Bakugous PoV
Es kam selten vor, dass mich eine Situation dermaßen überforderte, aber in diesem Moment wusste ich nicht mehr was zu tun war. Was machte der Kneipenbesitzer hier? Warum war er nicht in Ariko? Und was zum Teufel hatte er mit den Banditen am Hut, die uns soeben überfallen hatten?
Doch ich schien nicht der einzige zu sein, der mit der Situation überfordert war. Es war, als hätten alle in ihrer Bewegung innegehalten, nicht wissend, wer Freund und wer Feind war.
Der erste der sprach, war einer der Banditen. Er hielt noch immer meine Drachenklinge in den Händen und schaute mit gerunzelter Stirn zu Kaminari, der noch immer mit geöffnetem Mund auf Red anstarrte. „Was soll das heißen, Denki? Kennst du diese Kerle etwa?", fragte er knurrend.
Der Kneipenbesitzer schien sich ein wenig zu fangen, jedenfalls schloss er den Mund und sah erst zu mir und dann zu Todoroki und Deku herüber, die ebenso verwirrt blickten. Er räusperte sich. „Nun ... ja ... ich kenne sie.", sagte er schließlich. „Und mir wäre es ganz lieb, wenn ihr sie nicht bedrohen würdet." Die Verunsicherung war deutlich in seiner Stimme zu hören.
„Hah?", machte der andere Bandit und fuchtelte mit Dekus Schwert in Kaminaris Richtung. „Seit wann erteilst du denn hier Befehle? Vergiss nicht, was du dem Boss schuldest, Bursche!"
Der Kneipenbesitzer zuckte zusammen und murmelte etwas Unverständliches, war aber anscheinend gar nicht zufrieden mit der Aussage des Banditen. Ich rollte mit den Augen. Worin hatte er sich nun wieder verstrickt? Aber das war ja mal wieder typisch für den wandelnden Kurzschluss. Andauernd war er in Angelegenheiten verwickelt, von denen er besser hätte die Finger lassen sollen.
Während wir anderen noch immer tatenlos in der Gegend herumstanden, war Red ein wenig schneller von Begriff und sprang auf die beiden Männer zu, die sich von ihm abgewandt hatten, um mit Kaminari zu reden. Eine Sekunde später, lagen beide Banditen bäuchlings auf dem Boden und wurden mit jeweils einer von Reds Vorderpranken festgehalten. Schnell lief ich auf die beiden zu und nahm ihnen unsere Waffen ab. Der eine schlug mit meiner Drachenklinge nach mir, aber seine Bewegung war so eingeschränkt, dass es ein Leichtes war, ihm auszuweichen und sein Handgelenk zu packen.
Widerwillig ließ er mein Schwert los und Erleichterung überkam mich, als ich wieder das altvertraute Gewicht in der Hand spürte. Ich hatte mich zuvor vollkommen nutzlos gefühlt, aber jetzt hatte ich die Dinge wieder im Griff. Ich warf Deku und Todorki ihre Waffen herüber, die sie geschickt auffingen.
Dann verwandelte sich Red zurück und ließ somit von den beiden am Boden liegenden Banditen ab. Sofort sprangen sie auf, waren aber unmittelbar danach von mehreren Schwertern umgeben, die drohend auf sie gerichtet waren. Widerwillig hoben sie die Hände.
„Verschwindet von hier.", sagte Todoroki ernst und warf ihnen einen glühenden Blick zu. „Macht schon, bevor ich mir eure Gesichter merke!"
Die Banditen schienen einzusehen, dass es für sie gelaufen war, wandten sich um und gingen einige Schritte. Dann aber blieb einer von ihnen stehen und drehte sich du Kaminari um. „Komm Denki!", knurrte er in einem befehlenden Ton.
Doch der Kneipenbesitzer blieb wie angewurzelt stehen und schüttelte zögernd den Kopf. Der Bandit starrte ihn wütend an und Kaminari schrumpfte ein wenig unter seinem Blick zusammen. Bevor er einlenken konnte, schritt ich ein. „Der Idiot bleibt bei uns. Wir haben noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen!", knurrte ich. Der Bandit warf mir einen abschätzenden Blick zu und sah dann noch einmal kurz zu Kaminari. Dann spuckte er ihm vor die Füße und drehte sich fluchend um. Endlich verschwanden die beiden zwischen den Bäumen.
Eiserne Stille legte sich auf die Anwesenden. Wie warteten angespannt eine Weile, bis wir sicher waren, dass die Banditen wirklich weg waren. Dann ließ ich langsam mein Schwert zurück in die Scheide gleiten.
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DRACHENBRUT II (Kirishima x Bakugou)
Fanfiction[GER] [ABGESCHLOSSEN] Kirishima und Bakugou haben es geschafft in die Berge zu fliehen und gemeinsam haben sie sich dort ein zu Hause aufgebaut. Drei Jahre nach dem sie sich niedergelassen hatten, kommt eine neue Welle von Drachenangriffen über das...
