Es geht wieder weiter - Kapitel 7

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Am nächsten Morgen, traf ich Milan vor dem Schultor. Er grinste mich an und wünschte mir viel Glück für den Test. Ich nickte nur schnell und ging in die Schule. In der Früh war ich nie sehr gesprächig, schon gar nicht wenn mir eine unangenehme Unterrichtstunde bevor stand. Jetzt bereute ich den Abend. Nette Konversation hin oder her. Noten gingen vor!

Die ersten drei Stunden vergingen schleichend. Dauernd musste ich an das "Grauen" denken, dass ich noch vor mir hatte. Dann war es endlich so weit. Wir bekamen den Test. Das Blatt lag vor mir und ich war am Verzweifeln. Ich wusste nicht eine einzige Antwort. Was interessierten mich denn bitte die ganzen Insekten. Ich bin mehr der Physik-Typ. Die Professorin sah mich schon streng an, hoffentlich bemerkte sie nicht wie ahnungslos ich war. Zwei Minuten waren schon vergangen und ich starrte nur Löcher in die Luft.
Sie kam an meinen Platz und musterte das leere Blatt mit einem missbilligen Blick. Weitere Minuten verstrichen und wir mussten bald abgeben — "Shit!"
Schließlich gab ich auf und schrieb einfach irgendwas auf das Blatt. Vielleicht, mit ganz viel Glück stimmte es ja.
In der Pause vibrierte mein Handy. Eine Nachricht von Milan: "Na wie war der Test?". Als Antwort schickte ich ihm nur ein verzweifeltes Smiley und stecke es wieder in meine Tasche.

Die weiteren Unterrichtsfächer zogen sich dahin. Geographie war besonders langweilig. Ich war zweimal fast eingeschlafen. Lea musste mich wachrütteln, bevor ich Ärger vom Lehrer bekam.
Um 16 Uhr war dann endlich aus. Ich packte meine Sachen und schlenderte zur U-Bahn. Ich steckte meine Kopfhörer in die Ohren und versank in meiner Welt. Ich ließ meine Seele baumeln und dachte an Nichts.
Bei meiner Station stieg ich aus. Die Leute um mich herum, nahm ich nur als Schemen war. Leise sang ich die Lyrics von meinem Lieblingssong und war gedanklich an meinem Lieblingsplatz im Wald.
Noch immer versunken in meine Musik, ging ich zu meinem Haus, als mir plötzlich jemand von hinten die Augen zuhielt. Ich schrie auf und drehte mich um. "Oh mein Gott, bist du behindert, was erschreckst du mich so?", fuhr ich Milan an, der mir nur ein blöd grinsendes Gesicht entgegnete. "Warum so schreckhaft, Prinzesschen?", entgegnete er. Grimmig steuerte ich Richtung Zuhause, mein Herz pochte noch immer wie verrückt vor Schreck. "Magst du heute Abend wieder rüber kommen?",  rief er mir nach. Als Antwort zeigte ich ihm einen Daumen nach oben.

Trotz meiner Gedanken am Morgen, freute ich mich auf das Treffen. Die Zeit bis dahin verging zum Glück sehr schnell. Am Abend machte ich mich dann noch etwas frisch.
Ich musste plötzlich an Sam denken. Er würde es nicht gut finden, dass ich zu einem Jungen nach Hause ging. Er war ein sehr eifersüchtiger Mensch. Etwas das ich an ihm hasste wie die Pest! Es gab oft Streitereien deshalb. Doch ich verdrängte den Gedanken daran, denn Milan war nur ein Freund. Außerdem wollte ich mir nicht den Abend verderben.

Diesmal wartete Milan nicht vor seiner Tür, denn ich wusste bereits wo seine Wohnung lag. Ich nahm die Treppen, denn ich fürchtete mich vor Aufzügen.
Ein bisschen außer Atem, kam ich bei ihm an. Er spottete darüber.
Ich steuerte gleich die Küche an. Ich war das zweite Mal bei ihm und fühlte mich schon wie daheim. Lag vielleicht auch daran, dass ich nicht weit von zuhause war.
Wir verstanden uns super. Wir redeten über alles und konnten zusammen lachen. War lange her, dass ich so locker mit jemanden reden konnte. Dabei musste ich wieder an meine Beziehung mit Sam denken, denn ich konnte mit Sam über gar nichts sprechen.

Nachdem ich wieder zuhause war, rief ich Sam an. Ich sagte ihm, dass unsere Beziehung keinen Sinn mehr hatte. Zum ersten Mal seit Monaten hörte er mir aufmerksam zu. Ich legte die Fakten auf den Tisch. Ich erklärte ihm genau was mich an ihm störte. Er äußerte interessanter Weise, dass es auch einige Sachen gab, die ihn an mir sehr störten. Davor waren wir beide nicht in der Lage gewesen, so offen darüber zu sprechen. Es versetzte mir einen Stich ins Herzen, dass wir erst jetzt, wo es schon zu spät war, dieses Gespräch führten.
Hätten wir dieses Thema früher angeschnitten, wäre vielleicht noch Hoffnung gewesen aber ich liebte ihn nicht mehr wirklich. Daher war die Trennung nur das Beste für uns beide.
Ich konnte zwar merken, wie er die Tränen zurück hielt, aber er und ich mussten loslassen!

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Ich werde nun wieder versuchen die Story weiterzuführen. :)Danke an meine fleißigen Leser <3

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