Songempfehlung:
My Tears Are Becoming a Sea - M83
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Neugierig trat ich hinter Hobi in das Haus. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, also sah ich mich einfach in alle Richtungen um.
Wir befanden uns in einem etwas größeren Flur als bei mir zuhause. An der rechten Wand stand ein großer Schrank. Daneben führte eine Treppe ins nächste Stockwerk. Direkt gegenüber vom Eingang führte der Flur in ein großes Wohnzimmer mit Fensterfront, durch welche ich von hier schon den Garten erkennen konnte.
„Hobi", stutzte ich mehr als verwirrt. „Wohnst du hier alleine?"
Zur Antwort bekam ich ein Nicken. „Komm ich zeig dir alles", lächelte er und führte mich in eine Küche. Schnell begriff ich, dass dieses Haus schon eine gute Zeit lang existieren musste.
Immer wieder gab es Hinweise auf alte Bauweisen und abgenutzte Materialen. Doch genauso war deutlich zu erkennen, dass es bereits einige Renovierungen gegeben haben musste.
Das ganze bildete ein interessantes Spiel aus neu und alt und ließ dieses Innenausstattung beinah ein wenig ulkig aussehen.
Als wir ins Wohnzimmer kamen erblickte ich sofort den riesigen Fernseher an der Wand. Wenn Hobi meine ganzen Lieblingsfilme auf diesem Bildschirm gesehen hatte, dann war es kein Wunder, dass er sie so aufmerksam verfolgt hatte. Auf diesem Teil musste selbst Biene Maya wie das Spektakel des Jahrhunderts wirken.
Mein Blick fiel auf die unzähligen Spielkonsolen in der Kommode unter dem TV. Bei allen handelte es sich um die neusten Modelle. Ganz anders als meine Playstation, die ich nun schon seit Jahren benutzte.
Das seltsame war, dass all das so nagelneu und teuer wirkte, doch so Möbel wie irgendwelche Schränke wirkten geradezu veraltet. Wie passte dieser durchmixte Möbelstil zusammen?
„Lass uns nach oben gehen", murmelte Hobi, „dann zeig ich dir das Zimmer, von dem ich gesprochen habe."
Ich folgte ihm schweigend. Die Stimmung zwischen uns wirkte so schwer. Der Rothaarige schien geradezu angespannt dabei, mir all das hier zu zeigen. Ich fragte mich, ob es dabei um das Haus an sich ging oder um die Tatsache, dass er mir anbot, hier zu wohnen.
Oben kamen wir in einen etwas kleineren Flur mit drei Türen. An einer Stelle sah es so aus, als hätte sich dort mal eine vierte Tür befunden, doch diese wurde zugemauert.
„Das ist es", verkündete Hoseok und führte mich in einen leeren Raum.
„Gelb", rief ich überrascht, als ich die Wandfarbe bemerkte. „Meine Lieblingsfarbe!"
„Und die meiner Schwester", schmunzelte Hobi. Verwirrt sah ich ihn an.
„War das hier mal ihr Zimmer?", fragte ich vorsichtig, während sich ein seltsames Gefühl in mir bemerkbar machte. Hoseok nickte.
Wieso wohnte er in diesem Haus dann jetzt alleine?
„Vom Fenster aus, hast du einen tollen Blick auf den Garten", erklärte der Rothaarige und lief über das warme Packet zu dem breiten, weiß gerahmten Fenster.
Ich betrachtete seine Silhouette davor einen Augenblick. Dann lief ich zu ihm.
„Stimmt", flüsterte ich, als ich die große Rasenfläche und die Bäume darum erblickte. „Das hier ist ein wirklich schönes Grundstück."
„Deswegen konnte ich es auch einfach nicht verkaufen", verkündete Hobi und drehte sich wieder zum leeren Raum um. „Das Zimmer ist auf jeden Fall groß genug für alle deine Sachen und du kannst es ganz individuell umgestalten, wenn du möchtest."
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☼ 𝐋𝐢𝐭𝐭𝐥𝐞 𝐁𝐫𝐞𝐚𝐤 | ʲⁱʰᵒᵖᵉ
FanfictionAls die zweite Aushilfskraft des Kinos Crestmond ausfällt, muss der 19 Jährige Jimin doppelt so doll schuften. Die späten Abendstunden werden ihm jedoch durch einen gut aussehenden Gast versüßt, der ihn jeden Abend um seine Film-Empfehlung bittet. B...
