Chapter 3 - Diagon Alley

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21. August 1973

Ich überprüfte, ob ich noch das ganze Geld in meiner Tasche hatte, scheuchte Ivy und Jamie aus dem Auto und bedankte mich herzlichst bei Mrs. Cornfield, der äußerst netten Dorfbewohnerin, die uns immer überall hinfuhr, egal wohin - Dad hatte ihr versprochen, dass wir bald selbst ein Auto bekommen würden, doch sie hatte nur lachend gesagt, dass sie jetzt, wo sie kaum mehr arbeitete, noch mehr Zeit hatte als sonst schon und uns überall hinfahren würde. 

"Diese Frau wird mir von Tag zu Tag sympathischer", meinte Ivy als wir in den Tropfenden Kessel hineingingen. 

"Ja, nich'?", sagte Jamie. "Wie kann jemand zu 100 Prozent lieb sein? Ich raffs nicht."

Ich grinste und nach zwei Minuten standen wir auf der Winkelgasse. Mein Bruder schien innerlich auf und abzuhüpfen. "Wir sind endlich für mich da", meinte er. "Ich bekomm meinen Zauberstab! Und meine ganze Hogwartsausrüstung!" 

Er hatte ein paar Sachen von mir geerbt, die wir für mich neu kauften - der Vorteil des älteren Geschwisterkindes. Meine Umhänge, meinen Kessel - und natürlich meine Bücher, nur das Verteidigung gegen die dunklen Künste Buch hatte sich geändert. 

Den Rest bekam er selbst. 

"Jamie!" Und da stand sie - Isabella Irwin, in all ihrer Pracht, wartete sie auf uns. Heute war sie besser gekleidet als während der Meisterschaft, sie trug einen langen, wallenden Mantel, eine ordentliche Hose und ein einfaches, weißes Shirt. Ihre hellbraunen Haare waren geflochten. 

"Isabella!" Jamie grinste breit als er seine neue Freundin sah. "Wie lang wartest du schon?" 

"Seit... einer halben Stunde oder so. Bin mit Flohpulver gereist." Isabella zuckte mit den Schultern. "Gehen wir?" 

Absolut. Julia würde, wie letztes Jahr, an der Eisdiele warten, und genau zielten wir jetzt als erstes hin. 

"Ich liebe Fortescues Eis", schwärmte Isabella, holte ein paar Sickel aus ihrer Tasche und stellte sich an die Schlange an. Ich gab auch Jamie Geld, damit er sich ein Eis holen konnte. Um halb zehn in der Früh. 

Julia saß gemeinsam mit ihrem Cousin, Jack, an einem Tisch und strahlte uns an, als wir uns zu ihr setzten. "Hey, ihr." Mit ihrer Zunge fing sie noch einen Tropfen ihres Eis auf, bevor er auf den Tisch fiel. 

"Hi", grüßte uns auch Jack. "Ich bin Jack, Julias Cousin." 

"Wissen wir", meinte Ivy gut gelaunt, ich hatte Jack schon mal gesehen, als Julia letztes Weihnachten da war. 

"Ich bin Hanna", stellte ich mich aber vor. "Und das ist Ivy." Ich deutete auf meine beste Freundin. 

"Und dahinten sind Isabella und Jamie - mein Bruder - sie kommen mit dir in eine Jahrgangsstufe." 

Jack sah auf und erblickte die beiden, die zu uns an den Tisch kamen. Es wurde eng, als sie noch zwei Stühle dazustellten. 

"Ich bin Jack", stellte er sich nochmal vor und sah sich dann gebannt Jamies lange Locken an. "Du darfst so lange Haare tragen? Meine Mutter würde sie mir abrasieren wenn ich sie auch nur über die Ohren wachsen lasse." 

"So lang sind sie gar nicht", meinte Jamie und fuhr sich ans untere Ende. Ungefähr bis zu den Schultern. 

"Lass sie dir einfach in Hogwarts wachsen, wenn's dir gefällt", schlug Ivy Jack vor. "Kannst sie ja immer noch abrasieren, bevor es heim geht." 

"Klingt wie ein Deal", meinte Jack und grinste. 

Stirnrunzelnd betrachtete ich währenddessen Jamies drei Kugeln. "Ernsthaft? Schon wieder?" 

HUFFLEPUFF - Year 3Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt