Kapitel 38: Verhandlungen

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Kirishimas PoV

Am nächsten Morgen wollte ich zunächst gar nicht die Augen öffnen. Das Bett war warm und weich und Katsuki lag noch immer in meinen Armen. Eine leichte Brise fuhr durch das offene Fenster und trug die frische Morgenluft herein. Ich seufzte zufrieden.

Als ich die Augen schließlich doch öffnete, sah ich direkt in die roten Irden meines Gefährten, der mit einem leichten Lächeln zu mir hinaufsah. „Du bist ja schon wach.", stellte ich milde überrascht fest.

„Noch nicht lange.", erwiderte Katsuki und stütze sich ein wenig hoch, sodass sein Gesicht über meinem schwebte, wobei er mir tief in die Augen sah. Er senkte den Kopf ein wenig und fuhr mit den Lippen federleicht meine Wangenknochen entlang und küsste kurz meinen Mundwinkel, bevor er unsere Lippen zu einem sanften Kuss verband.

Unwillkürlich fuhren meine Hände seinen Rücken hinauf und drückten ihn näher an mich. Doch auch wenn ich unsere Zweisamkeit überaus genoss, wusste ich, dass wir unseren Morgen nicht allzu sehr in die Länge dehnen sollten. Die Leute vom Orden warteten sicherlich schon darauf, dass wir auftauchten und ehrlich gesagt wollte auch ich so schnell wie möglich die Verhandlungen hinter mich bringen. Denn danach wäre unsere Mission offiziell beendet.

Katsuki schien dasselbe zu denken. Jedenfalls vertiefte er den Kuss nicht, sondern stützte sich wieder hoch und sah einen Moment nachdenklich zu mir herunter.

„Was denkst du gerade?", fragte ich ihn sanft, eine Hand an seine Wange gelegt.

„Ich denke gerade daran, wie schön es sein wird endlich wieder frei zu sein. Dann habe ich dich wieder ganz für mich allein.", sagte er und sein Blick wanderte wieder zu meinen Lippen.

Ich lächelte und lehnte mich zu ihm hoch, um ihm einen weiteren kurzen Kuss auf die Lippen zu geben. Ich freute mich auch darauf, auch wenn mir klar war, dass es noch Jahre dauern würde, bis vollkommen Frieden zwischen den Drachen und den Menschen herrschen würde. Ja, es würde wohl Jahre dauern, bis beide Seiten ihr Misstrauen und ihre Furcht abgelegt hatten. Aber nachdem Todoroki und ich einen Friedensvertrag ausgehandelt hatten, gab es für uns nicht mehr viel zu tun. Der Rest musste mit der Zeit kommen.

Wir tauschten noch wenige liebevolle Worte aus, bevor wir aufstanden und uns fertig machten, um in das Dorf hinunter zu gehen. Hand in Hand traten wir nach draußen und begaben uns auf den kleinen Pfad, der zu Miss Farneys Häuschen führte. Dort angekommen klopfte ich an die hölzerne Tür.

Schwungvoll öffnete sie sich und eine lächelnde Miss Farney stand darin. „Kommt doch rein ihr beide.", sagte sie herzlich. Auch mir fiel auf, wie viel freundlicher sie sich Katsuki gegenüber verhielt. Traf das auf alle Mitglieder des Ordens zu? Anscheinend. Mein Gefährte hatte sich wohl endlich in ihren Augen durch seinen Beitrag an der Mission bewiesen.

Zusammen betraten wir das vertraute Häuschen der älteren Frau. Als wir in die kleine Küche traten, saßen dort Todoroki und Midoriya beim Frühstück. Unmittelbar zog sich mein Magen zusammen. Da wir erst gestern spät angekommen waren, hatten wir noch kein Essen im Haus und der Duft des frischen Brotes, der mir entgegenschlug erinnerte mich an meinen leeren Magen.

Eigentlich wollten wir die beiden lediglich abholen, um gemeinsam zum Dorf hinunterzugehen, doch da sie sowieso noch aßen und ich nicht der einzige war, der Hunger hatte (Katsuki hatte sich eine Scheibe des frischen Brotes genommen und sich kommentarlos hingesetzt, um es zu verspeisen, noch bevor Miss Farney es ihm stirnrunzelnd anbot), beschlossen wir doch noch etwas zu essen. Auch wenn wir nicht viel redeten und ich Midoriya und Todoroki nur von unserer gemeinsamen Reise hierher kannte, freute ich mich über die Alltäglichkeit der Situation. Ich war das lange Reisen satt. Nicht zu wissen, was am nächsten Tag passieren würde, war ein Abenteuer, aber keines, dass ich dauerhaft erfahren wollte.

DRACHENBRUT II (Kirishima x Bakugou)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt