Der T-Rex!

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Freitag - 08.12.2017

Die nächsten 5 Tage nach dem Gespräch war schönes Wetter und ich blieb – wie nicht anders zu erwarten – zu Hause. Vermutlich würde meine Lehrerin darum jetzt falsche Rückschlüsse ziehen, aber dies konnte ich nicht mehr ändern. Wirklich nicht. Erst am Freitag spielte das Wetter wieder so mit, dass ich mich vor die Haustür traute. Dicke Wolken waren aufgezogen und wie es schien, würde es die nächste Zeit wenig Sonne geben. Kaum saßen wir auch in der Schule konnte man vor dem Fenster auch schon die ersten Schneeflocken tanzen sehen. Bis zur Pause hatte sich schon ein leichter weißer Flaum auf dem Boden abgesetzt. Wie früher schritt ich wieder an meinen alten Platz. Mit meiner Mütze, ein paar Handschuhen und in meiner warmen Jacke. Henry folgte mir auch dieses Mal.

„Willst du es nicht einmal mit dem Sonnenlicht versuchen?" fragte dieser mich ganz offen.

Schnaubend zündete ich meine Zigarette an. „Nein, wenn etwas dabei schief geht, dann bin ich tot. Bevor ich niemanden finde der mir genau sagt, was ich darf und was nicht, werde ich dies niemals versuchen!"

„Aber du kannst doch nicht so oft krank sein! Wie willst du so einen anständigen Abschluss machen?"

„Lieber krank sein, als tot. Dazu, es reicht mir wenn ich bestehe. Ich brauche keinen super Abschluss. Die Schule hinter mich zu bringen, reicht mir voll und ganz." Erklärte ich auch jetzt wieder ehrlich meine Meinung. Nein ich brauchte wahrlich keine Bestnoten. „Ich habe nicht vor Arzt zu werden Henry, ein einfacher Job später genügt mir voll und ganz."

Der Blonde schien darüber nicht wirklich erfreut zu sein, aber er kam nicht dazu zu antworten, da eine mir sehr bekannte Gestalt wieder in mein Blickfeld trat.

„Ich dachte schon du würdest nicht mehr zur Schule kommen." Höhnte Patrick.

„Den Gefallen würde ich dir niemals tun, das Wetter war zu schön als das ich es in der Schule verbringen wollte. Die letzten Sonnentage, da will man nicht zur Schule." Log ich das Blaue vom Himmel hinunter.

Der Blick meines Kontrahenten war finster und er trat, wie nicht anders zu erwarten, die Stufen hinunter und blieb einige Schritte von mir entfernt stehen. Schaute mich an und ein breites Lächeln erschien auf dem Gesicht des Gleichaltrigen.

„Du bist ein Versager Riley. Du könntest genauso gut immer Ferien machen, dass wer für uns alle doch das Beste."

An sich war ich schon daran gewöhnt, dass Patrick dumme Kommentare abließ, aber dieses eine Mal, war es einfach zu viel. Es lag vielleicht daran das ich die letzten Tage eine Zwangspause hatte oder einfach daran das ich mir von ihm nicht so deutlich sagen lassen wollte, dass ich ein hoffnungsloser Versager war. Wenigstens schritt ich auf ihn zu, hob meine Faust und verpasste ihn einen harten Schlag in die Magengrube. Der Junge Taumelte sofort und hielt sich den Bauch, für den Moment brachte er nicht einmal ein Wort hinaus, sondern schaute mich nur mit ehrfürchtigen Augen an. Damit hatte der Reiche Schnösel nicht gerechnet. Langsam sackte er auf der Stufe zusammen.

„Das wirst du mir büßen!" knurrte er leise.

Bis jetzt machte keiner seiner Kollegen den Anschein als wollten sie mich aufhalten und so erhob ich nochmals meine Faust und schlug ihn mitten ins Gesicht. Ein lauter Aufschrei war von Patrick zu hören und jetzt setzte sich auch einer seiner Freunde in Bewegung und Dylan Brown trat auf mich zu und verpasste mir einen leichten Stoß. Der finstere Blick des dunkel braunhaarigen blieb ganz auf mir ruhen.

„Wage es nicht ihn nochmals zu schlagen!" drohte er mir und der Gleichgroße hob seine beiden Fäuste, bereit mit eine zu verpassen, wenn ich ihn attackieren würde.

Riley - im dunklen Zwielicht #IceSplinters18Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt