...Da wir nicht gerade arm waren, besaßen wir halt nun ein etwas größeres, luxuriöseres Haus. Aber mir war es Recht so, denn ich wollte hier bis jetzt auch nicht mehr weg.
Als ich die Tür geöffnet hatte, zog ich mir erstmal meine Schuhe und Jacke aus. Das gleiche tat Colton ebenfalls als erstes.
Als auch er fertig war, gingen wir in die Küche und ich sah auf der Mitte der Kücheninsel einen Zettel liegen. Ich nahm ihn mir, nachdem ich meine Tasche abgestellt hatte. Auf dem Zettel stand, dass meine Mutter erst morgen wieder kommen würde und ich einfach Pizza bestellen sollte. Dafür fand ich Geld unter dem Zettel.
Als ich den Zettel las, bemerkte ich nicht, wie Colton hinter mich trat. Das bemerkte ich erst als mich sein Atem im Nacken traf. Ich schluckte und hielt kurz meine Luft an. Doch Colton schien dies zum Glück nicht bemerkt zu haben, denn er sagte etwas zu mir: „Ah, also gibt es später scheinbar sogar noch was zu essen?" Als ich meinen Kopf leicht drehte, damit ich in sein Gesicht blicken konnte, erkannte ich ein leichtes lächeln auf seinen Lippen. Mit einer überraschend festen Stimme antwortete ich ihm: „Ja klar. Aber erst müssen wir lernen." Colton nickte bloß und trat wieder einen Schritt zurück.
Als ich mit ihm mein Zimmer betreten hatte, schaute er sich erstmal genau um. Er staunte nicht schlecht, als er meine größere Musikanlage und meinen Flachbildfernseher sah. Aber wie schon gesagt, wir waren ja nicht gerade arm. Colton schaute sich ziemlich lange in meinem Zimmer um, obwohl es ja eigentlich ein ganz gewöhnliches war. Es hatte vier Wände, ein großes Bett und ein Fenster das vom Boden bis zur Decke reichte. Das Fenster führte auf einen kleinen Balkon von dem man in unseren Garten mit Pool blicken konnte.
Auf meinem Schreibtisch lagen ein paar Bücher, da nicht mehr alle in mein zu volles, großes Bücherregal hineinpassten. Auch hatte ich an einer Wand viele Bilder hängen. Hauptsächlich welche von mir und meiner Mum, aber auch ein paar andere.
Doch nach einer Weile schien Colton mit seinem "Rundgang" durch mein Zimmer fertig zu sein, denn er kam auf mich zu. Ich hatte mich nämlich mittlerweile auf mein weiches Bett gesetzt. Er setzte sich einfach neben mich und stellte seinen Rucksack zwischen seine Beine. „Sollen wir anfangen?", fragte mich Colton. Ich war, wie schon so oft heute, von ihm überrascht und nickte schnell. Wir machten fast zwei Stunden Hausaufgaben und ich erklärte ihm ein paar Sachen, aber er wusste größtenteils alles. Gerade lösten wir die letzte Gleichung auf der Seite und er war sogar noch vor mir fertig. Warum ist er so gut und schreibt trotzdem so schlechte Noten?! Ich versteh es einfach nicht... Ich blickte Colton ins Gesicht und stellte einen überraschten Ausdruck auf seinem Gesicht fest. Hab ich das etwa gerade laut gesagt oder was? „Ja, das hast du allerdings", wand Colton ein. Ich wendete meinen Kopf betreten ab und natürlich wurde ich rot, so wie immer. Aus meinem Mund kam kein Wort mehr und mir schien der Boden gerade sehr interessant. Meine Lippen presste ich aufeinander und ich spürte die Hitze in meinem Gesicht immer deutlicher. Keiner von uns sagte etwas. Die Stille zwischen uns wurde immer länger und unerträglicher, aber ich wusste so oder so nicht was ich noch hätte sagen können.
Die Stille zwischen uns wurde langsam unangenehm, denn keiner bewegte sich und keiner wagte es sie zu brechen. Doch dann öffnete Colton seinen Mund und stellte mir eine einfache Frage: „Warum interessiert dich das eigentlich, ich dachte du kannst mich nicht leiden?" Mein Kopf schoss nach oben und ich blickte ihn entgeistert an. Er denkt doch nicht etwa, dass ich IHN nicht leiden kann??! Klar er kommt eher wie so einer der Badboys rüber, aber im Grunde genommen ist er nett und freundlich. Mein Mund öffnete sich, aber schloss sich kurz darauf wieder. Ich hatte keinen Plan, was ich darauf antworten sollte. Doch Colton schien das alles falsch zu deuten, denn er stand auf und verschwand so schnell er nur konnte aus meinem Zimmer.
Nun saß ich alleine in meinem Zimmer. Mir schossen in einem Moment tausend Gedanken durch den Kopf. Doch am Ende stand nur ein einziger Satz in meinen Gedanken. Du magst ihn James! Zu diesem Entschluss kam ich in Sekundenschnelle. Keine Sekunde später rannte ich aus meinem Zimmer hinaus und zur Haustür. Diese riss ich auf und sah Colton gerade auf dem Weg zur Straße. Ich überlegte nicht lang und rief einfach ganz laut: „Colton! Warte bitte." Er blieb stehen und drehte sich langsam um. Seine Augen trafen meine und ich musste augenblicklich lächeln. „Wollten wir nicht noch Pizza bestellen?" Mein Grinsen wurde breiter, als ich diesen Satz sagte. In mir drinnen, war ich einfach nur nervös. Was ist wenn er einfach geht und mich wieder anfängt zu ignorieren?! Aber noch bessere Frage, was ist wenn er bleibt?!
816 Wörter!!
Heyyy, ich hoffe euch gefällt meine Geschichte soweit. Ich dachte mir hier ist ein ganz guter Zeitpunkt, um das Kapitel für heute zu beenden. Ich werde morgen nochmal ein Kapitel hochladen (vllt auch mehrere). Auf jedenfall viel Spaß noch beim Lesen.
LG Pia_Moon_Light
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Two Lifes One Story
RomanceEin 16-Jähriger Junge kommt neu auf eine Schule. Bisher mussten er und seine Mum oft umziehen, wegen ihm. Auf keiner Schule wurde er so angenommen wie er nun mal ist. Er blieb nie länger auf einer Schule als ein halbes Jahr, denn länger hätte er es...
