*Valtors pos.*
Es ist schon einen Tag her. Ihre Körpertemperatur ist wieder im besseren Zustand, etwas braucht sie noch, bis sie wieder komplett normal sein wird, dennoch ist dies schon mal besser. Doch sie ist immer noch nicht aufgewacht, kein Wunder, schließlich ist ihre Lebensenergie fast komplett aufgebraucht gewesen. Doch so bin ich guter Dinge, denn sie hat wieder zugenommen, doch es ist immer noch zu wenig, ihre Energie muss wieder nachwachsen, zunehmen. Trotzdem mache ich mir Sorgen und ja auch irgendwie Vorwürfe, hätte ich sie nicht wieder einsperren lassen, dann wäre das nicht passiert, aber dennoch sie ist selber Schuld. Was mir noch Sorgen macht, ist ihr Fieber, ja sie ist unterkühlt und hat gleichzeitig Fieber und das ist gar nicht gut. Ihre Wunden und Verletzungen habe ich wieder versorgt. Vielleicht können wir ja nochmal miteinander reden, wenn sie mit sich reden lässt. Es wird bestimmt nicht leicht, aber ich habe Geduld und werde das Eis schon wieder brechen können. Bevor der Streit war, da war alles so leicht und so schön, ich habe es zugeben ermäße genossen, sie in meiner Nähe zu haben, mit ihr zu reden, wie ihre Augen immer geleuchtet haben, das hat mich so umgehauen und dann, dann kam es zum Knall und jetzt wird sie mich mehr denn je hassen.
Ich weiß auch gar nicht genau warum, aber irgendwie will ich nicht, dass sie mich hasst, auch wenn ich sie vollkommen verstehen kann, aber dennoch.
Wieder wandert mein Blick zu ihr, wie sie dort so liegt, schwach und dennoch stark, sie strömt eine Stärke aus, es ist unglaublich und dann ihr Haar, wie es ihre Persönlichkeit komplett wiederspiegelt und ihre Augen, sie sind wirklich der Schlüssel zu ihrer Seele, sie verzaubern mich jeden Mal. Jede Emotion, jedes Gefühl ist von ihnen abzulesen, sie geben einen Blick auf ihr Herz. Wut und Freude, Glück und Hass, Liebe und Verzweiflung, jede Emotion, jedes Gefühl kann man klar erkennen.
Ein Lächeln bildet sich auf meinen Lippen. Ich hoffe, sie wird schnell wieder gesund, denn sie so zerbrechlich zu sehen, das kann und will ich nicht.
Plötzlich bewegt sie sich. Ob sie jetzt endlich aufwachen wird? Ich gehe näher zu ihr ran, betrachte sie genau, lasse sie nicht aus den Augen und tatsächlich, regt sie sich etwas, bis ihre Lieder zu flattern beginnen und ihre großen Augen langsam aufgehen. Doch mich erwartet kein strahlendes Blau, eher ein trübes, gebrochenes. Es versetzt mir einen Stich. Nun sind ihre Augen komplett aufgeschlagen. Sie sieht mich direkt an, doch es kommt keine Reaktion, ich hätte mit allem gerechnet, doch niemals damit, dass sie nichts tun wird. Ihre Augen, sie starrt mich an und der Hass ist klar und deutlich zu erkennen. Doch sonst nichts, sie starrt mich nur an, mehr nicht.
Minuten verstreifen, Minuten in denen ich ihrem leeren Blick ausgesetzt bin. ,,Wie geht es dir?" frage ich vorsichtig. Doch keine Reaktion, nichts, nur ihre Augen. ,,Bloom? Hörst du mich?" versuche ich es nochmal, nur um eine Reaktion zu erhalten, doch sie denkt gar nicht daran, stattdessen sieht sie mich nur an, kein Gesichtsausdruck, kalte, leere, gebrochene Augen. Sie soll schreien, weinen, kämpfen, egal was, aber sie soll was machen und nicht nur da liegen. ,,Dein Fieber ist immer noch nicht besser, ich werde dir mal einen Tee machen und eine Suppe, du musst essen." Doch wieder nichts.
So drehe ich mich weg und bereite ihr einen Tee und eine Suppe. Ich gehe damit zu ihr, setze mich neben sie, erst liegt ihr Blick wieder auf mir, doch dann, dann wendet sie sich von mir ab, dreht ihren Kopf weg. ,,Bloom, bitte trink den Tee und iss die Suppe." Doch wieder nichts.
*Blooms pos.*
Ja ich rede kein Wort mehr mit ihm, was denkt er sich, wer er ist? Als ob ich mit dem nochmal rede, mit dem Mörder, Mörder meiner Familie und meiner Freunde. Ich hasse ich, doch noch schlimmer, ich hasse mich mehr als ihn, denn ich habe sie nicht beschützt, ich habe versagt, verloren, ich bin gescheitert. Ich ertrage es nicht mehr. Ich will nicht mehr. Und ich werde bestimmt nicht auf heile Welt machen, nur weil er es so will. Wie konnte ich nur so dämlich sein und denken, er wäre anders, wie konnte ich ihn nur mögen?
Immer noch sitzt er neben mir mit dem Tee und der Suppe. ,,Bloom, bitte trink den Tee und iss die Suppe." Doch ich sage wieder nichts. Er stellt die Sachen ab und betrachtet mich weiter. Ich bleibe abgewandt von ihm. ,,Willst du jetzt Hungerstreiken?" Ich reagiere nicht. ,,Man Bloom, jetzt sag doch mal was! Schrei mich an, greif mich an, aber mach was!!!" Was erlaubt er sich! Ich drehe mich zu ihm und schaue ihn mit einem Todesblick an. ,,Bitte Bloom!" Er will sich mir nähern, doch jetzt reicht es mir und ich setze mich auf. Er betrachtet mich. Es ist mir egal ob ich Schmerzen habe, oder nicht, jetzt zählt nur dieser Moment. ,,Bloom, lass uns doch vernünftig reden, wir sind doch keine Kinder mehr." Ich beginne zu lachen, ein verbittertes Lachen, er erschreckt leicht. ,,Reden...so wie du es mit meinen Eltern getan hast? Wie du es mit den Winx getan hast? Vergiss es! Ich hasse dich, es gibt nichts zu bereden, wir werden immer Feinde bleiben und jetzt lass mich in Ruhe, oder ich verpasse dir eine!" sage ich und wende mich wieder von ihm ab. ,,Bitte iss wenigstens die Suppe und trink den Tee." bittet er, doch ich ignoriere ihn wieder total. ,,Soll das jetzt so weitergehen?" fragt er. ,,Es geht gar nicht weiter, die Geschichte ist hier am Ende!" sage ich verbittert und mit Traurigkeit und dennoch mit einer eisernen Entschlossenheit.
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After the fight
Fiksi PenggemarBloom ist spurlos verschwunden und der Kampf gegen Valtor verloren. Bloom war und ist die letzte Hoffnung ihn zu vernichten, doch wo ist sie? Die magische Dimension ist seit Valtors Sieg nicht mehr das Selbe. Wie wird es wohl ausgehen? Diese Story...
