-Kapitel 13-

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Als ich mich an den Tisch setze, hält mir Serge bereits den Korb mit den Brötchen hin, woraus ich mir dankend eins nehme. "Alles gut bei Leon?" fragt mein Gegenüber neugierig nach. "Ja, alles gut. er wollte nur nochmal mit mir sprechen, ehe er morgen nach Ibiza fliegt." Während ich Serge antworte, schneide ich mein Brötchen auf und lasse meinen Blick über den Tisch schweifen. "Ihr habt eine wirklich innige Freundschaft, oder?" Ich atme tief durch, ehe ich Serge in die Augen blicke. Ich wusste, dass wir mal so ein Gespräch führe, aber dass es so früh kommt. Ich mag jetzt eigentlich auch nicht so ein Gespräch führen. "Ja, ja das haben wir. Ich kenne Leon wirklich schon mein gesamtes Leben lang. Also das ist nicht nur so eine Metapher, es ist wirklich so. Ich komme ja aus Gelsenkirchen, Leon aus Bochum. Unsere Eltern waren wirklich gute Freunde gewesen. So hatten wir früh Berührungspunkte miteinander. Ich kenn eigentlich keine Zeit in meinem Leben ohne Leon. Daher sage ich auch immer, dass Leon wie ein zweiter Bruder für mich ist. Ich liebe meinen Bruder, mehr als alles andere auf der Welt, aber es gab eben, gerade in meiner Jugend, auch Sachen, die wollte man dann nicht mit seinem großen  Bruder besprechen, dafür war Leon dann da. Und auch obwohl wir nicht in der selben Stadt groß geworden sind, sind wir trotzdem miteinander groß geworden. Gerade, als... als der ganze Scheiß in meinem Leben passiert ist, war Leon da. Das hat viel mit unserer Freundschaft gemacht. Aber das ist ein Thema für ein anderes Mal, ich mag die Stimmung jetzt nicht downen. Auf jeden Fall, Leon hat einen wahnsinnig hohen Stellenwert in meinem Leben. Er gehört mit zu den wichtigsten Personen. Da wird auch nie einer jemals ran kommen, jetzt mal Manu außen vorgelassen. Klingt wahrscheinlich total blöd für dich, aber es ist eben so." Ehrlich und frei spreche ich einfach aus meinem Herzen. Es ist wirklich so, egal wie viele Menschen ich kennen gelernt habe in meinem Leben, egal wie viel Freundschaften ich in meinem Leben geschlossen habe oder auch noch schließen werde, niemals wird irgendwer an Leon ran kommen oder gar über ihm stehen. Leon wird immer meine Nummer eins sein, zumindest was Freunde angeht. Sonst muss er sich den Platz mit Manu teilen.

Serge hat den Blickkotankt nicht einmal unterbrochen, als ich gesprochen habe. Über den Tisch greift er nach meiner Hand und streichelt sanft mit dem Daumen über meinen Handrücken, während er mir ein warmes Lächeln schenkt. "Vik, mach dir keine Sorgen oder Gedanken. Ich bin fein damit. Ich weiß, was Leon für ein guter Freund ist und wenn man diesen Kerl schon sein ganzes Leben lang an seiner Seite hat, dann kann nur sowas tiefes bei raus kommen. Oder man will ihn irgendwann töten, weil er nervt." Nun beginnen wir beide zu lachen. Man merkt wie die Stimmung im Raum wieder steigt. "Ja das hätte ich die ganzen 26 Jahre schon oft tun können. Der Kerl ist manchmal eine Nervensäge, aber das lieben wir ja an ihm." "Da hast du vollkommen recht. Aber komm lass uns jetzt essen, ich hab Hunger." Serge drückt meine Hand nochmal, ehe er sie zurück zieht und nach dem Käse greift.

Während des Essens dudelte im Hintergrund leise Musik. Unsere Gespräche hatten keine wirkliche tiefe. Wir haben über dieses und jenes Gesprochen. Es hört sich vielleicht langweilig an, aber es war genau das Gegenteil. Wir haben viel gelacht und es ist schön, dass ich mich mit Serge auch über so oberflächliche Dinge unterhalten kann, ohne dass es öde wird. Gerade räumen wir gemeinsam die Küche auf. Als dies getan ist, lehne ich mich an die Küchenzeile. Meine Hände umschließen die dunkle Tasse, in der mein zweiter Kaffee für heute drin ist. "Alles gut?" Serge macht es ähnlich zu mir. Ehr lehnt sich aber mir gegenüber an den Küchentisch und hält aber ebenso seine Tasse in der Hand. "Ja, schon. Aber sag mal, was ist das jetzt hier? Das hier zwischen uns?" Da ich sehe wie sich Serges Gesichtsausdruck in fragend ändert, rede ich sofort weiter. "Also verstehe mich nicht falsch, ich will jetzt hier keine Liebeserklärung von dir oder so. Ich mag einfach nur wissen, woran ich bin, worauf ich mich einstellen kann, womit ich rechnen kann. Serge, ich fand die vergangene Nacht wahnsinnig schön, ich fand auch den Morgen so schön. Ich mag dich, wirklich gern. Daher mag ich einfach wissen woran ich bin und auf was ich mich einlassen kann." Eigentlich wollte ich das so nicht fragen. Wollte ihn nicht so mit meinen Gedanken überrumpeln. Ich wollte es eigentlich selber heraus finden. Aber irgendwie musste diese Frage, diese Fragen, gerade einfach raus. Serge stellt seine Tasse auf den Tisch und kommt zu mir. Ich mache es ihm gleich und stelle meine Tasse auch ab, damit Serge meine Hand in seine nehmen kann. "Vik, ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich kann es dir nicht zu 100 Prozent sagen, was das hier ist oder wird. Aber ich kann dir ein was sagen. Du faszinierst mich, du haust mich um, auch wenn du mich nur ansiehst. Ich bin froh, dass du einfach in mein Leben rein gepurzelt bist. Ich hatte eine innige Bindung mit einer Frau auch schon lange nicht mehr. Ich muss selber herausfinden was genau ich will. Ich weiß aber jetzt schon, dass ich dich in meinem Leben haben will. Lass uns dem hier einfach keinen Namen geben, es nicht in irgendeine Schublade stecken und es irgendwie krampfhaft richtig machen. Lass uns einfach machen, nicht denken. Es für uns rausfinden. Es noch nicht an die große Glocke hängen. Ohne Druck und äußere Einwirkungen. Ok?" Serges andere Hand hat er, während er gesprochen hat, an meine Wange gelegt. "Ok." Es ist das einzige, was ich gerade antworten kann. Meine Gedanken sind zu viele um sie jetzt ordentlich zu formulieren. "Gut, dann machen wir das so." Serge nutzt die Hand an meiner Wange um mich ein Stück zu sich zu ziehen und seine Lippen auf meinen zu platzieren.

Fertig angezogen, mit den Klamotten von gestern, stehe ich also in Serge Flur und warte, dass er ebenso fertig ist. Nachdem ich mich schnell, bei Serge etwas frisch gemacht habe, habe ich ihn geben mich zur gestrigen Location zu fahren, damit ich da mein Auto holen kann. Den restlichen Tag werde ich heute nur auf der Couch liegen, dass habe ich mir schon ganz oben auf den Plan geschrieben. Während Serge noch in seinem Schlafzimmer rumwuselt, nutze ich die Zeit um meinem Bruder zu schreiben.

14:22 Uhr - Vik -
Hello Brüderchen! Morgen um neun Frühstück bei dir? Ich bringe Brötchen mit. :)

Ich muss gar nicht lange warten, da bekomme ich bereits eine Antwort.

14:23 Uhr - Brüderchen -
Ist gebongt! :*

Da das geklärt ist, stecke ich mein Handy wieder weg. In dem Moment kommt auch Serge in den Flur. "Sorry, dass es so lange gedauert hat." Grinst er mir entgegen und drückt mir einen Kuss auf die Wange, ehe er in seine Schuhe schlüpft.

"Danke fürs her fahren Serge! Ich melde mich bei dir." lächelnd drehe ich mich auf dem Sitz zu Serge, als er vor meinem Auto hält. "Gerne doch. Komm du gut nach Hause!" Nach einem kurzen Kuss und einem Lächeln von uns beiden, verabschiede ich mich und steige aus dem Auto. Als Serge wieder los fährt, winkt er mir nochmal. ich mache es ihm gleich und gehe dann zu meinem Auto. Gott, freue ich mich auf mein Sofa.
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Ähm hallo? 👀 Ist hier noch irgendjemand? Ein Jahr ungefähr war ich verschollen und es tut mir wahnsinnig leid. Ich kann euch gar nicht genau sagen, warum ich inaktiv war. Es war viel Stress Anfang letzten Jahres und ich hab das ganze hier aus den Augen verloren. Anfang diesen Jahres bin ich wieder langsam in Wattpad reingeslidet. Hab viel gelesen und hatte dann wieder Lust selber zu schreiben. Mein Kopf sprudelt momentan voller Kreativität und Ideen, sodass ich bereits 8 Kapitel hier vorgeschrieben habe. Einfach damit ich euch nicht wieder hängen lasse, sobald ich in einem kreativen Loch bin.
Funfact: dieses Kapitel war bereits vor einem Jahr fertig gewesen, ich habe es damals einfach vergessen zu posten. 🫣
Ich will euch jetzt hier nichts versprechen, bezüglich der Uploads, das ging damals schon schief. Ich hoffe einfach es wird regelmäßig.
Ich hoffe euch erging es im letzten Jahr gut!
Kommt gut in die neue Woche, passt auf euch auf und bis zum nächsten Kapitel! 🖤 (Gott, ist es schön das wieder zu schreiben)

Was wäre wenn?  - Leon Goretzka / Serge Gnabry FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt