Kapitel 27: Wieder unterwegs

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Bakugous PoV

Todoroki entspannte sich ein wenig und starrte auf Dekus Hand, ehe er sie vorsichtig umfasste. Der Gesichtsausdruck des Prinzen wurde ein wenig weicher, bevor er zögerlich anfing zu sprechen. „Izu, du weißt, dass ich nicht in die Fußstapfen meines Vaters treten möchte. Er hat schon immer versucht mir seine Meinung und seine Ziele aufzudrängen und er versucht es immer noch. Ich möchte das alles nicht. Ich möchte beweisen, dass ich anders bin als er. Wenn ich jetzt aber seine Macht benutze ..."

„Nein, Shouto." Der Tonfall des Nerds hatte einen ungewohnt bestimmenden Tonfall. „Wie ich dir bereits sagte, ist es deine Macht. Es steht dir frei damit zu tun, was immer dir beliebt. Dir steht frei, Kacchan zu helfen oder nicht. Und es steht dir frei gegen den Willen deines Vaters zu handeln. Aber du solltest dich nicht verweigern, nur weil du nicht die dir gegebene Stärke verwenden möchtest. Das wäre Verschwendung."

Ich beobachte die Szene unbehaglich. Deku hatte sich in den letzten Jahren ganz schön verändert. Er war nicht mehr der kleine zitternde Nerd, der bei jedem Befehl sofort zusammenzuckte. Er war jetzt ein Drachentöter und sein Verhalten dem Prinzen gegenüber hatte sich auch vollkommen verändert.

Todoroki schwieg einen Moment nach Dekus Ansprache. Dann umfasste er sein Gesicht mit beiden Händen, zog ihn an sich und küsste ihn sanft.

Mir fiel die Kinnlade. Ich wusste schon immer, dass der Prinz eine Schwäche für den Nerd hatte (auch wenn sich mir nicht im Geringesten erschloss warum), aber dass sie inzwischen offiziell zusammen waren, war mir dann doch neu. Ich verschränkte unbehaglich die Arme, konnte aber nicht wegesehen. Eifersucht überkam mich. Es war so unfair, dass die beiden zusammen sein konnten. Dass sie sich berühren konnten, wann immer sie wollten und Red und ich ohne einander auskommen mussten. Und das nur, weil wir eine Sache geradebiegen wollten, die ein Urahne des Prinzens verbockt hatte.

Als sie sich schließlich voneinander lösten, war Deku knallrot angelaufen und sah verlegen zu mir und Ochako herüber. Todoroki sah ihn weiterhin an, zum ersten Mal in dieser Konversation ein leichtes Lächeln auf den Lippen.

„Sind sie nicht süß?", flüsterte mir Ochako verschwörerisch zu.

„Nein.", knurrte ich in normaler Lautstärke. „Der Halb-und-Halb-Bastard sollte sich gefälligst mal konzentrieren und mir seine Entscheidung mitteilen."

Todoroki schaute zu mir herüber, wie immer mit seiner nervtötenden Gelassenheit und nicht im Geringsten beeindruckt von meiner Beleidigung. Diese Art an ihm war etwas, dass mich immer an den Rand er Weißglut brachte.

„Ich werde dir helfen, Bakugou.", sagte er ruhig.

Ich nickte steif. Mir war bewusst, dass der Orden die Entscheidung des Prinzens nicht mir zu verdanken hatte, sondern Deku. Ich verzog das Gesicht. Jetzt fühlte es sich nicht mehr wie ein Sieg an.

„Wann brechen wir auf?", fragte der Prinz, nach einem Augenblick der Stille.

„So schnell wie möglich.", brummte ich ohne nachzudenken. Red. Nichts wollte ich im Moment mehr, als ihn wiederzusehen. Je schneller wir aufbrachen und zurück zum Orden ritten, desto früher konnte ich ihn wieder in den Armen halten. Und wenn er noch nicht da war, dann würde ich eigenhändig in das Reich der Drachen reisen. So viel stand fest.

„Uhm, Kacchan?", fragte Deku zögernd.

„Was?", blaffte ich ihn an.

„Wie stellst du dir das vor? Shouto hat Pflichten hier am Hof. Er kann nicht einfach auf unbestimmte Zeit abhauen. Er muss das gut vorbereiten und das mit dem König besprechen.", sagte er stirnrunzelnd.

DRACHENBRUT II (Kirishima x Bakugou)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt