Eher würde ich sterben

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Ich und Ronan gingen durch die Straßen von Miami. Da es Nacht war, waren die Straßenlaternen das einzige, was die Umgebung erhellte und die Gebäude warfen lange Schatten.

In den Seitenstrassen hörte man das Rascheln von Ratten, die den Müll durchstöberten. Doch das alles nahm ich nur nebenbei wahr.

Meinen Blick hielt ich in den Himmel gerichtet, auf den Sichelförmigen Mond der eiskaltes Licht auf die Erde hinabwarf.

Ronan, der neben mir lief, hielt seinen Blick gesenkt.

Die letzten Monate waren der reinste Wahsinn gewesen. Immer wieder hatten wir den Standort wechseln müssen, immer wieder waren wir auf der Flucht gewesen.

Allein in den letzten 14 Tagen hatte ich drei falsche Identitäten besessen.

Eines war klar; die Ruhe vor dem Sturm war nun endgültig vorbei.

Es gab Leute, die jeden unserer Schritte verfolgten. Und sie waren verdammt nah daran, uns zu finden.

Keine Ahnung ob sie von Ronan wussten. Aber für mich stand seit langem eines fest;

Eher würde ich sterben, als mich wieder in Gefangenschaft zu begeben!

Das dachte ich zumindest.

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