POV. Jason Connor
Genervt öffnete ich meine von tiefen Augenringen umgebenen Augen, als ich das Klingeln meines Weckers wahr nahm. Dieses Geräusch, welches sich nur so in mein Hirn brannte. Es war Montag. Ich hasste Montage. Ich schaltete meinen Wecker aus, nahm mir vor nur eine weitere Minute zu schlafen, da mein gesamter Körper förmlich nach Schlaf schrie.
Als nächstens schlief ich direkt wieder ein, da ich nach dem Wochenende noch komplett im Arsch war, das nächste was ich wahr nahm, war meine aufgebrachte Mutter, welche damit beschäftigt ist, mich wach zu rütteln. Ich reiße wieder mal meine Augen auf und springe direkt aus dem Bett vor Schreck. Meine Mutter lachte nur, als ich anfing zu schwanken da mein Gleichgewichtssinn Tschüss sagte. Als ich wieder halt hatte sagte sie in einem ernsten Ton, ich müsste mich beeilen da ich schon spät dran war.
Ich ging ins Bad duschte mich schnell unter dem kühlen Wasser, putzte mir meine weißen Zähne, zog mir eine graue Jogging Hose und ein dunkel rotes T-Shirt an, welches mir leicht zu groß war. Ich habe noch nie großen wert darauf gelegt in der Schule gut auszusehen denn es ist schließlich nur Schule und bald werde ich all die Leute sowieso nicht mehr sehen.
Ich betrachtete mich in dem großen Spiegel, welcher in meinem Zimmer stand, ich bin ganz zufrieden mit meinem Aussehen, ich meine ich habe einen durch trainierten Körper auch wenn ich nur selten Sport mache, kann man deutlich ein Sixpack sehen und auch meine anderen Muskeln lassen meinen eigentlich schmal gebauten Körper breiter wirken, die strahlend blauen Augen und die vollen dunkel blonden Haare welche verstrubbelt meine Stirn bedeckten runden alles perfekt ab, es mag selbstverliebt klingen aber man darf seinen Körper doch schön finden und das tue ich.
Ich schnappte mir mein Handy und sofort musste ich grinsen als ich die Nachricht meines besten Freundes lesen konnte.
Carlos: Morgen Bro. Hast dich das Wochenende nicht gemeldet, wollte nachfragen ob du heute in die Schule kommst?
Carlos: Ich steh am Treffpunkt beweg deinen Arsch mal her!!
Carlos: Vergiss es, sitze jetzt im Unterricht, Jason.
Carlos: Wir haben später Mister Bennet als Vertretung also hopp hopp beeil dich ;)
Carlos: Okay, ich lass dich jetzt in Ruhe. Abeeerr dein Bennet scheint sich sorgen zu machen, zumindest starrt er Löcher in deinen Stuhl, wenn keiner hinschaut. Außer ich natürlich.
Als ich die letzte Nachricht las, wurde ich rot und rannte sofort runter in die Küche verabschiedete mich von meiner Mutter, zog meine dunklen Sneaker an, die ich meistens an hatte und rannte mit Kopfhörern in den Ohren los.
An der Schule angekommen stand keiner mehr auf dem Schulgelände. Ich sprintete in das alte Gebäude meiner Schule, angekommen vor dem meinem Klassenzimmer atmete ich noch einmal tief durch, bevor ich die Tür schwungvoll öffne und auf einmal unzählige Augenpaare auf mir lagen. Ich blickte zuerst zu Mister Bennet, welcher ein kleines lächeln auf seinen so vollen Lippen hatte, die ich so unglaublich gerne auf meinen Spüren würde. Aus meiner starre wieder zurück in der Realität angekommen sagte ich schnell ,,Es tut mir leid Mister Bennet, ich hab verschlafen." er schaute mich mit einem musternden Blick an, bis er meinte ,,Alles gut, kannst du aber bitte nach dem Unterricht noch kurz da bleiben." ich nickte und ging zu meinem Platz in der letzten Reihe, welcher sich neben Carlos befand.
Dieser schaute mich mit einem Grinsen im Gesicht an ,,Wusste ich es doch das du kommen wirst" darauf zwinkerte er mich an und ich setzte mich hin, kramte meine Mathe Aufgaben aus meinem Rucksack und begann das zu rechnen was auch Carlos und ich denke auch der Rest der Klasse rechnete. Immer mal wieder schaute ich hoch, um meinen viel zu heißen Lehrer zu betrachten. Immer wieder trafen sich unsere Blicke worauf wir beide direkt weg sahen und ich daraufhin undefinierbare Hitze in mir spürte.
Vor gut einem halben Jahr kam Mister Bennet an meine Schule und erregte nicht nur meine Aufmerksamkeit. Seine schwarzen Locken, die ihm ins Gesicht hingen, sein perfekter Körper, welchen man unter dem weißen Hemd schon erahnen konnte und diese stechend grünen Augen die einen so leicht in ihren Bann ziehen konnten machten mir es nicht gerade einfacher. Natürlich wusste ich das er mein Lehrer war und alles was ich mir so gerne vorstellte, wenn ich allein war, verboten war, doch trotzdem konnte ich in meinen Blick nicht von diesem Mann fernhalten.
Nach einer Weile erzählte ich Carlos von meinen Gefühlen. Als erstens war es für ihn ein größerer Schock, das ich schwul bin, anstatt das ich in meinen LEHRER verliebt war, was vielleicht daran lag das ich sonst nur Frauen datete und das nicht wenig. Aber er akzeptierte mich und das war das Wichtigste.
Ich wand meinen Blick von dem besagten Mann ab und widmete mich wieder der Aufgabe vor mir, bis Carlos mich mit dem Ellbogen anstupste und ein schiefes lächeln aufsetzte, worauf ich direkt weiß das er bemerkt haben musste wie ich MISTER Bennet, unseren LEHRER anstarrte. Mit einem schmunzeln versuchte ich mich wieder der Rechnung in meinem Heft zu widmen.
Ich versuchte mich vergebens auf die Aufgabe zu konzentrieren aber ich musste die ganze Zeit an ihn denken und starrte ihn weiter an, bis ER auf einmal vor meinem und Carlos Tisch stand, sich so hinkniet das wir auf Augenhöhe waren und meinte ,,Jason, du starrst" er musste leicht lachen, in meinen Gedanken spielten sich schon alle möglichen Szenarien ab welche eintreten könnten, wie das er angewidert war und ich Ärger bekam, bevor er weiter sprach ,,Kann ich dir bei der Aufgabe helfen? Du scheinst nicht ganz bei der Sache zu sein, Jason." natürlich war ich nicht bei der Sache, wenn mein heißer Lehrer vor mir stand und dann noch mit mir sprach, allein mit mir.
Ich spürte wie ich knall rot anlief und warf Carlos einen Hilfe suchenden Blick zu, er grinste und meinte dann ,,Ist schon gut Mister Bennet, er hat einfach nur schlecht geschlafen das ist alles." ich brachte als Antwort nur ein stotterndes ,,G-Ge-Genau" raus und schaute sofort wieder auf die Aufgaben. Oh mein Gott war das peinlich, hoffentlich hatte das keiner bemerkt, nicht das mein Ruf darunter noch leiden musste.
Auf einmal legte ER seine Hand auf meine Schulter ,,Seit wann so nervös?" dann drehte er sich um und setzte sich auf den Pult, um die Aufgaben mit den Schülern zu besprechen, ich bekam gar nichts mehr mit, sondern blickte wie hypnotisiert auf meine leeren Heftseiten.
Ich schaute Carlos an, welcher damit zu kämpfen hatte sein lachen zu unterdrücken, was ihm auch absolut nicht gelang.
Die stelle an meiner Schulter, auf der vor wenigen Sekunden noch seine Hand lag, kribbelte immer noch wie verrückt.
1121 Wörter
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Gefährliche Liebe (boyxman) !Abgebrochen!
Teen FictionJason, 17, ist zum ersten Mal richtig verliebt. Das Problem dabei: Es ist sein Lehrer Mister Bennet! Es beginnt eine gefährliche Beziehung welche Jason's Psyche nicht ganz gut tut und auch Jays bester Freund Carlos ist nicht so nett wie alle denken...