Kapitel 2

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3 Jahre später...
Am Morgen war ich total motiviert. Die Arbeitswoche hatte begonnen und alle werden draußen sein und mithelfen. Ich liebte die Arbeitswoche und die Zusammenarbeit mit den anderen. Ich rannte direkt in Michas Zimmer und weckte diesen. “Micha, steh auf! Die Arbeitswoche beginnt, wir müssen mithelfen!” schrie ich lachend. Micha murrte nur: “Fiona, es ist 6 Uhr morgens. Lass mich schlafen!”. Nachdem jedoch Vater in sein Zimmer kam, raffte er sich auf und zog sich an. Gefrühstückt wurde mit allen anderen draußen auf der Wiese. Mutter und Vater hatten gestern schon die Tafel aufgebaut und Hildegart hatte viele Leckereien gebacken. “Was ist heute unsere Aufgabe?” schmatze Basti. “Ich hatte Mutter gebeten, dass wir uns heute um das Fischen kümmern dürfen” antwortete ich, nachdem ich fertig gekaut hatte. “Mit den Drachen?” fragte er aufgeregt? “Natürlich!” grinste ich ihn an.
Am Meer angekommen, teilten wir uns in 2 Bote auf. Basti, Ich, Micha, Maurice und Julien in das erste Boot und Patrick, Manu, Ardy, Rezo und T in das zweite Boot. Wir ruderten dann zu verschiedenen Stellen in dem abgegrenzten Bereich und zeigten den Drachen jede Stelle, an denen sie ins Wasser tauchen sollten. Die gefangenen Fische wurden dann am Ufer in Körbe gefüllt und nachmittags brachten wir alles wieder zurück zum Schloss. Wir mussten dann auch nichts mehr machen und durften den Rest des Tages am See verbringen. “Fiona, komm doch auch mit rein!” rief Ju, nachdem alle anderen schon in den See gesprungen waren. “Ja, ich komme gleich, Jason steht dahinten!” antwortete ich ihm ebenfalls rufend und lief dann zu Jason an den Rand des Waldes. “Hey Prinzessin, na wie war dein Tag?” fragte er grinsend. “Die Arbeitswoche hat heute begonnen, also etwas anstrengend aber sonst super. Und deiner?” antwortete ich auch ihm und küsste ihn auf die Wange. “Vater geht es immer noch nicht besser. Ich habe mich um ihn gekümmert und mich danach direkt auf den Weg zu dir gemacht” sagte er immer noch grinsend. “Willst du mit uns schwimmen?” fragte ich und Jason antwortete: “Ganz ehrlich, ich wäre viel lieber alleine mit dir”. Ich schaute kurz zu meinen Freunden herüber und überlegte einige Sekunden. Ich verbringe fast jeden Tag mit den anderen, gut mit Jason eigentlich auch, aber wir sind selten alleine. “Na gut, wo willst du hingehen?” fragte ich, nachdem ich beschlossen hatte, den Abend mit ihm zu verbringen. Jason sagte: “Lass uns in den Wald gehen, da sind wir ungestört”. Ich nickte und Jason nahm meine Hand. Zusammen liefen wir dann an eine schöne Stelle, die von Bäumen umgeben war, durch deren Blätter die Sonne noch leicht hindurch schien. Wir setzten uns, mit dem Rücken an den Baum gelehnt, nebeneinander und beobachteten den Sonnenuntergang. Auf einmal spürte ich Jasons Hand an meiner Wange und er drehte meinen Kopf zu sich. Ein paar Sekunden sahen wir uns nur in die Augen und plötzlich küsste er mich. Ich erwiderte den Kuss vorsichtig, auch wenn ich mir nicht wirklich sicher war, ob ich das hier wirklich wollte. Jason und ich kannten uns schon solange ich denken kann. Er denkt, wir wären Seelenverwandte, aber ich bin mir da nicht so sicher. Mutter hat damals gesagt ich werde meinen Seelenverwandten irgendwann ansehen und es dann wissen. Aber wenn ich es wirklich wissen würde, dann würde ich ja nicht zweifeln. Langsam lösten wir uns voneinander. “Jason, bist du dir sicher, dass wir Seelenverwandte sind? Ich meine, wir sind beide Allkräftende, das geht doch gar nicht” fragte ich, während ich auf den Boden starrte. “Fiona, wir lieben uns doch, natürlich sind wir dann Seelenverwandte. Oder etwa nicht?” sagte Jason und hob mein Kinn, sodass ich gezwungen war, ihm wieder in die Augen zu schauen. “Doch, natürlich” antwortete ich nur, um keinen Streit zu verursachen. “Ich muss jetzt nach Hause, ich habe Hildegard versprochen ihr heute noch beim Kochen zu helfen” log ich schnell, öffnete dann meine Flügel und eilte nach Hause.

Der Seelenverwandte (Julien Bam FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt