Nebenwirkungen

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Am nächsten Morgen fühlte ich mich wirklich Hundeelend. Es war  lustig, das Wort passte jetzt echt gut zu mir. Ich hatte meine Augen noch nicht ein mal richtig geöffnet, da wurde ich schon von den Schlimmsten Kopfschmerzen seit langem begrüßt. Das war aber noch nicht alles. Selbst im liegen war mir Schwindelig, der Raum hörte sich gar nicht mehr auf zu drehen. Den Krönenden Abschluss bildeten dann diese Blöden Schmerzen in den Muskeln. Verdammter Muskelkater.

Ich zog mir meine Decke wieder ganz schnell über den Kopf und dachte gar nicht daran aufzustehen.Sollten die sich doch für den heutigen Tag ein anderes Opfer suchen. Es dauerte aber keine fünf Minuten, da klopfte es an der Tür.

„Ich kaufe nichts.“ gab ich grummelnd unter meiner Decke hervor.

Das störte den Ruhestörer aber anscheinend nicht.

Ich hörte wie die Tür erst auf und wieder zu ging. Dann Schritte.

„Miss Mitchel? Es ist Zeit für das Training. Mister Anderson wartet schon auf Sie.“

Es war natürlich Smith. Jemand anderes hätte ich wahrscheinlich schon zurecht gewiesen, einfach so hereinzukommen.

Ich murmelte etwas unverständliches unter der Decke, linste dann aber hervor.

„Kein Interesse.“

Er schaute etwas verwirrt.

„Sie sehen nicht gut aus.“

>>Äußerst charmant.<<

Eigentlich wollte ich etwas erwidern, aber mein Kopf wehrte sich mit einem stumpfen schmerzhaften Pochen. Ich brachte nur ein gequältes Stöhnen hervor.

„Ich werde einen Arzt holen und Anderson Bescheid sagen. Es könnte etwas ernstes sein.“

Smith verschwand ohne eine Antwort abzuwarten. Aber die hätte er sowieso nicht bekommen. Ich zog meinen Kopf unter die Decke und schloss meine Augen. Das linderte den Schmerz ein wenig.

Wenig später hörte ich auch schon gedämpftes Stimmengewirr vor der Tür.

>>Na toll... die sollen leiser sein.<<

Die Tür ging schon wieder auf, aber dieses mal begleitet von mehren Schritten.

Smith hatte nicht nur einen Arzt im Schlepptau sondern auch Anderson, der sich beherzt darüber ausließ das ich mich mal nicht so haben solle. Schade das ich keinen Stein zur Hand hatte. Den hätte der an den Kopf bekommen.

Der Doc leuchtete mir kurz in den Augen herum, fühlte meinen Puls und meine Temperatur und kam nach meinen Symptom Beschreibungen schnell auf eine Diagnose.

„Erschöpfung.“

>>Und ich dachte schon was spektakuläres.<<

Anderson dachte wohl genau das gleiche. Er zog nur eine Augenbraue hoch, während Smith erleichtert ausatmete.

Der Doc befahl mir noch schön im Bett zu bleiben und ging dann wieder. War wohl zu einfach für ihn gewesen.

„Sie können sich auch noch nachher ausruhen. Ziehen Sie sich um. Ich erwarte Sie in einer Viertelstunde in der Halle.“

Das war doch jetzt nicht sein ernst.

>>Wenn kein Stein zu finden ist, nehm ich auch gern einen ganzen Felsen! Dieser blöde...<<

Anderson bekam einen todernsten Blick zu geworfen, als er sich zum gehen wandte.

„Ich warte draußen.“

Smith warf mir noch einen Blick zu als er seinen Chef folgte und sich vor der Tür positionierte.

Ich atmete einmal ganz tief durch und schluckte meine aufsteigende Wut hinunter. Dann krabbelte ich unbeholfen aus dem Bett, ständig gegen den Schwindel ankämpfend. Als ich später vor die Tür trat, natürlich in voller Anzug Montur, musterte mich der alte Mann noch einmal.

Der Spaß beginnt!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt