Kapitel 12

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Pov Fiona

"DU HAST IHN UMGEBRACHT! WARUM? ICH HASSE DICH!". Dieser Satz brach mir wortwörtlich das Herz. Ich konnte spürten, wie sich ein kleiner Riss bildete und konnte mich nur mit großer Mühe auf den Beinen halten. Ich musste hier weg. Ich wollte Julien nicht mit der Leiche hierlassen, aber ich musste, sonst würde ich zusammenbrechen. Ich flüchtete mich in Vampirgeschwindigkeit an eine ruhige Stelle im Wald und sackte dort zu Boden. Vorsichtig krempelte ich mein Shirt nach oben und konnte an Stelle meines Herzens einen schwarzen Fleck auf meiner Haut erkennen. Tränen des Schmerzes flossen über meine Wangen und ich schlang meine Arme um mich. Moons nasse Schnauze stupste mich an und ich sah in seine Augen. Auch in ihnen sah ich den Schmerz, den ich spürte. Julien hatte mir das Herz gebrochen. Der Fleck wird sich über meinen gesamten Körper ausbreiten und wenn er alles mit seiner schwärze überdeckt hatte, werde ich sterben. Ich drückte mich an meinen Wolf und schluchzte in seien warmes Fell. Er legte seinen schweren Kopf auf meine Schulter und als ich meine Augen wieder öffnete, hatte die Dämmerung begonnen. Ich wollte nicht, dass Michael und unsere Freunde mich so sehen und entschied mich deshalb zu verschwinden. Nachdem ich mir sicher war, dass nun niemand mehr wach war, betrat ich leise das Dorf in dem Julien und seine Familie lebten. Ganz vorsichtig öffnete ich die Haustür und schlich mich in sein Zimmer. Ich legte die Kette, die er mir vor unserem ersten Kuss geschenkt hatte auf seinen Nachttisch und betrachtete ihn noch einmal. Wieder floss eine einzelne Träne über meine Wange und ich spürte einen schmerzhaften Stich in meinem Herzen, weswegen ich mich an seinem Schrank abstützen musste. Durch das laute Geräusch wachte er auf, aber ich verließ rechtzeitig das Haus, wodurch er mich nicht erkennen konnte. Ich verabschiedete mich noch von Shadow und machte mich dann auf den Weg. Ich wollte zum Berg der Weisheit. Dort lebt Tayfun, ein riesiger Adler, mit dem Element Luft. Der Berg lag im westlichen Teil des Eisgebietes und es war ein weiter Weg dorthin. Wie immer stürmte es fürchterlich und man konnte vor Schnee nichts sehen. Es war eiskalt und da ich durch meine Wunde schon geschwächt war, konnte ich das auch spüren. Mühsam kämpften wir uns durch den Sturm, aber irgendwann war ich einfach am Ende und sank in den kalten Schnee. Moon legte sich zu mir und versuchte mich zu wärmen. Ich spürte nichts mehr, außer die Kälte und in meiner Sicht bildeten sich schwarze Punkte. Ich war dabei das Bewusstsein zu verlieren, als ich merkte, dass mich jemand hochhob. Mit letzter Kraft öffnete ich meine Augen und alles, was ich sah, waren blaue Haare, bevor ich in der Schwärze versank.  

Der Seelenverwandte (Julien Bam FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt