Kapitel 3

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Sie sah ihn an und wartet darauf das er den unverzeihlichen Fluch aussprach, aber er stand nur da und schien abzuwägen. Bellatrix wurde langsam ungeduldig. „Machst du es jetzt endlich oder muss ich es tun?" „Nein!" Er erschrak richtig „Nein ich mach schon." Sagte er jetzt etwas ruhiger. Sie schaute ihn etwas verwirrt an und nickte dann allerdings in Hermines Richtung. Er erhob seinen Zauberstab und sprach ein paar Wort, die Hermine unbekannt waren. Dann, in letzter Sekunde schwenkte er seinen Zauberstab von Hermine weg, hinüber zu Bellatrix. Die daraufhin versteinert umfiel. „Was...? Warum hast du das getan?" Fragte Hermine ihn ungläubig. Er zögerte bevor er antwortete. „Ich möchte kein schlechter Mensch mehr sein. Du hast nicht viel Zeit. In weniger als 15 Minuten wacht sie wieder auf und ihr drei solltet dann lieber verschwunden sein. Hier eure Zauberstäbe." Er zog die Zauberstäbe von Hermine, Harry und Ron hervor und gab sie ihr. „Kommst du nicht mit?" Er schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht." „Aber sie werden dich foltern, wenn nicht sogar töten für das was du getan hast" Er nickte. „Ich weiß, aber du musst jetzt wirklich los." Sie schaute ihn noch einmal kurz an. „Danke Draco." So hatte sie ihn noch nie genannt. Sie hatte ihn noch nie bei ihrem Vornamen angesprochen. Er grinste. „jetzt geh schon endlich" Sagte er und sie drehte sich um, rannte die Treppe hinunter, die sie zuvor herauf gegangen waren und schlich sich an dem Wächter vorbei zum Verließ von Harry und Ron. Zum Glück lag neben der Tür ein Schlüssel und somit konnte sie die beiden schnell befreien. „Ich erklär es euch später, aber jetzt müssen wir uns beeilen. Wir haben nicht viel Zeit, aber wir müssen hier weg." Rief sie den beiden zu, als sie ihre fragenden Blicke sah.

Keine zwei Minuten später standen sie vor dem Gebäude. Hoffentlich hatte noch niemand ihre Abwesenheit entdeckt. Sie nutzten den Apparierzauber und landeten unweit von Hogwarts im verbotenen Wald, da Hogwarts mit einem Apparierschutz belegt war, der es unmöglich machte dort hin zu apparieren oder von dort zu disapparieren. Zusammen gingen die drei auf dem Schmalen Weg in Richtung Gebäude. Als sie endlich ankamen wurden sie von allen erstaunt aber erleichtert empfangen und sofort zu Professor Dumbledore ins Büro geschickt. Dort angekommen war auch er sehr erleichtert sie zu sehen. „Zum Glück geht es euch gut. Die Todesser waren wohl nur euretwegen hier, denn sonst wurde niemand entführt. Wie konntet ihr denn fliehen?" Nachdem Hermine ihm die Geschichte erzählt hatte, die auch Harry und Ron zum ersten mal hörten, sah er sie erstaunt an. „Okay dann hattet ihr wohl großes Glück dass Draco die richtige Entscheidung getroffen hat. Ihr könnt jetzt gehen und euch ausruhen. Morgen kommen Dementoren aus Askaban um die Schule vor einem erneuten Angriff zu beschützen. Haltet euch lieber von ihnen fern, vor allem du Harry. Auch wenn der Horkrux zerstört wurde, scheinen sie noch immer großes Interesse an dir zu haben, auch wenn ich mir nicht erklären kann warum." Die drei nickten und Verliesen dann das Büro um in den Gemeinschaftsraum der Gryffindor zu gehen.

Harry und Ron fragten sie natürlich noch weiter aus wegen Bellatrix und Draco. „Hermine hast du ihn etwa nicht gefragt warum er dir geholfen hat? Schließlich hast er uns alle." Ron nickte zustimmend auf Harrys frage hin. „Nein. Dazu bin ich nicht gekommen und eigentlich habe ich in dem Moment auch gar nicht darüber nachgedacht." Log sie und stand vom Sofa auf, auf dem sie seit mittlerweile über einer Stunde saßen. Es war erst kurz nach zehn Uhr aber sie war trotzdem todmüde und schließlich mussten sie morgen auch wieder in den Unterricht. Also verabschiedete sie sich von den anderen, wünschte ihnen eine gute Nacht und ging dann in den Schlafraum der Vertrauensschüler.

Am nächsten morgen traf sie sich mit Harry und Ron zum Frühstück. Sie wurden die ganze Zeit beobachtet. Keiner konnte es glauben, dass die drei es geschafft hatten zu fliehen. Und zwar nur wegen Draco Malfoy. Hermine hatte die ganze Nacht nicht geschlafen. Sie war zwar müde aber musste die ganze Zeit darüber nachdenken was sie gemacht hätten wenn Draco nicht da gewesen wäre oder ihr nicht geholfen hätte. Sie versuchte nicht mehr darüber nachzudenken. Zusammen mit Ron und Harry stand sie auf und verließ den Saal, um pünktlich zum Unterrichtsbeginn an dem Raum zu sein, wo sie Verteidigung gegen die dunklen Künste hatte. Sie gingen durch die große Eingangshalle um zu dem Klassenzimmer zu gelangen, als die Türe sich plötzlich öffnete.

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