2.

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Wie hatte ich mir den Tod vorgestellt? Leise? Laut? Schmerzhaft? Erleichternd?

Doch da war nichts. Schwärze überall. Keine Bilder keine Töne keine Gerüche keine Berührungen. Nichts wahrnehmbares und doch konnte ich über alles nachdenken. Und ich wurde ungeduldig. Doch konnte man nach dem Tod ungeduldig sein? Wenn das Tot sein ewig war, wie konnte man das dann ertragen?

Plötzlich leuchtete ein grelles Licht auf. Es war wie eine Art Öffnung. Ich hörte eine Stimme hinter dieser Öffnung. Konnte den Wind spüren, der hinter dem Licht wehte. Dort wollte ich hin. Mit aller Kraft die man so aufbringen kann, wenn man das Gefühl hat keinen Körper zu haben, wollte ich in Richtung dieser Öffnung. Und tatsächlich wurde die Öffnung immer größer, das heulen des Windes immer lauter und Bald konnte ich verstehen, was die Stimme sagte :
"Du dachtest wircklich, du wärst die einzige?"

WillpowerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt