Nach der Arbeitswoche...
Ich hatte Jason die ganze Woche nicht mehr gesehen. Die Arbeitswoche hatte uns viel Kraft und Zeit geraubt und auch er hatte viel zu tun. Aber eigentlich war ich echt froh, da ich so nicht über das mit ihm sprechen musste, was ich Julien erzählt hatte. Jedoch waren wir heute verabredet, und ich musste wohl oder übel mit ihm reden. Es war ein schöner Samstagmorgen und wir hatten uns bei der Sternenklippe verabredet. Ich stieg auf Shadow, mein Pferd, und ritt mit Moon zusammen zur Klippe. Jason wartete dort schon auf mich und als ich in den Himmel blickte, konnte ich dort Smaug, Jasons Drache und ebenfalls Begleiter, erkennen. Ich lief langsam auf Jason zu. Moon legte sich neben Shadow und beobachtete diesen beim Grasen. “Hey Prinzessin” grinste Jason, wie er das immer tat, wenn er mich begrüßte. Ich räusperte mich: “Hey”. Jason wollte mich küssen, doch ich trat schnell einen Schritt zurück und sagte: “Ich muss mit dir reden”. Jason sah mich verwirrt an und fragte: “Über was denn?”. “Über uns. Ich kann das nicht. Ich mag dich. Ich mag dich wirklich. Du bist einer meiner besten Freunde, aber ich fühle nicht so für dich, wie du für mich. Ich habe in Mutters Buch nachgelesen, zwei Allkräftende können keine Seelenverwandten sein, das geht gar nicht. Ich mag dich als Freund, aber nicht mehr. Es tut mir leid” antwortete ich. Jason sagte einige Sekunden erst einmal nichts, packte mich dann aber an den Schultern und drückte mich gegen den nächsten Baum. “Ist das dein verdammter Ernst!?” schrie er mich an. Moon kam schon angeschossen und biss sich in Jasons Arm fest. Dadurch ließ er mich los und ich sprang auf Shadow. Als ich zurückblickte, sah ich, wie Moon, dem auf dem Boden liegenden Jason, den Rücken zu drehte und mir hinterherrannte. Innerhalb des ummauerten Geländes angekommen, konnte ich erstmal durchatmen. “Lass Jason nicht rein, er darf das Gelände auf keinen Fall betreten” sagte ich schnell zu Northdrill, dem Wächter des nördlichen Tores. Ich brachte Shadow in den Stall und machte mich dann auf den Weg zu Julien. Das asiatisch angehauchte Dorf befand sich im westlichen Teil unseres Waldes. Dort angekommen begrüßte mich direkt Mui, seine Mutter, die gerade die Wäsche aufhing. “Hallo Fiona, du willst sicher zu Julien?” sagte sie herzlich lächelnd. “Ja, ist er zu Hause?” fragte ich. Sie nickte nur und ich öffnete die Tür zu dem Haus, in dem die Familie lebte. Am Esstisch saßen Jus Bruder Shawn, und sein Vater, die mir beide zu winkten. Ich winkte kurz zurück und klopfte dann an Juliens Zimmertür. Er öffnete diese und bemerkte direkt, dass etwas nicht stimmte. “Hast du mit Jason gesprochen?” fragte er sofort, nachdem ich das Zimmer betreten hatte. Ich setzte mich auf sein Bett und antwortete: “Ja, er ist total ausgerastet. Er hat mich angeschrien und festgehalten” sagte ich, während mir mal wieder Tränen über die Wangen liefen. Ju setze sich schnell neben mich und nahm mich in den Arm. “Es war trotzdem die richtige Entscheidung. Irgendwann hätte er von selbst herausgefunden, dass du ihn nicht liebst”, sprach Julien leise und strich mir vorsichtig durch die Haare. Ich nickte nur und drückte mein Gesicht in seine Halsbeuge. Julien lehnte sich langsam zurück und so lagen wir da, in Jus Bett, ich an ihn gedrückt und er seine Hand in meinen Haaren.
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Der Seelenverwandte (Julien Bam FF)
Fanfiction"Was bin ich?" "Du, ich und Jason, wir sind Allkräftende. Allkräftende sind ganz besondere magische Wesen, die es sehr selten gibt. Wie du ja schon weißt, kannst du Dinge, die deine anderen Freunde nicht können. Zum Beispiel hast du Flügel, oder ka...
