Kol
Mir war klar dass das nicht die beste Möglichkeit war, aber anscheinend war es die einzige. Freiwillig würde sie ihre Gefühle sowieso nicht anmachen. Ich nahm ihre Hände und sah in ihre Augen die mich leicht zweifelnd ansahen. ,,Ganz ruhig Darling. Du entspannst dich jetzt erstmal." sagte ich zu ihr und sie beruhigte sich langsam wieder. Schritt eins wäre geschafft. ,,Okay, jetzt denk an deine schlimmste Erinnerung und durchlebe sie noch einmal. Spüre den Schmerz, die Wut, die Angst, den Hass oder was auch immer. Aber spüre es!" Sie schloss ihre Augen und ich umfasste ihre Hände noch stärker da sie langsam anfing zu zittern.
Ich war am überlegen welche Erinnerung sie wohl durchlebte. Ihren Tod 1864, die Wahrheit über ihren Bruder? Wahrscheinlich würde sie es mir sowieso gleich erzählen. Sie war immer noch abwesend und dass war schon komisch. Sollte das nicht kürzer sein? Also wenn ich an ihrer Stelle wäre würde ich wohl meine erste Erdolchung nehmen. Sie war damals echt schmerzhaft gewesen. Ich musste mitansehen wie meine Geschwister (bis auf Nik) nacheinander getötet wurden und dann auch noch ich. Der Schmerz war schlimm gewesen. Doch was noch schlimmer war, Nik hatte uns nicht befreit! Er hatte uns immer nur befreit wenn er Lust hatte. Und dass würde ich ihm nie verzeihen, aber er war immer noch mein Bruder. Und daran würde sich niemals etwas ändern.
Ich war völlig in Gedanken versunken, so dass ich gar nicht bemerkte wie Talia mich anstarrte. Sie war wieder sie selbst. Das sah man an ihren Augen, die voller Leben und Emotionen steckten. Ohne etwas zu sagen umarmte sie mich plötzlich und ich drückte sie noch mehr an mich. Ich würde sie nie wieder verlassen. Nie wieder!
Talia
Nachdem ich mich umgezogen hatte ging ich zurück ins Zimmer wo Kol schon auf mich wartete. ,,Bist du bereit alle wieder zu sehen?" fragte er und nahm meine Hand. ,,Ja." lächelte ich. Es tat gut Kol wiederzuhaben. ,,Okay. Dann mal los." Wir verließen das Haus und stiegen in Kols Auto ein.
,,An was hast du eigentlich gedacht?" fragte er während der Fahrt. ,,An den Tag wo ihr mich vergessen habt. Es war schlimm zu wissen dass ich niemanden von euch je wieder sehen würde. Als ich in New Orleans ankam, traf ich zuerst ein paar Vampire die mich zu Marcel brachten. Er nahm mich bei sich auf. Ich war wie eine Schwester oder Tochter für ihn. Er und Davina halfen mir weiterzuleben. Ohne sie, wäre ich wahrscheinlich untergegangen." ,,Es tut mir leid." sagte er traurig. ,,Muss es nicht. Es war ja nicht deine Schuld." Sondern die meines Bruders, dachte ich. Aber ich sprach es nicht aus.
Kol hielt beim Salvatore Anwesen an und wir stiegen aus. Er öffnete mir die Tür und ich ging direkt ins Wohnzimmer wo alle versammelt waren. Stefan stand sofort auf und umarmte mich. Ich erwiderte die Umarmung glücklich. Wir lösten uns von einander und Elena kam zu mir. Stefan entfernte sich von uns und wir zwei sahen uns an. ,,Wir wissen beide dass er es verdient hat." sagte ich schließlich. ,,Kann sein." sie umarmte mich.
Nachdem ich alle umarmt hatte und mit ihnen geredet hatte war es schon sieben Uhr früh. Wir alle fühlten uns jedoch putzmunter bis mir plötzlich noch etwas einfiel. Ich musste mich ja noch mit jemanden treffen. Ich ging ins Bad und holte Damons Handy heraus.
Komm in einer Stunde zur Salvatore Gruft! Schrieb ich und ging zurück zu den anderen. Ich setzte mich wieder dazu und hörte den anderen zu. Sie sprachen gerade über Leichen und so weiter. Halt über alles. Ich verstand zwar nicht worum es ging, hörte trotzdem zu.
Schließlich stand ich auf und nahm mir eine Streichholzschachtel. ,,Ich treffe mich noch mit jemanden. Alleine." sagte ich und verließ das Haus.
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The little Salvatore Sister (Kol Mikaelson FF)
VampiroTalia ist die dritte der drei Salvatores, doch sie wurde kurz nach ihrer Verwandlung von ihren Brüdern gepfählt und liegt nun in einem Sarg in der Gruft. Die zwei hatten ihre Identität nie erwähnt doch eines Tages öffnet Bonnie den Sarg in der Hoffn...
