„Sarah, Sie sind ja mehr als pünktlich.“
Ich fuhr erschrocken herum, erblickte dann aber in ein bekanntes Gesicht.
„Oh, hi Miss Coleman.“
Diese schaute wie immer freundlich, was wohl bei ihr an der Tagesordnung war.
„Sie dürfen ruhig Sofia zu mir sagen. Schließlich arbeiten wir ab jetzt zusammen.“
>>Ok... SOFIA.<<
Da Sofia gerade etwas in ihr Handy eintippte, stand ich ein wenig unschlüssig herum. Doch zum Glück dauerte das nicht ewig.
„Ich hätte nicht gedacht das Sie schon so früh hier erscheinen.“
Sie machte sich auf den Weg in das Gebäude und deutete mir mit einer Handbewegung ihr zu folgen.
„Na ja, ich wollte pünktlich sein, macht ja nicht gerade einen guten Eindruck wenn man bei solch einem wichtigem Termin zu spät kommt.“
Im Gegensatz zu der Assistentin, die Leichtfüßig in wiedermal viel zu hohen Schuhen unterwegs war, stolperte ich nervös hinter ihr her.
>>Och nö, jetzt bin ich wieder voll hibbelig.<<
„Die Pünktlichkeit sollten Sie beibehalten. Das ist eine gute Eigenschaft.“ gab sie mir lächelnd zu verstehen.
>>Das sagen meine Lehrer auch immer.<<
Wir durchquerten die Empfangshalle in Richtung der Fahrstühle. Doch wir stiegen natürlich nicht in
irgendeinen ein, sondern in den einzigsten der mit Gold verziert war und sich nur durch eine Schlüsselkarte öffnen ließ.
>>Das is ja mal total... prolig<<
Sofia drückte auf den obersten Knopf, was mich die Augen verdrehen ließ.
>>Warum müssen reiche Leute immer im höchsten Stockwerk zu finden sein? Wenn er sich sein Büro im Keller einrichten würde, das wäre mal eine Überraschung für seine Geschäftspartner.<<
Mit einem „Pling“ öffnete sich die Tür und zum Vorschein kam kein Büro, sondern ein Penthouse.
„Ähm, haben wir uns verfahren?“
Sofia ging wieder voraus und schien amüsiert.
„Nein, Mr. Mason wohnt in dem Gebäude,um immer an Ort und Stelle zu sein.“
>>Ach er wohnt hier. Na wie konnte ich diese Möglichkeit nur außer Acht lassen?<<
Obwohl meine Gedanken vor Sarkasmus trieften, blieb mein Gesicht trotzdem Freundlich. Mit einer
Spur Nervosität.
Anscheinend waren wir jetzt im Wohnbereich angekommen, da hier zwei Sofas standen auf denen, natürlich, ganz lässig der eben genannte Jacob Mason saß.
Dieser erhob sich und begrüßte mich mit einem festen Händedruck.
„Guten Tag Sarah. Sie sind ja wirklich früh dran.“
>>Das hab ich heute schon öfters gehört.<<
Ohne eine Antwort abzuwarten setzte er sich wieder und bot mir einen Platz ihm gegenüber an.
Sofia stellte sich wieder an die Seite ihre Chefs.
„Sie haben sicher noch etwas vor, schließlich ist es Samstag. Kommen wir also ohne um den heißen Brei herum zureden, gleich zum Geschäftlichen.“
Ich nickte kurz, wonach Mason gleich weiter redete. Nebenbei holte Sofia, wo auch immer sie die her hatte, eine Mappe heraus, die sie erst Mason reichte, dieser einen Zettel hervorzog und mir diesen dann in die Hand drückte.
„Da Sie noch minderjährig sind, ist eine Unterschrift Ihrer Mutter notwendig.“
>>Der hat wohl seine Hausaufgaben gemacht.<<
„Wobei das sicher nicht schwierig sein dürfte. Sie sollten sie vielleicht von der Bezahlung in Kenntnis setzen un-“
Mit einer Handbewegung unterbrach ich ihn.
„Moment! Ich werde bezahlt?“
Mason fing an zu lachen.
„Aber natürlich. Schließlich helfen sie uns bei einer wichtigen Wissenschaftlichen Expedition. Da sind zehntausend Dollar doch nur angemessen oder?“
>>Heiliger Klabautermann!<<
„Zehntausend.... Dollar..“ stotterte ich.
„Wobei wir dann übrigens beim wichtigstem Thema wären. Da der Start in drei Wochen festgelegt ist, ist somit genug Zeit um sie Vorzubereiten. Nur einige kleine Tests, das wars dann auch schon. Nichts Weltbewegendes. Sofia wird Sie ab Montag jeden Tag persönlich abholen und bei allem wichtigem begleiten.“
>>Kleine Tests... Na ja, solang ich in keine Zentrifuge gestopft werde.<<
Eine Sache beschäftigte mich dann aber doch noch.
„Und was ist mit diesem ganzen öffentlichen Zeugs? Dieser ganze Presserummel?“
Denn ich hatte persönlich keine Lust auf einmal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Mason machte ein Gesicht, als hätte er gerade einen super lustigen Witz gehört.
„Da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Die Arbeit mir der Presse werde ich übernehmen, aber natürlich wird erwähnt wer denn der Glückspilz ist. Aber wie gesagt, ich werde das schon regeln.“
>>Wie konnte ich das nur vergessen, er ist ja hier der Presse Junkie.<<
Das konnte mir aber nur recht sein.
„Gut ich denke wir haben alles geklärt. Die Einwilligungserklärung haben Sie ja gerade bekommen. Damit wäre das Organisatorische abgeharkt. Also Sarah, dann sehen wir uns in drei Wochen.“
Er stand auf und reichte mir wieder seine Hand. Doch ich schmiss den beiden nur einen Verdutzten Blick zu.
>>War das schon alles? Ich hatte ja mit einer Stundenlangen Rede gerechnet. Na ja, gut. Dann komme ich wenigstens rechtzeitig zum Abendessen. Was es wohl gibt? Ich will Schnitzel.<<
Da ich mit meinen Gedanken schon leicht am abschweifen war, merkte ich nur am Rande wie wir uns verabschiedeten und ich wenig später in Begleitung von Sofia wieder das Gebäude verließ.
>>Ha! Ich bin Multitaskingfähig. Ich kann gleichzeitig an Schnitzel denken und nebenbei noch andere Dinge machen.<<
„Sie haben jetzt sicher nicht so viel erfahren wie Sie erhofft hatten, aber das wird sich in der Zeit die uns zur Verfügung steht noch alles klären.“ sagte sie wie immer freundlich.
>>Ach, das war erst mal genug Information für ein Wochenende.<<
„Ja das wird es sicherlich.“
Jetzt wo ich wieder an der frischen Luft war, verdünnisierte sich die Nervosität wieder in den hintersten Teil meines Gehirns.
„Ich habe mir erlaubt ihnen einen Wagen zu rufen der Sie nach Hause bringen wird. Wir sehen uns dann am Montag. Ein schönes Wochenende noch.“
Und bevor ich wieder etwas erwidern konnte, verschwand sie auch schon wieder.
>>Man, wenn ich es immer so eilig hätte.<<
„Miss Mitchel? Ich wurde gebeten Sie nach Hause zu fahren.“
Als ich mich umdrehte war da auch schon meine Mitfahrgelegenheit. Natürlich mit Fahrer. Wie sollte sich der Wagen auch sonst in Bewegung setzen.
>>Wohahaha! Like a Boss!<<
„MUM! ICH BIN WIEDER ZUHAUSE!“
Da ich nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen war, kam ich rasch wieder zu hause an. Solch persönliche Chauffeure hatten schon ihre Vorteile.
„Könntest du bitte nicht so schreien? Ich steh zwei Meter neben dir.“
Das tat sie tatsächlich.
„Ich wollte nur testen ob du mich wirklich hörst.“ entgegnete ich mit einem grinsen.
Sie murmelte irgendetwas von „Unsere Nachbarn sicher auch.“ während sie in die Küche ging.
Jetzt fiel mir erst dieser unheimlich verlockende Duft auf.
„Mum, bitte sag es gibt Schnitzel! Los bitte sag es!“
Meine Mutter zog nur eine Augenbraue hoch, grinste aber dabei.
„Wenn du es schon weißt wieso sollte ich es dann noch sagen.“
>>Muhahaha. Dieser Tag ist eindeutig super.<<
Nachdem ich mir dann zwei wunderbare Schnitzelchen einverleibt hatte, erinnerte ich mich wieder an das Blatt Papier, das ich einfach in meine Hosentasche gesteckt hatte.
>>Verdammt, die Unterschrift muss da noch drauf. Ahh... puuhh... Augen zu und durch.<<
„Hey Mum, ich hab hier noch etwas das du dringend unterschreiben müsstest.“
Ich zog den Zettel raus und reichte ihn meiner Mutter.
„Ist das wieder etwas für die Schule?“
>>Hahaha.... nein.<<
„Ähm, nein nicht direkt. Du brauchst ihn aber nicht zu lesen es reicht wenn du einfach unterschreibst.“
Doch natürlich machte meinen Mutter das, was alle Mütter mit Dingen machten die sie unterschreiben sollten. Sie las es sich ganz gemütlich durch. Es dauerte auch nicht lange, bis sie dann mal merkte was sie denn da nun genau las.
„Sarah... könntest du mir verraten was das ist?“
>>Ein Blatt Papier.<<
Das war dann für mich das Zeichen, alles Haargenau zu erklären. Angefangen beim Hörsaal bis hin zu meinem noch nicht lange vergangenen Gespräch mit Mason.
Ich hörte schon beinah die Zahnräder in ihrem Kopf rattern.
„Moment! Du wurdest ausgesucht um in den Weltraum zu fliegen?“
„Ja, also im groben könnte man das so zusammen fassen.“
„Das kommt gar nicht in Frage!“
„Was? Wieso?“
„Das ist nicht einfach nur eine Reise in einen anderen Bundesstaat. Das Ziel ist der Weltraum. Weißt du was dort alles passieren kann?“
„Jetzt hör aber auf. Mason besitzt eines der Technisch höchst entwickelten Spaceshuttles. Das kannst du locker mit einem Flug nach... Berlin vergleichen. Nur das man dort oben nicht einfach so durch das Brandenburger Tor spazieren kann. Erstens weil es da keins gibt und zweitens wegen dem Sauerstoffmangel und so...“
„Ja aber-“
„Ach maaaaan, los bitte. Das wird alles total super. Wenn ich die Chance hätte würde ich dir sogar ein Souvenir mitbringen.“
Langsam hatte ich meine Mum soweit, denn ihr gingen langsam die Gegenargumente flöten.
„Dafür spülst du ein Jahr lang das Geschirr.“
Ich fiel ihr um den Hals.
„Danke, danke, danke! Du bist die beste. Ich werde spülen, den Müll raus bringen und... ach, zu viel Arbeit will ich dir dann auch nicht wegschnappen.“
Jetzt wo ich wohl die schwierigste Aufgabe erledigt hatte, raste ich hoch in mein Zimmer, wobei ich beinah auf der Treppe hingeflogen wäre.
Sofort ließ ich mich wieder auf das Bett fallen.
>>Sooo... jetzt muss ich nur noch diese drei Wochen überstehen und dann geht’s los. Aber das wird ein Kinderspiel.<<
Doch da irrte ich mich gewaltig.
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Der Spaß beginnt!
FanfictionSarah Mitchel, eigentlich ein ganz normales Mädchen, gerät durch einen Unfall in das Visier von S.H.I.E.L.D.. Doch die Hilfe dieser Organisation bringt das Mädchen nicht nur in Schwierigkeiten, sondern auch noch in Lebensgefahr. (The Avengers FF)
