Pov Julien
Ich musste die ganze Zeit an die Sache mit Rezo denken. Er war mein bester Freund. Wie ein zweiter Bruder. Ich wollte nicht, dass ihm etwas passiert und machte mir große Sorgen um ihn. Da ich mich nicht mehr auf etwas anderes konzentrieren konnte, entschied ich mich einen Spaziergang zu machen, um auf andere Gendanken zu kommen. Als ich gerade am See angekommen war, hörte ich plötzlich ein Rascheln in den Büschen neben mir. Erschrocken entfernte ich mich einige Schritte, bis ich die Haare entdeckte, die zwischen den Blättern hervorragten. "Rezo, schleich dich doch nicht so an!" sagte ich, erleichtert dass er es war. Er lachte nur. Normalerweise hätte er sich jetzt entschuldigt und mich kurz umarmt. Er tat jedoch weder das eine noch das andere und lief ein paar Schritte auf mich zu. Im Gegensatz zu gestern, sah er mir heute direkt in die Augen, weswegen ich sehen konnte, dass seine, eine andere Farbe hatten wie sonst. Seine Iris hatte die Farbe von stechendem Gelb. Es schmerze schon fast hineinzusehen. "W..Was ist mit deinen Augen passiert?" fragte ich entsetzt. Er winkte ab und sagte: "Ach, halb so schlimm. Fiona und du, da läuft doch jetzt was, oder?" Ich nickte verwirrt. "Bist du ihr Seelenverwandter?" fragte er direkt wieder und sah mich gespannt an. "Ja, sie hat es gespürt, nachdem wir uns das erste Mal geküsst haben" antwortete ich immer noch leicht verwirrt. Rezo begann zu grinsen und das gelb in seinen Augen wurde noch heller. Ich musste meinen Blick abwenden und dadurch sah ich nicht, wie er weitere Schritte auf mich zu trat und ein Messer aus seiner Jackentasche zog. Er wollte auf mich einsteche, streifte jedoch nur meinen Arm und ich schreckte zurück. "Rezo, was soll das?" fragte ich erschrocken. Er antwortete nicht und versuchte weiterhin mich mit dem Messer zu erstechen. Was zur Hölle war, los mit ihm. Ich wollte nicht gegen ihn kämpfen. Ich wehrte mich so gut es ging, ohne ihn zu verletzen. Nach einer starken Rangelei hatte er mich zu Boden gebracht und stand nun über mir. Er grinste noch einmal und holte dann aus, um mir das Messer in den Brustkorb zu rammen. Ich presste die Augen zusammen und hielt die Luft an. Jedoch spürte ich keinen Schmerz. Ich öffnete langsam ein Auge und über mir war nichts. Ich sah nur den blauen Himmel, der heute wolkenlos war. Vorsichtig setzte ich mich auf und sah nach rechts. Dort stand Rezo. Von Fiona gegen einen Baum gedrückt. Mit dem Messer im Herzen, mit dem er mich vor einigen Sekunden töten wollte. Fiona löste sich von ihm und sein Körper sackte leblos zusammen. "Was hast du getan?" fragte ich, während meine Augen den von Blut getränkten Körper fixierten. "E..Er wollte dich töten. Ich musste das tun" antwortete sie mir stotternd. Ich kroch zu dem toten Körper meines Freundes und drehte seinen Kopf zu meinen. Seine Augen hatten wieder die Farbe des hellen blau und aus seinem Mund floss etwas Blut, das nun an meiner Hand klebte. Ich begann fürchterlich zu schluchzten und schrie Fiona an: "DU HAST IHN UMGEBRACHT! WARUM? ICH HASSE DICH!". Man konnte den Schmerz in ihren Augen sehen, nachdem ich meinen Satz beendete hatte. Ich bereute direkt, was ich gesagt hatte, aber es war zu spät. Fiona war in ihrer Vampirgeschwindigkeit verschwunden. Ich hörte Stimmen und bekam Panik. Ein letztes Mal, sah ich meinen Freund an, flüsterte: "Es tut mir leid" und verschwand dann im Dickicht des Waldes.
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Der Seelenverwandte (Julien Bam FF)
Fanfiction"Was bin ich?" "Du, ich und Jason, wir sind Allkräftende. Allkräftende sind ganz besondere magische Wesen, die es sehr selten gibt. Wie du ja schon weißt, kannst du Dinge, die deine anderen Freunde nicht können. Zum Beispiel hast du Flügel, oder ka...
