Ich nehme seine Hand und sämtliche Sorgen von vorher sind wie weggeblasen, zusammen mit der Einsamkeit.
~*~
-Minghao Pov-
Ich war, wie die anderen auch, recht überrascht, als Vernon Y/n schnappte und ging.
Er war es zwar auch, der sie vorher aus Coups und meinen Streit gezogen hatte, wofür ich ihm auch dankbar war, aber das hätte ich von ihm nicht erwartet. Er ist sonst so schüchtern.
Als ich aus der Küche kam, ich musste erst irgendwie an Coups vorbeikommen, war sie schon weg und Vernon dabei in sein Zimmer zu gehen, um sich fertig zu machen.
Ich wollte sie nicht einfach so gehen lassen. Nicht wenn sie mich als letztes streitend gesehen hat.
Ich lief ihr also hinterher. Doch als sie sich rumdrehte, versteckte ich mich hinter einer Hauskante. Erst dann merkte ich, was ich da grade tat.
Ich bin einem Mädchen nachgerannt und hatte dann nichtmal den Mut, sie anzusprechen. Wo verschwindet nur immer mein Selbstbewusstsein hin, wenn ich mit ihr rede?
Anschließend bin ich ihr gefolgt, bis sie in ein Haus ging. Nur um sicherzugehen, dass sie gut ankommt, natürlich.
Dann ging ich schnell zurück.
Die anderen waren schon alle fertig und warteten nur auf mich, doch das war mir egal. Es hatte sich gelohnt.
Die nächsten Tage habe ich ständig überlegt, wie ich sie kontaktieren könnte. Ich wollte sie unbedingt wiedersehen. Doch ich konnte nicht einfach zu ihr nach Hause gehen, dann hätte sie ja gewusst, dass ich ihr gefolgt bin.
Anrufen oder Schreiben ging auch nicht. Ich konnte sie noch nicht nach ihrer Nummer fragen.
Ich freute mich so auf meinen Geburtstag, weil ich wusste sie würde wieder in unserem Dorm putzen müssen und ich könnte sie so wiedersehen.
Doch mir wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht. Alles dauerte länger, was darin resultierte, dass ich erst ankam, als sie schon längst wieder weg war.
Geknickt ging ich in mein Zimmer und wollte mich auf mein Bett werfen, doch da lag ein Stapel Klamotten, den ich sofort wiedererkannte.
Das waren die Sachen, die ich ihr gegeben hatte. Sofort kamen in meinem Kopf lauter Erinnerungen und Bilder wieder hoch. Sie sah so süß in meinen viel zu großen Sachen aus.
In meine Gedanken versunken, setzte ich mich und nahm den Stapel auf meinen Schoß.
In dem Moment kam Jun rein, ist ja auch sein Zimmer, und hob einen kleinen Zettel vor mir auf.
"Ist das dir? Ist da rausgefallen..."
Ich konnte ihm den Zettel abnehmen, bevor er ihn lesen konnte, was auch gut war. Denn als ich ihn las, bestätigte sich meine Vermutung oder auch Hoffnung. Er kam von ihr.
Je mehr ich las, desto glücklicher wurde ich und desto breiter wurde mein Lächeln.
Sie hat an mich gedacht.
"Warum strahlst du plötzlich so? Was steht da, dass dich so glücklich macht?" Jun riss mich mit seiner Frage aus meinen Gedanken und brachte mich wieder auf den Boden.
"Nichts. Ich habe mich nur an etwas erinnert."
Er schien sich mit der Antwort zufrieden zu geben und fragte nicht weiter nach.
Ich las den Zettel noch ein paar mal, während ich mich wieder in meinen Gedanken verlor.
Sie findet meinen Pullover gemütlich.
Wieder kommen die Bilder von ihr in meinen Sachen zurück. Der Gedanke, dass sie sich darin wohl gefühlt hat, lässt mein Herz schneller schlagen.
In dem Moment viel mir ein, dass sie vielleicht auch heute zum Tanzen in die Trainingsräume gegangen ist, wie das letzte mal auch.
Schnell sprang ich auf, nahm den Zettel und den Pullover mit und gab Jun bescheid, dass ich nochmal trainieren gehe. Er sagte nichts dazu. Es ist normal, dass ich wann immer ich kann, zum Tanzen gehe.
Auf dem Weg überlegte ich, wie ich anfangen sollte. Ich will ihr den Pullover schenken, auch wenn es etwas komisch ist, ihn ihr direkt zu schenken, nur weil sie gesagt hat, sie mag ihn.
Es ist nur, ich wollte und will sie wieder darin sehen. Ich kann nicht beschreiben, was das für ein Gefühl ist, wenn ich darüber nachdenke, wie süß sie darin aussah, aber ich weiß, dass ich sie nochmal darin sehen will.
Als ich ankam, hatte ich zwar einen groben Plan, wie ich es anfangen könnte, doch ich war trotzdem endlos aufgeregt.
Als ich dann aber die Tür öffnete, in der Hoffnung, sie beim Tanzen zu sehen, blieb mir das Herz für einen Augenblick stehen.
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Adore U
FanficSeventeen The8 FF "Ich bin gekommen um Tänzer zu werden und was bin ich? Putzfrau. Hätte ich zu Hause auch werden können. Dafür hätte ich nicht das Land verlassen müssen...." Y/N ist nach Südkorea gekommen, um ihren Traum, professionelle...
