Hogsmead

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Einige Stunden später ging ich im Herbstlichen Sonnenlicht nach Hogsmead, der Rest des Tages war nach Verwandlung quälend langsam an mir vorbei gezogen, aber nicht langsam genug, denn das, wovor ich mich seit heute morgen fürchtete, war trotzdem gekommen. Ich hatte zwischendurch schon überlegt ob ich mich einfach krank stellen sollte oder ob ich ein paar Kotzpastillen essen sollte, damit ich einen Grund hatte warum ich nicht zu unserer Verabredung kam, aber dann wäre ich eine schlechte Freundin und das wollte ich auf gar keinen Fall sein, schon gar nicht für Ginny, dafür liebte ich sie viel zu sehr. Der Himmel über mir hatte sich, von mir unbemerkt, zugezogen. Hätte ich doch bloß meinen Schirm eingepackt oder zumindest meine Regenjacke angezogen. Aber vielleicht würde ich bei dem Regen auch ausrutschen und mir den Arm brechen, dann müsste ich sie doch nicht treffen und ich könnte mir selber einreden, dass ich ja nichts dafür könnte, schließlich konnte ich das Wetter ja nicht kontrollieren. Was ein Quatsch, ich würde wahrscheinlich einfach nur klitschnass in Hogsmead ankommen und mir eine schlimme Erkältung einfangen. Ich setzte die Kapuze von meinem Pulli auf und beschleunigte meine Schritte etwas, schließlich wollte ich Ginny, trotz aller Angst, nicht enttäuschen.
Eine viertel Stunde später stand ich komplett durchnässt vorm drei Besen und holte noch ein mal tief Luft, es würde schon alles gut gehen, beschwichtigte ich mich selbst. Dann ging ich die letzten drei Schritte bis zur Tür und öffnete sie. Im drei Besen war die Hölle los, es sah aus als hätten sich alle Schüler aus Hogwarts in diesen Laden geflüchtet um dem Regen zu entgehen, ich war nicht die einzige die anscheinend etwas zu spät gekommen war, denn über dem Ofen hing schon ein Stapel mit durchnässten Pullovern und Sweatshirts. Überall konnte ich Schlickschlupfer sehen und das machte mich noch ein bisschen nervöser. „Luna, hier hinten!", hörte ich auf einmal Ginnys Stimme aus einer der Ecken im hinteren Bereich des Ladens. Ich schaute in die Richtung aus der sie gekommen war und konnte Ginny an einem Zweiertisch sitzen und winken sehen, sie saß ganz alleine dort und vor ihr stand ein heißer Kaffee. Ich bekam ein schlechtes Gewissen, weil sie wohl schon etwas länger gewartet hatte. Schnell ging ich zu ihr rüber um sie nicht noch länger warten zu lassen. „Hey Ginny, tut mir leid das ich so spät bin, wartest du schon lange?", sie guckte mich kurz an, als wolle sie sehen ob alles in Ordnung mit mir war und antwortete dann mit einer weg werfenden Handbewegung: „ Nein, ich bin auch grade erst gekommen. Du bist ja ganz nass, willst du deinen Pulli nicht über den Kamin hängen?", fragte sie gleich darauf. Ich blickte kurz an mir runter, ja mein Pulli war komplett durchweicht und jetzt wo sie es erwähnte spürte ich auch die Kälte wieder. „ Ich glaube das wäre eine gute Idee, kannst du mir eine heiße Schokolade bestellen?" Kurz überlegte ich ob ich sie auch bitten sollte mir einen Pudding zu bestellen, verwarf den Gedanken dann aber schnell wieder, schließlich sollte Ginny nicht denken ich sei verfressen. Was ich eigentlich gar nicht war, eher im Gegenteil ich aß viel zu wenig, außer bei Pudding. Ich liebte Pudding fast so sehr wie ich Ginny liebte und das hieß ich liebte ihn wirklich sehr. Ginny nickte und lächelte, sie hatte so ein süßes Lächeln, ihr Lächeln löste in mir immer dieses komische Gefühl aus, so als... Nein Schluss jetzt Luna, sagte ich zu mir selber und drehte mich von Ginny weg zum Kamin, als mir auffiel, dass ich sie schon wieder angestarrt hatte. Bitte hat sie es nicht bemerkt, bitte, bitte, bitte, betete ich zu den Geistern und hoffte, dass sie mich erhört hatten.

Das beste Mädchen Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt