In New Orleans

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Nach einer gefühlten Ewigkeit war Elena endlich da, es war zwar recht früh am Morgen, doch die Stadt war schon voller Leben. An einer Straßenecke spielte ein Gruppe junger Leute Musik, als Elena daran vorbei lief, stand einer der Musiker auf und griff nach Elenas Hand. Sie fingen an miteinander zu tanzen, die Brünette ließ sich von der Musik leiten und von ihren Tanzpartner führen. Die Melodie schien durch ihre Adern zu fließen, das Mädchen lachte aus vollem Herzen und vergaß völlig weshalb sie da war. Mit einem leichten Kuss auf ihren Handrücken verabschiedete sich der junge Musiker.

Das Mädchen lief durch die Straßen und betrachtete die Gebäude um sich herum, so langsam fing sie an darüber nachzudenken wo sie Klaus wohl finden würde?! Kurze Zeit später entdeckte sie auf der anderen Straßenseite eine Bar, sie hörte die Jazz Musik auch ohne ihre Fähigkeit zu nutzen. Zielstrebig ging sie auf die Bar zu und trat ein, obwohl es so früh war, war die Bar bereits sehr voll.

Das Mädchen fühlte sich wie Abends in einem Club, die Menschen unterhielten sich, tanzten und tranken bereits Alkohol. Elena stellte relativ schnell fest das die meisten von ihnen Vampire waren, suchend sah sie sich nach einem dunkelblondem Haarschopf um oder jemanden anderen von der Urfamilie. „Hey Süße, ganz allein unterwegs?“ aus ihrer Welt gerissen drehte Elena sich um „Ja, aber alleine sein ist auch mal schön!“ ohne weiter auf den Typen einzugehen ging sie weiter. Als sie sich schließlich sicher war das sie Klaus hier nicht finden würde, verließ sie die Bar.

Als es schon fast Mittag war, ging sie in ein Imbiss um etwas zu essen. Vom Augenwinkel beobachtete sie wie der Mann von der Bar sie betrachtete. Langsam wurde Elena nervös, sie wollte jetzt alles andere als Probleme haben und nun zweifelte sie daran das es eine gute Idee war hier her zu kommen ohne Klaus Bescheid zu sagen. Da sie die Präsenz des fremden in ihrer Nähe spürte, konnte sie sich nicht so ganz auf das konzentrieren was wichtig war. „Hey, kann ich dir vielleicht weiterhelfen?“ fragte ein junger Mann, er hatte blaue Augen eine schwarze Gatsby Mütze, ein graues Shirt und eine dunkelblaue Jeans an. Elena erkannte ihn aus der Bar, er war neben dem Jungen gewesen der sie dort angesprochen hatte. An seiner rechten Hand erkannte sie einen Tageslichtring, sie war sich sicher das er wusste was sie war.

„Nein vielen Dank, ich bin zum ersten Mal hier und möchte mir den Weg einprägen, damit ich mich später nicht verlaufe.“ sagte sie und schenkte ihm ein charmantes Lächeln. Der junge Mann nickte und ging wieder seiner Wege, langsam spürte sie wie die Unruhe in ihr wuchs, sollte sie erneut jemand ansprechen dann würde sie Klaus anrufen. Nachdem sie erneut ohne Erfolg in einem Lokal war ging sie gedankenverloren eine Straße entlang, die sich jedoch als Sackgasse entpuppte. Genervt drehte sie sich um und wollte umkehren doch drei Gestalten versperrten ihr den Weg. „Mein Name ist Thierry, das sind Diego und Josh.“ Elena trat nervös von einem Fuß auf den anderen, was wollten die jetzt von ihr.

„Ich bin Elena.“ erwiderte sie kurz und sah die drei erwartungsvoll an. Diego funkelte sie böse an: „Wo ist der Rest von deinem Pack?“ spuckte er ihr schon fast entgegen. Verwirrt sah das Mädchen ihn an, doch kurze Zeit später verstand sie „Oh, nein .. ich bin alleine hier.“ Diego schnaubte verächtlich, man konnte ihm ansehen das er ihr kein einziges Wort glaubte. „Diego beruhige dich“ sagte Thierry und hielt seinen Arm vor ihm, als müsse er ihn davon abhalten sich auf Elena zu stürzen. Das Mädchen spürte wie jeder Muskel in ihrem Körper sich anspannte, sollte sie sich nun auf einen Kampf vorbereiten? Es waren drei gegen einer, doch sie hatte den Vorteil das ihr Biss das Ende für sie bedeuteten würde. „Ich sehe das du nicht lange deine... sagen wir mal wahre Natur entdeckt hast. Du bist auch das erste Mal in der Stadt, aber lass dir gesagt sein das die Dinge hier etwas anders laufen. Was machst du hier?“ fragte er. „Dies gilt für jedes übernatürliche Wesen, wir haben nichts gegen Wölfe.“ mischte sich nun der letzte von ihnen ein. „Ich bin hier um einen alten Freund zu besuchen mehr nicht.“

Elena bekam den Eindruck das es vielleicht besser sei zu kooperieren, sie verstand um was es ihnen ging, doch trotzdem war ihr Körper angespannt. „Jungs ich ruf den König an und sag ihm das wir den seltenen Besuch von einem Werwolf haben, erklärt ihr alles und bringt sie mit.“ sagte Thierry und verschwand. „Zwing uns nicht dich gefangen zu nehmen Wölfin, mach keine Probleme und komm mit!“ safte der Diego, langsam aber sicher platze Elena der Kragen, doch sie wollte die Lage nicht verschlechtern. Also ging sie schweigend auf beide Vampire zu, als Diego nach ihren Arm greifen wollte, weichte sie ihm aus. „Ich komme doch mit, fass mich bloß nicht an!“ Josh ging vor und Elena folgte ihm wortlos, die Tatsache das Diego hinter ihr war, machte sie nur noch nervöser.

Einige Minuten gingen sie schweigend umher, plötzlich packte Diego sie von hinten. Er griff nach ihren Handgelenken doch Elena konnte noch ausweichen. „Wölfin du hast zu tunwas ich sage!“ ein Knurren verließ ihre Kehle. Ihre braunen Augen verwandelten sich in einen satten Goldton und sie funkelte Diego an: „Komm mir bloß nicht zu nahe!“ Diego stütze sich auf sie und riss sie mit zu Boden. Josh wusste nicht so ganz was er tun sollte, überfordert mit der Situation stellte er sich an dem Straßenrand und beobachtete das keiner der Touristen etwas davon mitbekam. Als er einen Schrei hörte drehte er sich abrupt um und erkannte das Diego verwundet war. Er ging zu seinem Kollegen und half ihm hoch „Los Elena komm mit, bevor es noch schlimmer wird!“ Die Brünette wischte sich das Blut von ihrem Mund und folgte ihm schweigend.

Diegos Zustand hatte sich sehr verschlechtert als sie schließlich an einer verlassenen Bar angekommen waren. „Hey Jungs bringt Diego mal ins hinter Zimmer er ist verwunden, plötzlich standen zwei Vampire vor ihnen und nahmen Diego mit.

„Marcel wir müssen sofort los, Josh hatte gerade angerufen, Diego ist gebissen worden!“ Der Vampir stand schnell von seinem Sessel auf: „Gebissen? Hat einer von Klaus Hybriden den Verstand verloren?“ Thierry schüttelte schnell den Kopf: „Nein, das war bestimmt die Wölfin von der ich dir gerade erzählt habe!“ kurze Zeit später realisierte er, was er genau gesagt hatte. „Thierry, es ist kein Vollmond, sie muss ein Hybrid sein anders kann ich mir das nicht erklären.“ „Marcel, sie ist eine ganz normale Wölfin und noch nicht einmal lange, sie ist praktisch noch ein Küken wie Josh!“ Marcel nickte: „Geh vor, sorg dafür das sie nicht entkommt. Ich werde Klaus holen und dann stoßen wir zu euch.“

Die Tür der Bar öffnete sich und Elena erkannte den Vampiren sofort, sein Blick war nur diesmal alles andere als freundlich. „Das hättest du nicht tun dürfen Wölfin! Du hast keine Ahnung was mit dir passieren wird, die Könige von New Orleans kommen jetzt her, du kannst jetzt nur noch hoffen das der König der Wölfe dir einen schnellen Tod gewährt.“ Er ließ Elena mit Josh alleine und ging in das Hinterzimmer. Ihr Herz schlug wild in ihrer Brust, sie konnte nur noch hoffen, dass dieser König ihr die Chance geben würde es zu erklären.

Währenddessen...

„Mein lieber Hauptkönig,  einer meiner Jungs wurde gebissen! Ich brauche dein Blut und Vergeltung für ihn, doch das musst du mir gewähren!“ grinsend erhob sich Klaus und ging auf ihn zu: „ Keine Sorge Marcel, dieses Urteil darfst gerne du fällen und ausführen! Ganz gleich was passiert ist, einer meiner Hybriden hat meinen Befehl missachtet. Wir wissen beide was das bedeutet! “ Zufrieden mit seiner Antwort folgte Marcel seinen Partner, innerlich lechzte er schon nach Blut.

Ich hoffe das Kapitel hat euch gefallen, jetzt wird es langsam spannend!! Ich wünsche euch ein schönes Osterfest!!

Durch das Schicksal verbundenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt