Kapitel 17

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"Wir sind wieder da.", rief Jack und legte seinen Arm um meine Hüfte. Wir gingen in Richtung Esszimmer, wo wir auch direkt auf seine Eltern trafen.

"Hey, ich bin David, Jack's Vater.", begrüßte mich ein nett aussehender älterer Mann und reichte mir die Hand. "Ich bin Jessica, freut mich sie kennenzulernen.", antwortete ich und schüttelte seine Hand.

"Ich bin Katherine.", sagte seine Mutter und ich lächelte sie höflich an, weil sie meinen Namen ja schon kennt.

"Setzt euch.", sagte Katherine worauf hin wir uns alle an den Tisch setzten. Ich saß direkt neben Jack und gegenüber von David.

Seine Eltern sahen ziemlich nett und auch modern aus, schicke Klamotten trugen sie auf jeden Fall.

"Ich hoffe du isst Fleisch.", sagte seine Mutter und sah mich lächelnd an. "Ja, ich esse eigentlich alles.", antwortete ich ihr. Seine Mutter hatte Hühnchen mit Reis gemacht, von dem wir uns auch alle etwas nahmen.

Es war sehr ruhig am Tisch, eher eine peinliche Stimmung würde ich sagen, aber ich denke das ist okay wenn man sich noch nicht so gut kennt. Seine Eltern scheinen nette Menschen zu sein, jedenfalls scheint es mir als würden sich seine Eltern mehr um ihn kümmern als meine sich um mich.

Endlich brach Jack's Vater die Stille, "Hast du vor auf's College zu gehen?"

"Ich habe an die Columbia University in New York gedacht. Ich tendiere zu entweder Journalismus oder dem Gesetz als Hauptfach, aber das steht noch nicht ganz fest.", antwortete ich ihm und wartete auf eine Reaktion seiner Eltern, aber auch von Jack selber, weil er soweit ich weiß noch nie etwas von meinen Zukunftsplänen gehört hat.

"Beeindruckend.", sagte David. Jack sah mich mit großen Augen an und fing dann an zu lächeln. Ich weiß nicht was er nach der High School geplant hat, es war nie wirklich unser Gesprächsthema.

"New York ist ungefähr 18 Stunden von Omaha entfernt, denkst du nicht das du Heimweh bekommen wirst?", fragte mich Katherine interessiert.

Ich überlegte erstmal kurz was genau ich ihr jetzt antworten könnte, "Ich war nie ein Mensch der schnell Heimweh bekam. Na klar kann man drei tägige Klassenfahrten oder Übernachtungen bei Freundinnen nicht als weit von zu Hause weg sein bezeichnen, trotzdem denke ich nicht das es ein großes Problem für mich sein wird. Außerdem habe ich ja immer noch die Semester Ferien, um meine Familie und Freunde in Nebraska besuchen zu kommen.", antwortete ich höflich aß dann ein Stück von dem Fleisch.

"Und du bist neu nach Omaha gezogen?", fragte mich David wieder.

"Ja, vor ein paar Monaten bin ich aus Manhattan nach Omaha gezogen.", antwortete ich und lächelte ihn an.

Bevor er noch etwas sagen konnte fing mein Handy an zu vibrieren und zu klingen. Eine Nachricht nach der anderen kam an, jedes Mal dieser nervige Klingelton der kommt wenn man Nachrichten bekommt.

7:04pm jessica

7:04pm geh bitte ans Handy jess

7:04pm es tut mir leid

7:05pm können wir nochmal darüber reden?

7:05pm komm bitte nach Hause, wir müssen darüber reden, es tut mir leid

7:05pm es tut mir wirklich leid

7:06pm komm bitte so früh wie möglich

Bevor Sammy mich noch mit weiteren Nachrichten zutexten konnte, stellte ich mein Handy auf Flugmodus. Jack sah mich fragend an, doch ich reagierte nicht darauf.

Bad lips, good taste || Jack GilinskyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt