Du bist mein Sohn!

231 5 1
                                        

In New Orleans angekommen vermied es Klaus sich großartig mit seiner Familie zu unterhalten. Er ging direkt in sein Atelier und nahm sich eine leere Leinwand, er mischte ein paar Farben zusammen und begann zu malen.

"Niklaus?" eine ruhige und doch angsteinflößende Stimme ließ Klaus in seiner Bewegung inne halten. "Vater, sag Mutter das ich auf ein Abendessen verzichte!" Aufmerksam sah er sein Gemälde an das im Moment lediglich aus großen dunklen Flecken bestand. "Deswegen bin ich nicht hier, ich wollte dich daran erinnern wer du bist!"
Klaus drehte sich zu seinem Vater um und sah ihn leicht belustigt an:" Ich weiß genau wer ich bin Vater!"

Mikael ging langsam auf Klaus zu und sein Blick bohrte sich in sein Sohn hinnein:" Manchmal denke ich du vergisst wie alles angefangen hat!"

Mikael ging nervös auf und ab, bald war es wieder soweit er würde sich wieder in einen Wolf verwandeln.
Wie an jedem Vollmond schickte er seine Familie in den Höhlen unter dem Dorf damit sie dort geschützt sind "Vater, lass uns gegen die Wölfe kämpfen wir können es schaffen, gemeinsam!" drang die Stimme seines Sohnes durch sein Bewusstsein:" Niklaus, du weißt das dies nicht geht es ist so für uns am sichersten, ende der Diskussion!" "Aber Vater.."
"ICH SAGTE ENDE DER DISKUSSION!" Klaus stand regungslos vor Mikael, als kleiner Junge wäre er jetzt zusammengezuckt doch diese Tage befanden sich längst in einer anderen Zeit. Mikael kam langsam näher und Klaus senkte lediglich den Blick um seinem Vater zu besänftigen.

"Geh jetzt Niklaus es wird Zeit!" ohne ein weiteres Wort ging Mikael und ließ Klaus stehen. "Henrik los komm es wird langsam dunkel!" schrie er seinem Bruder entgegen, der jüngste Mikaelson drehte sich um und kam freudestrahlend auf sein Bruder zu.
"Niklaus gehen wir dann später.." Klaus legte seinem kleinen Bruder die Hand auf den Mund, der kleine Mikaelson sah leicht ängstlich auf doch als Klaus anfing zu grinsen entspannte er sich wieder.

Bei seiner Familie angekommen rannte Henrik zu seiner Mutter während Klaus sich zu Elijah gesellte:" Ich verstehe nicht wieso Vater darauf besteht mit den anderen wo anders hin zu gehen, hier ist es doch am sichersten. Die ganze Nacht sorgt sich Mutter um ihn und das könnte er ihr ersparen!" Elijah blickte fragend zu seinem Bruder:" Ich verstehe deine Sorge Elijah aber Vater tut stets das was er für richtig hält, das weißt du doch, ich hinterfrage es schon lange nicht mehr." Klaus sah sich um und sein Blick blieb an Tatia hängen, als würde sie es spüren drehte sie sich um und lächelte ihn an.
Plötzliche schreie durchbrachen die Stille und Rebekah rannte auf Klaus zu:" Nik ich habe Angst, was ist wenn Vater..." "Nein Rebekah beruhige dich, Vater wird nichts Geschehen er ist stärker als das alles hier!"

 Die meisten Männer schienen ihre Verwandlung überstanden zu haben den man vernahm nur noch einzelne schreie. Klaus schlich sich zu seinem Bruder und hob ihn hoch. Langsam und darauf bedacht niemanden zu wecken ging er mit Henrik auf den Arm Richtung Ausgang.
Langsam wachte der junge Mikaelson auf und sah sich um:" Sind wir schon draußen Nik?!" "Noch nicht aber gleich, sei leise und bleib in meiner Nähe!"
Der Vollmond erhellte den Wald mit seinem Licht und die beiden Brüder stellten fest das nicht weit von ihrem Versteck sich ein Mann verwandelte. Langsam kamen sie raus und näherten sich der Gestalt die sich schmerzerfüllt krümmte. Seine schreie hinterließen ein Echo im Wald bis sie schließlich verstummten und durch ein animalisches Knurren ersetzt wurden. Bevor die Brüder mehr sehen konnten rannte der Wolf weg.

 Klaus atmetete tief durch und genoß die frische Luft die seine Lungen füllte. Henrik riss sich von seiner Hand los und rannte los. "Henrik warte!" rief Klaus und eilte seinem kleinen Bruder hinterher, einige Meter vor ihm blieb er stehen:" Du sollst doch in meiner Nähe bleiben!" "Nik schau mal ein Pfotenabdruck, sieh nur wie groß er ist." Als Klaus sich nähern wollte hörten beide plötzlich ein tiefes Knurren, langsam drehte Klaus sich um und ein großer Wolf stand vor ihm.

Sein braunes Fell glänzte im Mondlicht und seine Augen funkelten wie flüssiges Bernstein, seine spitzen Zähne kamen zum Vorschein als er langsam sein Maul öffnete. Seine Zunge glitt herraus und sein Knurren brachte beide Mikalson's dazu wie Statuen zu erstarren. Klaus wusste das gleich etwas passieren würde, er beobachtete wie der Wolf sich langsam anspannte und abwechselnd ihn und seinen Bruder betrachtete.

 Plötzlich rannte der Wolf los und bevor sich Klaus auf ihn stürzen konnte spannte der Wolf seine Hinterbeine an und war mit einem langen Sprung bei Henrik, er zerrte an den kleinen Jungen und biss in sein Fleisch hinnein, Henrik schrie nach Hilfe doch als Klaus den Wolf packen wollte drehte dieser sich um und schleuderte Henrik durch die Luft. Der junge Mikaelson landete gegen einen Baum und bewegte sich nicht mehr. Als er sich nun auf Klaus stürzen wollte erklang ein neues Knurren, tiefer und angsteinflößender als alles was Klaus jemals gehört hatte.

Der dunkelgraue Wolf schien es jedoch nicht auf Klaus abgesehen zu haben, seine Augen fixierten den Wolf der sich ihm gegenüber befand. Er stürzte sich auf ihn und biss ihn mehrmals in den Nacken, Klaus ergriff die Chance und nahm den leblosen Körper seines Bruders und rannte fort.

"Wieso sagst du mir das?! Wir wissen beide wie es ausging.." Klaus versuchte mit aller Kraft den Schmerz zu verdrängen, er drehte sich zu seinem Vater um und sah ihn finster an:" Du hast mir das gesagt um meine Gefühle wieder zurückzuholen!" Langsam ging er auf ihn zu.
"Du bist mein Sohn, ich werde dich immer von den Abgrund zurückziehen mein Junge selbst wenn es schmerzhaft ist..."
Mikael drehte sich um und ließ Klaus alleine, er wendete sich wieder seinem Gemälde zu und ließ seine Gedanken freien Lauf.

Als er fertig war wusch er sich die Hände und betrachtete sein Werk, eine Vollmond Nacht war darauf zu sehen, rießige Bäume eines dichten Waldes streckten sich zum Himmel und dunkle Wolken verdeckten die Sterne. Wenn man genauer hinsah war eine Wolke geformt wie ein Wolf. Klaus verließ sein Atelier und bemerkte nicht wie seine Schwester Freya sich langsam dem Gemälde näherte...

Nach einer etwas längeren Pause geht es weiter, viel Spaß!!

Durch das Schicksal verbundenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt