*Blooms pos.*
,,Bitte was?! Ich will hier sofort weg!" Er verdreht genervt seine Augen. ,,Es gibt kein anderes freies Zimmer, außerdem kann ich dich nur hier beschützen." ,,Erstens muss du mich ganz bestimmt nicht beschützen und zweitens gehe ich lieber wieder in den Kerker, als eine Sekunde länger hier zu liegen!" ,,Bloom, du bleibst hier und Ende der Diskussion." ,,Das hättest du wohl gerne. Seit wann höre ich auf dich? Die Diskussion fängt jetzt erst richtig an!" ,,Dann versuch doch aufzustehen!" Na schön er hat es so gewollt.
Ich bewege meine müden Glieder und versuche die Schmerzen zu überspielen. Ich kämpfe mich langsam aus dem Bett. Valtor lässt mich nicht aus den Augen. Das muss ihm doch einfach nur gefallen. Dieser elendiger Mistkerl, wie ich ihn doch verachte. Mit zittrigen Beinen stehe ich nun vor ihm. Doch jede Spur von Spott ist aus seinen Augen verschwunden. Spott wurde durch Bewunderung ersetzt. ,,Na da staunst du!" ,,Ich habe dich unterschätz, aber glaub mir, dass passiert mir nicht nochmal, denn so langsam kenne ich dich und weiß alles über dich." ,,Du weißt rein gar nichts über mich!" Sein bescheuertes Grinsen schleicht sich wieder auf seine Lippen. Übermütig wie ich bin, obwohl es mich schon genug Kraft kostet zu stehen, trete ich einen Schritt näher an ihn. ,,Du weißt nichts!" sage ich nun, ich bin im Rausch der Trauer und der Wut. Ich hebe meine Fäuste und gehe weiter auf ihn zu, doch mein Körper macht nicht mehr mit. Meine Beine klappen einfach weg und ich wäre gefallen, gefallen, wenn er mich nicht ergriffen hätte.
Behutsam legt er mich ins Bett und betrachtet mich. Ich schaue weg. ,,Dann erklär mir doch, was ich nicht weiß." ,,Warum sollte ich? Damit du dich noch mehr totlachen kannst? Vergiss es!" ,,Nein, weil ich dich verstehen möchte!" Nun blicke ich ihm doch wieder in seine Augen.
-drei Tage später-
Besser geht es mir nicht wirklich, aber ich entspanne mich etwas mehr, als vor drei Tagen. Valtor kümmert sich wirklich um mich und wenn ich vergessen würde, wer er ist, würde ich ihn sehr mögen. Aber ich vergesse nicht WER er ist!
Es ist spät abends und er kommt wieder einmal mit einer Schüssel Suppe und einem Früchtetee. Wenigstens kann ich mittlerweile wieder alleine essen. Und so absurd es klingt, ich vergesse nicht wer er ist, aber ich genieße die Zeit mit ihm. Er erzählt mir von Legenden rund um die magische Dimension. Am Anfang hatte ich Angst ihn zu fragen, da ich dachte, er würde wieder lachen und ich würde ihn nerven, aber nein, es scheint ihm selber zu gefallen, Naja, wenn man nur die Trix als Gefährten hat, die nur Macht wollen, aber kein Wissen haben und erfahren wollen, ist das schon verständlich, glaube ich. Ich hätte nie gedacht, dass er so nett sein kann. Natürlich bin ich noch seine Gefangene, doch das lässt er mich im Moment nur selten spüren. Er ist sehr fürsorglich und will mir helfen.
Nach der Suppe nippe ich an meinem Tee. Er sitz neben mir auf dem Stuhl, sowie die gesamte Zeit zuvor. Es tut mir sogar fast schon leid, dass er wegen mir, nicht in seinem Bett liegen kann. Aber er wollte es ja so. ,,Weißt du, du bist deinen Eltern wirklich sehr ähnlich." Und wie immer macht mich dieses Thema sehr traurig, denn scheinbar kennt jeder meine Eltern, alle außer ich. Und das gerade er das sagen muss. Obwohl es mal nett gemeint war. ,,Tut mir leid, gerade ich sollte über dieses Thema schweigen, es kam einfach von meiner Zunge." ,,I-ist schon in Ordnung. Kannst du mir etwas über sie erzählen?" ,,Aber wieso, du weißt doch alles." ,,Nein, ich weiß so ziemlich gar nichts. Über alles werden Geheimnisse gemacht. Keinen interessiert es in dieser Hinsicht, wie es mir damit geht, alle sagen nur, es wäre besser so, denn ich werde alles erfahren, alles aber zu seiner Zeit, aber ich will keine Geheimnisse mehr haben, ich will endlich alles wissen, alles über sie, über mich." Erstaunt sehen seine eisblauen Augen in meine saphirblauen Augen. Ich erkenne ein kleines Funkeln, dich so schnell wie es gekommen ist, verschwindet es auch wieder. ,,Was willst du denn wissen?" ,,Wie bin ich ihnen ähnlich?" ,,Das Aussehen hast du eindeutig von deiner Mutter, sie hatte auch rotes, wildes Haar. Der Charakter ist ein Mischmasch zwischen deinem Vater und deiner Mutter. Dein Kampfgeist kommt allerdings mehr von deinem Vater, der konnte auch nie aufgeben. Dein Verstand, den hast du von deiner Mutter. Deine Weisheit vom großen Drachen. Deine Eltern waren ausgezeichnete Kämpfer. Bis zum Schluss haben sie immer gekämpft. Sie waren immer die ersten und die letzten auf dem Schlachtfeld. Aber du, auch wenn du ihnen sehr ähnlich bist und man sie in dir erkennt, bist du dennoch teilweise anders, einfach vom großen Drachen geleitet. Dein Haar ist feuerrot, deine Augen strahlen wie der Himmel, wie der Ozean, sie zeigen das Leben. Dein Haar die Wärme. Deine Weisheit, dein Kampfgeist du bist wirklich erstaunlich. So eine Fee wie dich habe ich wirklich noch nie gesehen. Du bist stark, stolz und beeindruckend. Aber eines muss ich sagen, das Talent sich in Schwierigkeiten zu bringen, dass hast du von deinem Vater."
*Valtors pos.*
Bei jedem Satz sehe ich ein immer größer werdenes Funkeln in ihren Augen. Sie sieht glücklich aus und dennoch sammeln sich Tränen in ihren Augen. ,,Danke!" flüstert sie. Sie wirkt plötzlich so ruhig, als ob sie nicht gefangen wäre und das Danke, es war ernst gemeint, sie meinte es ernst. Sie ist MIR wirklich dankbar, obwohl ich ihr so vieles angetan habe, aber in dem Punkt ist sie wie ihre Mutter. Sie ist wirklich erstaunlich. ,,Hast du deine Eltern eigentlich mal richtig gesehen, oder auch Daphne?" Langsam schüttelt sie ihren Kopf und ihre Tränen werden bitterlich. ,,Ich habe sie nur in Träumen verschwommen gesehen."
*Blooms pos.*
Er kommt mir näher und tupft vorsichtig mit seinen behandschuten Fingern meine Tränen weg. ,,Das ist kein Grund zum Weinen." Ein Licht erscheint und ich sehe meine Familie. Wieder weine ich, nur diesmal vor Freude. Ein weiteres Bild erscheint mit mir. ,,Da warst du drei Monate alt." ,,Also war das kurz vor dem Untergang." Er schaut zu Boden. ,,Kannst du mir etwas von Domino erzählen?" ,,Natürlich."
Und so reden wir die ganze Nacht über Domino und er erzählt mir Legenden und Geschichten.
Langsam kommt doch mal Feuer ins Spiel, oder? Aber ich wäre nicht ich, wenn nicht nich viel Drama folgen würde, also freut euch nicht zu früh, denn auch wenn es so aussieht, wird es nicht leicht werden.
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After the fight
FanfictionBloom ist spurlos verschwunden und der Kampf gegen Valtor verloren. Bloom war und ist die letzte Hoffnung ihn zu vernichten, doch wo ist sie? Die magische Dimension ist seit Valtors Sieg nicht mehr das Selbe. Wie wird es wohl ausgehen? Diese Story...
