Thierry machte sich auf den Weg zu Diego um zu erfahren was passiert war, als er das Hinterzimmer betrat blieb er abrupt stehen.
Das Werwolf Gift hat sich sehr schnell in seinem Körper ausgebreitet, auf seiner Haut waren Schweißperlen abgebildet und getrocknetes Blut war an seinem Mundwinkel. Sein hellblaues T- Shirt war mittlerweile völlig durchnässt, sein ganzer Körper fing bereits an zu verfaulen. „Sag mir was passiert ist, ich muss Marcel alles erzählen bevor du nicht mehr im Stande dazu bist!“ Thierry kämpfte mit aller Kraft gegen seine Tränen an, er musste nun Stärke zeigen, nicht nur für die anderen Vampire im Raum sondern auch für seinen Freund.
Diego würde sich völlig aufgeben wenn er sehen würde das Thierry vor seinen Augen zusammenbrechen würde. Diego schluckte schwer, er konnte seine Augen kaum öffnen als er ihm antwortete: „Als du weg warst, habe ich ihr erklärt was nun passieren würde.. doch sie fing an zu knurren und sagte wir sollten sie in Ruhe lassen. Josh hat sich zurück gezogen, er hatte zu viel Angst… als ich ihr näher kam hat sie mich angegriffen. Wölfe.. sie tun was sie wollen das sind nun mal Bestien, Marcel hätte sich damals niemals auf Klaus einlassen sollen…“
Thierry leckte sich über die Lippen, er wusste das Diego auf einer Seite recht hatte doch seit Klaus so gut wie alle Wölfe in Hybriden verwandelt hat und sie im Griff hatte, war die Situation um einiges besser geworden. „Ich sorge dafür das Klaus sie verwandelt, er wird ihr schon zeigen wo ihr Platz ist und wenn wir kein nutzen mehr für sie haben.. dann töten wir sie!“ Bevor Diego sich dazu äußern konnte war Thierry verschwunden, er suchte den Raum nach Elena ab. Als seine blauen Augen sie fanden ging er zielstrebig auf sie zu: „Wenn du nicht tust was ich dir sage dann wird es dir noch schlechter ergehen als ohnehin schon!“
Währenddessen
Tyler saß im Salon und wartete darauf das Jeremy zu ihm kam, er hatte ihn vorhin angerufen und ihm gesagt das er dringend mit ihm reden musste. Er hörte wie ein Auto vor seinem Anwesen stehen blieb, schnell stand er auf und ging zur Tür. Er öffnete die Tür, Bonnie und Jeremy gingen auf ihn zu. „Na was geht ihr zwei?“ fragte er und ließ beide herein. „Nur das übliche eigentlich nichts neues, wo ist Caroline?“ Tyler machte der jungen Hexe den Tisch frei, damit sie dort die Kerzen aufstellen konnte. „Sie ist bei ihrer Mum, wir wollen uns später im Grill treffen.“ Bonnie nickte beiläufig, als sie den Kopf hob, scannten ihre Augen das Zimmer ab. Fragend sahen Jeremy und Tyler einander an „Bonnie.. kann ich dir bei irgendetwas helfen?“ Das Mädchen holte tief Luft: „Ja, ich brauche einen Familienstammbaum. Hast du ein Fotoalbum, ein Porträt einfach irgendwas wo deine Verwanden und Vorfahren drauf sind?“ Tyler dachte einen Moment darüber nach, er ging zum Regal und nahm ein altes Buch. „Hier sind ein paar Aufzeichnungen, wonach suchst du denn?“ Bonnie nahm ihm das Buch ab und begann zu suchen „Bonnie und Elena waren in der Vergangenheit und sie hat dort ihren leiblichen Vater gesehen. Wir haben halt keinen Namen nur ein Gesicht und Bonnie denkt es könnte ein Lockwood sein.“ Jeremy sah zu Boden für ihn würde nichts die Tatsache ändern das Elena seine Schwester war doch er konnte das Gefühl nicht abschütteln doch traurig darüber zu sein, das sie nicht Blutsverwand waren. „Wo ist Elena jetzt?“ Jeremy und Bonnie sahen sich kurz an „Sie ist in New Orleans.“ beantwortete Bonnie seine Frage. „Ich mach mir langsam Sorgen Bonnie, sie hat bis jetzt nicht einmal angerufen. Hoffentlich ist nichts passiert…“
In New Orleans
Elena wurde langsam immer ungeduldiger, sie war nun schon seit über zehn Minuten in dieser Besenkammer. Das Mädchen wusste jetzt schon das sie in Schwierigkeiten steckte und wollte es nicht verschlimmern aber ganz ohne jegliche Information in einer Besenkammer zu warten, war alles andere als erfreulich. Sie strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr und konzentrierte sich. „Gut wenn sie jetzt kommen, werde ich ihnen sagen was passiert ist und was Diego mir erzählt hat. Du wirst still sein es sei denn sie fragen dich ebenfalls nach deiner Version.“ Thierry konnte damit nur Josh meinen, ihr Herz schlug wild gegen ihren Brustkorb und langsam bildete sich ein Kloß in ihrem Hals.
Eine Tür öffnete sich und sie hörte Schritte „Majestäten!“ sagte Thierry und Elena verkniff sich ein Lachen. Das diese Stadt tatsächlich von nicht nur einem König sondern von mehreren regiert wurde brachte sie schon fast zum schmunzeln.
„Ich werde Diego heilen gehen, dann reden wir!“ sagte Klaus, als sie seine Stimme verhört hatte blieb ihr für einen kurzen Moment die Luft weg. Er war hier, sofort entspannte sich ihr Körper und sie wusste plötzlich das ihr nichts passieren würde. Die Tür der Besenkammer wurde aufgerissen und Thierry zog sie Richtung Bar. Schweigend gingen sie nebeneinander her, sie gab sich alle Mühe sich nichts anmerken zu lassen.
Elena spürte seine Präsenz und ohne es gemerkt zu haben beschleunigte sie ihre Schritte. „Wo ist er Josh?“ fragte er und ihr Herz machte einen Sprung. Plötzlich erfüllte sie ein Gefühl von Euphorie, selbstbewusst ging sie um die Ecke: „Hätte ich gewusst das es so kompliziert ist dich zu überraschen, hätte ich darauf verzichtet und dich angerufen!“ Sie blieb einige Meter vor ihm stehen. Stille erfüllte den Raum als Klaus sie angrinste: „Hallo Liebes!“ erwiderte er, allen Vampiren im Raum blieb der Mund offen stehen.
„Das ist also dein Mädchen?“ kam nun auch Marcel zum Vorschein „Tut mir leid, mein alter Freund aber Regeln sind Regeln, die Süße hier hat einen von meinen Jungs gebissen. Doch sie ist ein Wolf somit triffst du die letzte Entscheidung, aber wenn sie schuldig ist soll sie bestraft werden! Das kannst ja dann du übernehmen, dann muss du nicht so hart zu ihr sein.“ Sein Blick durchbohrte Elena förmlich und sie spürte wie die Wut in ihrem Körper erwachte.
Klaus spürte die negative Energie die plötzlich von ihr ausging.
„Liebes, setz dich und erzähl mir was passiert ist.“ seine Stimme beruhigte sie sofort, sie nahm gegenüber von beiden Platz und war ganz verwundert das sich Josh zu ihr gesetzt hatte.
Fragend sah Marcel ihn an „Ich mag sie!“ gab Josh schnell zurück.
Elena erzählte ihnen was passiert war, sie bekam am Rande mit das Thierry immer nervöser auf und ab ging. „ich wollte ihn nicht beißen, ich hatte bereits eingewilligt mit zu gehen. Das hatte ihm nicht gereicht oder er hat mir nicht geglaubt, ich weiß es nicht aber als er mich angefasst hat war es mir zu viel!“ Marcel holte tief Luft: „Thierry, was sagst du dazu?“ Der Junge drehte sich um und Elena spürte wie ihr das Herz in die Hose rutschte „Diego erzählt eine andere Geschichte, ich kann es nicht beurteilen von daher würde ich gerne wissen was Josh dazu sagt.“ Der junge Vampir schluckte schwer: „Ihr… ihr habt mich alle gelehrt zu unseren Leuten zu halten egal was... aber ich, wir sind alle auch Freunde der Wahrheit. Sie sagt die Wahrheit Marcel, als Thierry weg war hat Diego sie nicht mehr so gut behandelt. Er hat sich aufgespielt wie der Chef und Elena hat sich lediglich verteidigt, wenn ihr sie jetzt bestraft dann zu unrecht.“ Als er Marcel ansah, war pure Entschlossenheit in seinem Blick, er hatte Angst den Tageslichtring zu verlieren den er am Finger hatte aber er hatte schon immer für das Richtige gekämpft.
Marcel grinste ihn breit an: „Deine Courage rechne ich dir hoch an, dafür sollst du belohnt werden Josh. Elena, es tut mir leid wenn Diego nicht nett zu dir war. Ich habe mich immer für einen gerechten König gehalten von daher gibt es nichts mehr das dich belastet. Jungs wir nehmen Diego und gehen zurück, dies betrifft uns nun nicht länger.“
Elena spürte was um sie herum geschah doch das Einzige was sie sehen konnte waren diese wundervollen blauen Augen die sie an den Ozean erinnerten. Langsam stand Klaus auf und ging auf sie zu, er ließ sie nicht einen Moment aus den Augen während er um den Tisch ging. Die Luft schien auf einmal sehr dünn, das Mädchen konnte die Funken der sexuellen Spannung zwischen beiden schon beinah spüren. Sie waren alleine und obwohl sie einander kannten sahen sie sich doch zum ersten Mal. Nachdem der Fluch gebrochen war hatte Elena ihn nicht mehr gesehen und nun ist sie ein Werwolf, er blieb vor ihr stehen und streckte ihr die Hand entgegen. „Komm zu mir Liebes..“ Wie unter Hypnose kam sie seiner Bitte nach, als ihre Hände sich berührten hatte sie das Gefühl wieder vollständig zu sein.
Klaus und Elena stehen sich endlich gegenüber!!!
DU LIEST GERADE
Durch das Schicksal verbunden
FantasyVor genau fünf Jahren blieb ihr Herz stehen... Vor genau fünf Jahren hatte sie mal wieder alles verloren... Vor genau fünf Jahren hat Klaus sie getötet und seinen Fluch gebrochen... Ihr Leben schien wieder normal zu sein doch dies sollte sich bald ä...
