weil er sich in diesem Moment vornüber beugt um den leeren Kleidersack, der ihm heruntergefallen ist wieder aufzuheben.
Keiner von uns beiden hat bis jetzt ein Wort gesagt, seit er mein Zimmer betreten hat, und als ich gerade das Schweigen brechen will und nach irgendetwas suche, was ich sagen kann, das nicht total bescheuert klingt, dreht er sich um und kommt ein paar Schritte auf mich zu. Im Gehen zieht er sich seinen weinroten Kapuzenpullover über den Kopf und wirft ihn achtlos über den Stuhl neben dem Bett, auf dem bereits ein paar meiner eigenen Sachen liegen.
Nur etwa einen halben Meter vor mir bleibt er in seinem schwarzen, etwas enger anliegenden Shirt stehen und der intensive Blick, mit dem er mich aus seinen braunen Augen ansieht hält mich genau an diesem Platz, wie festgefroren. Unter seinem Shirt zeichnet sich seine leicht, aber nicht übermäßig, trainierte Brust ab und es juckt mich in den Fingerspitzen meine Hände wie gesten Abend dagegen zu legen, diesmal ohne seine Jacke dazwischen.
In meinem Kopf ziehe ich ihn an seinem Shirt zu mir herüber und schiebe meine Hände unter den Saum, damit ich seine warme, nackte Haut berühren kann um dann...
"Du erinnerst dich also doch noch, sonst hättest du sicher schon den Sicherheitsdienst vom Hotel gerufen anstatt mich rein zu lassen. Vor allem in dem Aufzug..." reißt er mich zum Glück aus meinen Gedanken bevor ich irgendetwas davon wirklich tun kann und schaut langsam an mir herunter, wobei sich ein Mundwinkel ganz leicht und etwas anzüglich nach oben zieht.
Ich folge seinem Blick und sehe ebenfalls an mir herunter.
Na klar, super! Ich bekomme so gerade eine Panikattacke! Das ist ja wieder sowas von peinlich!
So wie jede Nacht hatte ich mir auch heute nur ein Shirt, das gerade mal so meinen Hintern bedeckte, zum Schlafen angezogen. Da ich, bei egal welcher Temperatur, immer unter einer Decke schlafe reicht mir das im Normalfall aus und alles andere was ich noch anhaben könnte wäre mir dann definitiv zu warm. Dass man so jedoch natürlich niemandem einfach die Tür aufmacht ist mir aber an sich auch klar.
Jetzt bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen Anna, überspiel es einfach als wäre es die normalste Sache der Welt und als würdest du immer bei Besuch so rum laufen, nur in einem T-Shirt und sicherlich mit total zerzausten Haaren.
Oh Gott!!!
Selbstbewusstsein!!! Ich muss jetzt zumindest so tun als hätte ich genug davon. Zum Glück hatte ich heute Nacht eine Unterhose angezogen. Immerhin etwas, was das ganze nicht noch eine Stufe peinlicher machte.
Ich versuche gleichzeitig meinen Herzschlag und meine Stimme unter Kontrolle zu bekommen um ihm ruhig und pseudo-selbstbewusst zu antworten, während ich mich ein paar Schritte von ihm in Richtung meines Koffers entferne. Sein Blick folgt mir durch den Raum und ich kann ihn förmlich auf meinen nackten Beinen spüren.
"Oh natürlich erinnere ich mich noch an gestern Nacht, sogar daran, dass wir uns für heute Nachmittag verabredet haben. Also, Dylan, was zum Teufel machst du überhaupt schon hier? Hast du mal auf die Uhr geschaut?"
Vor meinem Koffer gehe ich komplett runter in die Knie, um ihm beim Aufsammeln meiner Kleider, die ich gleich anziehen möchte, nicht auch noch meinen Hintern entgegen zu strecken.
Als ich höre, wie er sich aufs Bett setzt und eines der Kissen durch das Zimmer wirft wende ich mich wieder zu ihm um und stehe auf.
Er greift nach seiner Reisetasche und holt ein in einen dunkelblauen Bezug eingeschlagenes Kopfkissen aus ihr hervor, welches er sorgfältig an der nun frei gewordenen Stelle platziert. Er zieht seine Schuhe da aus wo er steht, schmeißt sich mit hinter dem Kopf verschränkten Armen aufs Bett und sagt:
"Na was wohl? Ich ziehe hier ein."
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Hallo meine lieben Leser,
Ich freue mich ganz arg, dass ihr Interesse an meiner Geschichte zeigt.
Es wäre sehr schön, wenn ihr mir ein Feedback irgendeiner Art dazu zukommen lassen könnt, sei es als Sternchen, als Kommentar oder auf sonst irgendeinem Wege der sozialen Kommunikation.
Viele liebe Grüße, Dana
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All you need is love (Dylan O'Brien Fanfiction, german)
FanfictionAnna ist verzweifelt, denn nachdem sie groß bei ihrer Familie getönt hat sie komme in Begleitung zu der Hochzeit ihrer Schwester, steht sie nun doch alleine in den Straßen von Rom. Als der geheimnisvolle und etwas unverschämte Fremde ihren Weg kreuz...
