13. August 1973
"Du bist eine schlechte Freundin, weißt du das?" Jamie sah mich an, doch er grinste genauso breit wie ich vermutlich.
"Sie wird mich nur hassen, bis ich ihr zu Essen gegeben hab und ihr sage, warum ich sie um..." Ich sah auf die Uhr. "Halb fünf aufwecke."
"Die Quidditchmeisterschaft", sagte mein Bruder und hibbelte aufgeregt auf der Stelle herum. "Also, machen wir's?"
Ich nickte, mein Bruder und ich setzten uns unsere Nudelsiebe auf, nahmen die Holzlöffel und die vorbereiteten Töpfe und betraten das Zelt, den Rhythmus von 'Smoke on the Water' von Deep Purple schlagend.
"We all came out to Montreux on the Lake Geneva shoreline", begann ich und trommelte weiter. Mein Bruder benutzte seinen Löffel als Mikrofon.
"To make records with a mobile", sang er - er war genauso begabt wie ich, also sang er auch schrecklich.
"We didn't have much time."
Meine Freundin regte sich langsam. Ich trommelte noch lauter.
"Smoke on the water!", sangen Jamie und ich gemeinsam. "A fire in the sky - Smoke on the water."
Dann trommelten wir weiter.
Ivy setzte sich auf. "They burned down the gabling house. It died with an awful sound", sang sie leise, mit rauer, müder Stimme. "Ihr singt schrecklich, wisst ihr das?"
"Ja", strahlte Jamie. "Aber das Lied ist toll, nicht?"
"Ja." Ivy sah skeptisch nach draußen. "Alter, es ist nicht mal hell, was zum Teufel, Taylors?!"
Jamie, den ich parteiisch dafür beauftragt hatte, gab ihr ein Sandwich und ich strahlte. "Wir treffen uns in zwei Stunden mit Julia!"
Und da fiel auch der Groschen bei meiner Freundin.
"Ohh!", machte sie, schwang ihre Beine aus dem Bett und machte eine Handbewegung, um Jamie und mich raus zu scheuchen - aber natürlich nicht, ohne das Sandwich anzunehmen. "Macht Frühstück fertig. Ich zieh mich um."
Jamie grinste mich an, als wir wieder zum Haus liefen, ohne davor einen Umweg zu den Hühnern zu machen, um diese zu füttern. Sie sahen sehr verwirrt aus, dass jemand so früh aufkreuzte. "Das lief erstaunlich gut."
Ivy hatte nun die ganze letzte Woche bei uns geschlafen - Jamie kannte ihr langes Geschlafe mittlerweile sehr gut. Nachdem sie mit ihren Eltern gestritten hatte, stand sie letzten Dienstag vor der Tür, aufgewühlt und wütend und meine Eltern hatten ihr versprochen, dass sie bleiben durfte, solange sie ihren Eltern Bescheid gab. Wir hatten nur Adrian, ihrem Bruder, Bescheid gegeben.
Aber was meine Eltern nicht wussten, das schadete ihnen nicht.
Mum und Dad waren auch noch nicht wach, meine Mutter würde aber mitkommen - und uns durch das Flohnetzwerk zu Julia nach Hause bringen, von wo es schließlich losging.
Um sieben waren wir bei Julia verabredet, da wir wohl ein Stück fliegen mussten. Fliegen - ich musste nur hoffen, dass mein Bruder einen zahmen Besen bekam, denn er war noch kein Stück geflogen.
Aber er war zuversichtlich. Im Gegensatz zu Ivy und mir.
"Wie viel müssen wir zu Essen einpacken?", fragte Jamie, während er immer mehr Sandwiches machte.
"Ich würde sagen für jeden von uns ein Sandwich, ne Packung Kekse und Äpfel geh ich auch noch pflücken. Ich schätze, die Wallaces werden uns schon nicht verhungern lassen." Julias Familie war die Reichste, die ich kannte. Oder nicht kannte. Ich hatte noch niemanden von ihrer Familie gesehen, außer ein paar Cousins und Cousinen.
"Ich will zwei Äpfel, ohne Frage." Ivy kam, fertig gekleidet, in die Küche und stibitzte ein weiteres Sandwich von Jamies Stapel.
"Ich auch." Jamie grinste und ich lachte. Nachdem das Haus fertig renoviert worden war, war unser Garten dran gekommen. Dad hatte seine Beschwerden mittlerweile aufgegeben und ließ Mum bei solchen Arbeiten immer mit Magie arbeiten.
Und der Garten sah gut aus - der Rasen durch einen Zauber immer auf gleicher Höhe, aber nicht kurz getrimmt, sondern so, dass es die ganzen Füße bedeckte, wenn man barfuß durchlief.
Und unser Obst war am besten. Mit einem Zauber hatte Mum sie besonders gut gemacht und Mrs. Cornfield, unsere Nachbarin aus dem Dorf, kam immer öfter her, nur um wieder ein paar Pfirsiche, Birnen oder Beeren mitzunehmen.
Ich musste Professor Sprout dringend fragen, ob sie mir den Spruch beibringen konnte, denn meine Mutter war keine sonderlich begabte Lehrerin.
-
"Kinder, seid ihr fertig?" Meine Mutter zog Jamies Rucksack noch fest, ich überprüfte, ob Ivys Geldbeutel da war - wir waren extra vorgestern Geld wechseln gewesen, damit auch Ivy und ich uns Sachen kaufen konnten - und dann waren wir Reise fertig.
"Wir sind keine Kinder mehr, Bernadette", meinte Ivy, "Wir sind Teenager."
Mom schüttelte spottend den Kopf. "Kinder, solange ihr auf meine Hilfe angewiesen seid."
"Also für immer?", meinte Jamie.
"Vermutlich." Dad lachte. "Viel Spaß euch und fallt ja nicht vom Besen, ich brauche keine verletzten Kinder."
"Wir versuchen alles, Artus." Ivy zog eine Grimasse. "Aber ich kann nichts garantieren."
"Ihr schafft das schon", meinte Mum und drückte jedem von uns eine Prise vom Flohpulver in die Hand. "Seid ihr bereit?"
Wir nickten.
"Dann los geht's zum Wallace Anwesen!"
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HUFFLEPUFF - Year 3
Fiksi PenggemarHeute hatte es Samstagfrüh und wir durften zum ersten Mal nach Hogsmeade. Und dass ich aufgeregt war, war eine ziemliche Untertreibung. Also ging ich frühstücken und weckte danach meine Freunde. Überraschenderweise war Ivy schon wach. "Hogsmeade...
