Ein Zeichen von Hoffnung

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Ahsoka

"Tatooine?", fragte mich Rex ungläubig und auch Kix schaute mich mit großen Augen an. "Ich weiß auch nicht. Aber irgendwas sagt mir, dass wir etwas auf Tatooine finden werden." "Ich vertraue dir! Also los.", entgegnete mir Rex und auch Kix stimmte zu, also setzten wir Kurs auf den Wüstenplaneten, der unter anderem auch Anakins Heimatplanet war. Vielleicht war er der Grund, warum die Macht mich nach Tatooine schickte, vielleicht war es aber auch nur Zufall. Aber seit wir Shilli verlassen hatten, tauchte immer wieder die Wüste Tatooines vor mir auf. Die Macht leitete mich, obwohl ich dem Orden und meinem Glauben den Rücken gekehrt hatte. "Jungs ich geh etwas meditieren, bis wir ankommen.", sagte ich, schaltete den Autopiloten an und verzog mich in das hintere Teil des Schiffes.

Ich setzte mich im Schneidersitz auf den Boden und schloss meine Augen. Dann blendete ich alle störende Geräusche um mich herum aus und konzentriere mich auf meine Gedanken. Wieder tauchte die Wüste Tatooines vor mir auf. Ich versuchte dieses Bild zu halten, mehr zu sehen und tatsächlich sah ich ein weiters Detail. Eine Stadt. Mos Eisley. Aber da war noch mehr. Ein Mann mit Umhang, eine Farm. Die Bilder blitzten nur kurz vor mir auf und verschwanden genauso schnell, wie sie gekommen waren, weshalb ich nichts genaueres erkennen konnte. Tatooine verschwand vor meinem Geistlichen Auge und ein zweiter Planet tauchte vor mir auf. Alderaan. Was haben Tatooine und Alderaan gemeinsam? Was will mir die Macht damit sagen? Ich wollte mich weiter darauf konzentrieren, doch plötzlich wurde alles schwarz und ich hörte Stimmen, gefolgt von dem Schreien eines Kindes. Dann spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner Brust, riss die Augen auf und schrie vor Schmerzen.

"Ahsoka was ist los?" Rex kam in das Zimmer gerannt und nahm mich direkt in den Arm. Er musterte mich besorgt, doch ich beruhigte ihn schnell. "Mir geht es gut. Ich hatte gerade nur ein Stechen in meiner Brust, so als hätte mich jemand mit einem Schwert durchbohrt. Aber jetzt ist alles wie vorher." "Hat es etwas mit der Meditation zu tun? Hast du etwas gesehen? Will dir jemand etwas antun?", fragte er besorgt und tastate mich ab, als wäre ich schon verwundet. "Nein. Ich war es auch nicht, die Schmerzen empfunden hatte. Es war jemand anders. Ich habe die Schmerzen einer anderen Person gespürt. Und da waren noch diese Babyschreie. Aber vielleicht finden wir in Mos Eisley die Antwort auf diese misteriose Vision." "Mos Eisley?" "Ja. Ich sah Mos Eisley. Dort werden wir finden, was wir suchen." "Das trifft sich gut, in Mos Eisley können wir auftanken. Der Tank ist so gut wie leer." Kix hatte sich zu uns gesellt und musterte belustigt das seltsame Bild was sich ihm bot. Ich saß immer noch auf dem Boden und Rex hing über mich gebeugt und hatte seine Arme um mich gelegt, fast so als wäre ich seine Beute, die es galt zu beschützen. Ich löste mich aus Rex nennen wir es mal Umarmung und stand auf. Als ich das Cockpit erreichte, verließen wir gerade den Hyperraum und Tatooine erstreckte sich vor uns. Aus dem Weltraum brachtet schien dieser Planet friedlich und verlassen zu sein, doch der Schein trübte. Auf diesem Staubball tummelte sich der größte Abschaum, die schwersten Verbrecher und hinterlistigsten Kreaturen der Galaxis und wir nahmen gerade Kurs auf das Zentrum dieses Verbrechernestes.

Wir landeten in einer uns zugeordneten Landebucht, warfen uns alle einen Umhang über, um möglichst unerkannt zu bleiben und steigen aus dem Shuttle. Die heiße Luft wirkte erdrückend und der Sand, welcher durch unsere Landung aufgewirbelt wurde legte sich auf meine Haut nieder. "Nach wem oder was suchen wir jetzt eigentlich?", fragte Kix, als wir von der Landebucht in die Straßen von Mos Eisley traten. "Ich weiß es nicht aber ich werde es wissen, wenn ich es sehe.", sagte ich schulterzuckend und wollte weiterlaufen, doch Rex hielt mich zurück. "Wir werden beobachtet." Er deutete unauffällig in eine Richtung und tatsächlich beobachten uns einige Sturmtruppen skeptisch. Wir waren aber auch zu auffällig. "Kix, du solltest besser beim Schiff bleiben. Kann sein, dass wir später schnell verschwinden müssen." Kix nickte und wollte schon wieder gehen, als ich ihm nich etwas reichte. Er schaute mich fragend an und ich sagte lachend: "Du meintest doch, wir müssen tanken. Das sollte reichen." "Stimmt danke. Schon unterwegs." Er verabschiedete sich von Rex und mir und ging zum Schiff zurück. Rex und ich liefen weiter die Straße entlang und als wir die beiden Sturmtruppler passiert hatten, spürte ich, dass sie uns verfolgten. Ich griff nach Rex an und deute ihm an mir einfach zu folgen und zog ihn in eine kleine Gasse. Dort drückte ich Rex an eine Wand und küsste ihn stürmisch, bis die Sturmtruppe uns sah. Dann löste ich mich wieder von Rex, welcher mich verwundert anschaute. "Ist etwas Officer?", fragte ich und tat auf besonders unschuldig und der Soldat schien sichtlich verwirrt zu sein. "Äh nein. Alles gut, weitermachen?!", sagte er und machte kehrt. Als die Sturmtruppe weit genug weg war, verließen wir wieder die Gasse und setzten unseren Weg fort. "Woher wusstest du, dass das funktioniert und er uns nicht kontrolliert?", fragte mich Rex irgendwann und ich entgegnete nur "Weibliche Intuition.", konnte mir aber ein Grinsen nicht verkneifen.

Die Straße führte zu einer Cantina, wo an der Tür ein großes Schild hing mit der Aufschrift 'Droiden werden hier nicht bedient.'. Wir betraten die Bar und ein Geruchswolke von Alkohol und Schweiß strömte uns entgegen. Ich schaute mich um. Überall saßen Kreaturen aus der ganzen Galaxis, tranken, lachten und redeten lautstark. In einer Ecke machten zwei miteinander rum, in einer anderen Ecke prügelten sich zwei.

Aber eine Person fiel mir besonders auf. Ein Mann mit Mantel saß mit dem Rücken zu mir und Rex an der Bar und irgendwas kam mir an ihm bekannt vor. Da war eine gewisse Vertrautheit, etwas heimisches. Diese Person musste der Grund sein, weshalb die Macht mich hergebracht hatte. Ich machte einige Schritte auf den Mann zu und spürte, dass er mich ebenfalls bemerkt hatte. Ich stand nun direkt neben dem Mann und schaute zu ihm, doch der Umhang verschleierte sein Gesicht.

Ich wollte gerade etwas sagen, als der Mann zu mir hochschaute und ich erkannte, um wen es sich handelte. Mir stockte der Atem. Ich brachte keinen Ton mehr heraus, starrte ihn nur ungläubig an, ihm schien es ähnlich zu gehen. Dann rollte eine Träne über meine Wange. Er hatte tatsächlich überlebt. Es ging ihm gut. Ich sah mit meinen eignen Augen, dass er lebte. Obi-Wan war am Leben. 
Ich hatte gerade meine Stimme wiedergefunden und wollte etwas sagen, als mir Obi-Wan ein Zeichen gab, leise zu sein und ihm zu folgen. Es war eines der Zeichen, welche wir während des Krieges entwickelt hatten, um auch bei lauten Krach kommunizieren zu können. Ich nickte leicht, schaute zu Rex, deutete ihm, uns zu folgen und folgte dann selbst Obi-Wan durch den Hintereingang raus aus der Bar.
Als ich mir sicher war, dass niemand in der Nähe war, fiel ich ihm um den Hals und flüsterte kaum hörbar: "Ich bin so froh, dass Ihr noch lebt." Der Jedi-Meister erwiderte meine Umarmung leicht, ließ mich aber schnell wieder los und schaute mich an, als wollte er überprüfen ob ich es wirklich war oder er Warnvorstellungen hatte. "Ahsoka du bist es wirklich. Ich bin auch sehr froh, dich am Leben zu wissen." Dann schaute er zu Rex und seine Mine verfinsterte sich. "Es ist alles ok. Er gehört zu mir.", versicherte ich ihm und Obi-Wan entspannte sich wieder. "Es ist viel passiert, seit unserer letzten Begegnung. Kommt mit. Ich weiß wo wir ungestört reden können."

Hello there! Wie versprochen geht es auch hier weiter und ich hoffe euch gefällt das Kapitel :)

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⏰ Letzte Aktualisierung: Jun 16, 2020 ⏰

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