Erfolgreiche Mission - Part 2.

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***

Ein Stechender Schmerz durchzog meinen Schädel, als ich langsam wieder zu mir kam. Ich fasste mir an den Kopf, und öffnete langsam meine Augen. Ein mattes Licht schien von einer einzelnen Lampe aus der Ecke vom Raum. Welcher, meiner Meinung nach, der ungemütlichste raum auf der ganzen Welt sein müsste: Überall waren Spritzen, Schläuche, Skalpelle oder anderes so Zeugs. Mit Mühe schaffte ich es mich aufzusetzen und sogar meine Beine über den Rand der Liege zu hängen. Dabei fiel mir auf das ich nichts außer eine weißen Robe trage. Sowas wie ein Kittel aus dem Krankenhaus, aber irgendwie eleganter. Ich rutschte von der Liege und stellte mich auf meine nackten Füße. 

Als ich aus dem Raum trat, war es ruhig. Also Verhältnismäßig war es für einen Haushalt mit 8 Kindern wirklich zu ruhig. Ich ging die Flure entlang, und stand nun im Zentrum des Hauses. 

"Hallo?" Keine Antwort.

"Ist jemand da?" Wieder keine Antwort. 

"Wo sind denn alle?" murmelte ich und wollte gerade ins Wohnzimmer gehen, als ich hinter mir eine bekannt stimme hörte. 

"Ihre Geschwister sind auf einer Mission, Miss Y/n." Ich drehte mich um und erkannte Pogo, welcher in seiner üblichen Haltung da stand. Verstehend nickte ich. 

"Was-"

"Wie ich sehe sehe sind Sie wieder wohlauf. Sie wollen sicher wissen was nach dem Einsturz der Bank passierte, nicht war?" Ich nickte leicht. Man, wie kann er immer wissen was ich sagen will. Irgendwie schon gruselig. 

"Nach dem Einsturz wurden alle Verletzten in ein nahegelegtes Krankenhaus befördert. Sie haben das Kind gerettet, nicht war? Sie ist wohlauf."  Erleichtert nickte ich. Es war gut zu hören dass es den Leuten gut ging. 

"Aber Sie wurden unter den Trümmern vergraben. Ihr Bruder - Luther - hat Sie ausgegraben. Sie haben nur schwer geatmet, haben es aber überlebt. Viele Ihrer Knochen waren gebrochen oder geprellt. Wie Sie sehen, ist alles wieder verheilt." erklärte er mir.

"Wie.. Wie lange war ich weg?" Er zögerte kurz.

"9 Monate, Miss." 

"9-" Mir wurde Schlecht. Ich war 9 Monate im Koma...

"Ihre Geschwister hat es sehr mitgezogen. Besonders Mister Fünf. Er hat sich Monatelang die Schuld daran gegeben, nur selten gegessen oder geschlafen." Als ich dass hörte wich mir die Farbe aus dem Gesicht. Ich schwankte ins Wohnzimmer und sank auf die Couch.

"Ich.. War es wirklich so schlimm?" Er antwortete nicht. 

"Miss Y/n. Ich bin sicher Ihre Geschwister werden bald von ihrer Mission wieder kommen. Sie wollen sich dann doch sicher was gescheites anziehen." sagte Pogo plötzlich. Ich sah zu ihm rüber und nickte. Ja, und eine Dusche sollte ich auch mal wieder nehmen. 

Daraufhin ging ich die Treppen hoch, in mein Zimmer, welches Sauber und unangerührt wirkt. Ich nahm mir meine Uniform und ging dann ins Badezimmer. Ich nahm eine lange und heiße Dusche. Und, Gott, fühlte das ich gut an. Danach putzte ich mir meine Zähne und zog mir meine Uniform an. Gerade als ich versuchte meine Haare wenigstens etwas zur Ordnung zu bringen, hörte ich Geräusche aus dem Flur unten. Sie sind wieder da! Ich ließ alles liegen, so wie es war, und sprintete aus dem Badezimmer. Ich schloss die Tür hinter mir und genau in dem Moment hörte ich wie Personen die Treppe hochkamen. Ich stellte mich einfach in die Mitte des Flures. Mein Herz setzte kurz aus, als ich die Stimmen meiner Geschwister hörte.

"Das war ja mal ne Scheißmission."

"Ja. Total nutzlos das wir da aufgetaucht sind."

"Hm, denkst ihr Mom hat wieder ihren leckeren Hackbraten gemacht?"

"Klappe, Klaus!" rief sie von alles Seiten. 

"Und wenn schon. Das ist doch alles nur-" Meine Schwester brach ihren Satz ab, starrte mich an. Unsere Brüder sahen ihr Verwirrt nach und blieben dann auch an mir hängen.

"Hey, Leute." Ich winkte ihnen leicht. 

"Y/n!" Auf einmal rannten mich alle um und umarmten mich.

"Oh mein Gott, Y/n. Du bist wieder da!" rief Diego. 

"Ich war nie weg." murmelte ich. Als sie sich von mir lösten bemerkte ich dass einer nicht da bei uns war. Fünf. Ich schaute mich um, und entdeckte ihn nur ein paar Meter vor uns.  Hatte sich aber keinen Millimeter bewegt. Er schaute mich nur mit großen Augen an, und ich schaute zurück.

"Los, geh schon." flüsterte mir meine Schwester zu. Ich sah sie etwas entgeistert an, doch sie lächelte mich nur wissend an. Mist. Ich rappelte mich vom Boden, und stellte mich wieder auf meine Beine. Ich bekam noch mit wie meine Geschwister in ihren Zimmern verschwanden.

"Wartet. Warum gehen wir?" 

"Sei ruhig, Klaus!" Dann zog Allison ihn mit sich. Nun waren nur noch Fünf und ich hier. Wir standen nicht weit von einander entfernt. Nur ca. zwei/drei Meter. Jedoch fühlte es sich an wie zwei Kilometer. Er ging vorsichtig einen Schritt nach vorne.

"Y/n.." Seine Stimme brach ab. Ich überbrückte die letzten Meter zwischen uns und sprang ihm in die Arme. 

"Oh, Fünf. Es tut mir so leid. So so leid!" schniefte ich in seine Halsbeuge. Er schlang auch seine Arme um mich. Plötzlich spürte ich ein leichtes Beben unter mir. Weint er etwa? Ich löste mich von ihm, aber nicht ganz. Meine Arme waren immer noch um seinen Hals gelegt, und seine Hände lagen auf meiner Hüfte. 

"Hey, hey! Nicht weinen. Bitte nicht weinen.." sagte ich und wischte ihm eine der Tränen von der Wange. 

"Es ist nur.. ich habe dich so sehr vermisst.. Und ich sollte derjenige sein der sich Entschuldigt. Ich konnte dich nicht beschützen. Ich habe dich in Stich gelassen. Und ich fühle mich so schuldig.. so verdammt schuldig.."

"Es ist doch alles okey. Ich bin ja hier. Ich lebe. Mir geht es gut." Meine Stimme war sanft und leise. Ich schaute ihm in seine dunklen, grünen Augen. Ich bemerkte wie sein Blick aber ständig nach unten zu meinen Lippen huschte. Ich schmunzelte.

"Wenn du mich Küssen willst, dann tu es doch einfach." sagte ich zu ihm. Ich erkannte das ihm die röte ins Gesicht schoss. Doch dann nahm er die initiative und legte seine Lippen nur sanft auf meine. Ich erwiderte direkt und vertieftete den Kuss sogar etwas. Als er dann sogar seine Zunge ins Spiel bringen wollte, löste ich mich leicht von ihm und grinste. 

"Du bist aber gierig." hauchte ich gegen seine Lippen.

"Nach dir? War ich schon immer." Und damit presste er seine Lippen wieder auf meine.

𝙵𝚞̈𝚗𝚏 𝙷𝚊𝚛𝚐𝚛𝚎𝚎𝚟𝚎𝚜 ☕︎ ᵒⁿᵉˢʰᵒᵗˢWo Geschichten leben. Entdecke jetzt