Als wir das Haus betraten, war es düster. Wir ließen die Tür hinter uns ins Schloss fallen und gingen durch das Haus. "Wo soll die Kohle sein?", fragte Brandon ungeduldig. "Es sollte irgendwo ne Tür zum Keller geben!", keifte mein Dad. Wir alle suchten nach der Kellertüre, bis wir sie fanden. Brandon öffnete die Tür und wir stiegen in den Keller hinab, ohne irgendwelche Vorahnung, was uns dort erwarten hätte können. Als auch ich die Treppe hinunter stieg und endlich im Keller stand, war dort nichts. Ein paar Spinnen krabbelten von der einen Ecke zur anderen und Staub bedeckte den Boden. "Sollte hier nicht eigentlich Geld sein?", fragte Brandon sichtlich genervt. "Eigentlich ja.", antwortete mein Dad. Ich fühlte mich unwohl, wusste nicht was ich tun sollte. Wären doch bloß Jim und Sherlock da gewesen...
Nach einer langen Diskussion zwischen meinem Dad und Brandon, kletterten wir die Leiter zum Erdgeschoss wieder hinauf. Das Problem war: Es war abgeschlossen. Ich klopfte gegen die Tür, doch nichts tat sich. "Jemand hat die Tür abgeschlossen.", sagte ich zu den anderen. "Wie?", fragte Dad und plötzlich fing ein Lautsprecher an zu knistern. Wir alle zuckten heftig zusammen und suchten den Lautsprecher. Er hing oben in der dunkelsten Ecke des Kellers. "Funktioniert das Ding?", fragte mir eine nur all zu bekannte Stimme. "Ich denke mal ja. Also, Guten Abend Ladies! Da seid ihr ja schön drauf reingefallen!", sagte Jim. Ich starrte erschrocken auf den Lautsprecher. Was war hier los? "Was ist hier los?", brüllte Brandon. "Ihr seid in unsere Falle gelaufen! Der große Alexander Myles, der gerne Leute umbringt um sich an mir zu rächen, steckt in einem Keller fest.", sagte Jim. "Du hast meine Männer getötet und all meine Pläne zerstört!", schrie mein Dad. "Dafür läuft hier alles nach Plan.", sagte Sherlock. Ich war fertig mit der Welt. "Was soll das?", fragte ich empört und ich hörte ein leises kichern aus dem Lautsprecher. "Hast du eigentlich nicht gemerkt, dass hier alles nach Plan lief? Die ganze Zeit?", fragte Jim und ich sah auf den Boden. "Anscheinend nicht.", murmelte Sherlock und die Tür ging auf. Zu unserer Überraschung kamen Jim und Sherlock die Treppe hinunter. "Der Code ist übrigens Fake, der gilt nur für bestimmte Häuser.", erklärte Jim und zeigte auf das Handy meines Vaters. "Was geht hier vor sich?", fragte Brandon sichtlich verwirrt und starrte die beiden Männer wütend an. "Also...", fing Jim an. "Alles fing damit an, dass ich dich, Alexander, auf dieser Gala getroffen habe...dann weißt du ja was passiert ist. Du hast dir mein wohl verdientes Geld genommen und ich habe deine Männer umgebracht, aber du wolltest einfach nicht verschwinden! Dann habe ich erfahren, dass du eine Tochter hast: Ein perfektes Ziel! Wenn ich sie kontrollieren könnte, würde ich automatisch dich kontrollieren, weil du sie nach all den Jahren nie aus den Augen gelassen hast. Also habe ich ihren ehemaligen Chef bestochen sie fertig zu machen, damit sie kündigt. Dann ist sie eigentlich schon in meine Arme gelaufen!", erklärte Jim. "Und als sie dann zu uns in die Bakerstreet gezogen ist, hat sie mein Interesse geweckt.", fügte Sherlock hinzu. "Ich habe gemerkt, dass Sherlock Interesse an Tessa gezeigt hat, also habe ich ihm einen Deal angeboten: Wir beide spielen so lange mit ihr, bis sie uns direkt zu ihrem Vater führt. Dann hole ich mir mein Geld und Sherlock kann den Ruhm ernten, weil er 2 Kriminelle Superhirne und eine Komplizin verhaftet hat.", sagte Jim und grinste. Es war dieses dunkle Grinsen. "Und wie gedenkst du an das Geld zu kommen?", fragte mein Dad und sah Jim prüfend an. "Entweder du gibst es mir freiwillig oder ich werde es mir holen.", sagte Jim. Ich war überfordert mit der Situation.
Von Anfang an war alles, der Umzug nach London, die Morde und vieles mehr, geplant. Ich fühlte mich benutzt, kaltblütig hintergangen und nutzlos. Ich dachte, ich hätte Freunde gefunden oder so ähnlich...
Der laute Streit der Männer holte mich aus meinen Gedanken heraus und schleuderte mich mit voller Kraft in die Realität zurück.
"Du wirst das Geld nicht kriegen, weil es nicht mehr da ist!", sagte mein Vater mit einem aggressiven Unterton. "Milliarden von Pfund einfach weg? Das glaube ich eher weniger. Ergreift sie.", spottete Jim und schnipste mit den Fingern. Männer kamen die Treppe runter und wollten uns gefangen nehmen. Ich ließ sie es tun, ich befand mich in einer Art Schockstarre, während mein Vater und Brandon um ihr Leben kämpften. Eine Massenschlägerei in diesem kleinen, stickigen Keller brach aus. Nach einer Weile hatten die Männer Brandon und Dad ebenfalls ruhig gestellt und hielten sie nun mit sicheren Griffen fest. "Bringt sie hoch, wir bringen die Sache zu Ende, es wird langweilig.", befahl Jim und die Männer schliffen uns die Leiter hinauf. Innerlich war ich weiterhin weggetreten und machtlos. Im Erdgeschoss angekommen schmissen sie uns zu Boden. Ich krümmte mich ein wenig vor Schmerz, dann standen wir langsam auf. Wir standen mit dem Rücken zur Haustür, die Männer vor uns richteten Waffen auf uns und Jim und Sherlock starrten uns an. Ich sah zur Seite und suchte verzweifelt nach einem Ausweg, als Jim anfing zu sprechen. "Wo ist das Geld?", fragte Jim und mein Vater zuckte mit den Schultern. Sherlock stand still da, bewegte sich nicht einen Zentimeter. Die Sache kam mir sehr verdächtig rüber. "Wie du meinst. Erledigt sie.", befahl Jim und die Männer richteten die Waffen auf unsere Köpfe. Für kurze Zeit konnte man Sherlocks Panik sehen, diese verflog aber schnell.
Der erste Schuss ertönte und traf Brandon. Er fiel zu Boden. Ich fing an zu zittern, mein Vater ebenfalls. "Lasst Tessa wenigstens gehen, sie hat hier mit nichts zu tun!", sagte mein Vater und Jim lachte. "Doch hat sie!", antwortete Jim.
Der zweite Schuss fiel und traf meinen Vater in die Brust. Ich fing nun an wirklich stark zu weinen. Ich entnahm seinen Lippen noch ein leises "Ich liebe dich", dann lag auch er reglos auf dem Boden.
"Das beste kommt zum Schluss!", sagte Jim und ich starrte ihn an. Der Mann vor mir war kurz davor abzudrücken, als Sherlock Jim zur Seite stieß und ihm die Waffe aus der Hand schlug. "Was tust du?!", schrie Jim und ging auf Sherlock los. "Lauf!", brüllte Sherlock mir zu und ich sah ihn an. Ich wollte ihn nicht alleine lassen, er hatte mir das Leben gerettet. Aber tief in meinem Inneren wusste ich, dass ich gehen musste. Ich drehte mich um und rannte aus der Haustür, der eine Mann mir dicht auf den Fersen. Er schoss auf mich und traf mich an der Hüfte, dann verschwand ich hinter der nächsten Ecke. Die Schmerzen waren unerträglich, ich konnte kaum laufen. Ich merkte, wie mir allmählich schwindelig wurde und kurze Zeit später kippte ich um.
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Anders (Sherlock Fan Fiction)
Fanfiction"Lieber ein Leben als Engel, oder ein Leben als Teufel?" Die 24 jährige Tessa Rutherford führte ein einseitiges Leben. Sie hatte einen schlechten Job, eine anstrengende Familie und kaum Freunde. Doch als sie eines Tages durch ein Jobangebot nach Lon...
