03. November 1973
Troy, mit einer roten Nase und einer riesigen Tasse Tee neben sich, stocherte lustlos in seinem Essen herum.
"Ich kann eh nix schmecken", murmelte er mit heiserer Stimme und ich, die neben ihm saß, streichelte ihm den Rücken.
"Wird schon - du bist seit gestern krank."
"Aber es ist scheiße", jammerte er und ich grinste. "Typen wenn sie krank sind, ernsthaft."
"Es ist scheiße, Hanna", meinte er und bekam erneut einen Hustenkrampf.
"Du musst dich entspannen", sagte ich. "Iss jetzt noch ein paar Brocken, trink deinen Tee aus und ich geh für dich zu Madam Pomfrey, um nach einem Trank dagegen zu fragen. Das okay?"
"Ja, danke", brummte Troy und schob sich eine kleine Gabel voll mit Rührei in den Mund. "Das ist voll scheiße, Kee und ich hatten eigentlich geplant, mal was für die Zeitung zu machen. Aber mit einer Erkältung geht's nicht."
"Welche-", fing ich an, doch dann erinnerte ich mich wieder. Julias Schreibmaschine, auf der sie noch immer eifrig Geschichten schrieb und die Zeitung... Sie hatte ich komplett vergessen. "Oh. Oh." Ich spürte, wie ich anfing zu grinsen und Troy erwiderte es schwach, als er es sah.
"Ich meine, du kannst trotzdem was machen", meinte ich, jetzt eifrig. "Ich kann dir Ausgaben vom Tagespropheten aus der Bibliothek mitnehmen und wir können einfach mal diskutieren, wie wir des alles machen wollen. Und du kannst währenddessen im Bett sitzen, Tee trinken und entspannen."
"Aber das ist langweilig", ächzte Troy und nahm einen großen Schluck von seinem Tee, als seine Stimme wieder mal versagte.
"Willst du gesund werden oder nicht?"
"Jeez", knurrte Troy. "Ja, Mutter."
-
Nachdem ich für Troy einen Heiltrank geholt hatte, ging ich zurück in den Schlafsaal.
Julia war schon wach - dadurch, dass sie teilweise noch früher wegen Quidditch aufstehen musste, schlief sie nicht mehr so endlos lang und war am Wochenende gegen halb neun meistens schon wach. Aber auch nicht immer. Manchmal war sie auch noch um elf im Bett und erst ab Eins benutzbar - mal so, mal so.
Ivy und Faith waren aber noch immer komplett hoffnungslos.
"Julia", meinte ich und grinste, als ich sah, wie sie ihr Bett wieder machte. "Du, Troy hat mich zurück zu einer großartigen Idee gebracht!"
"Ist der wieder fit?", fragte sie und strich noch ihr Kissen gerade, bevor sie sich zu mir umdrehte.
"Ne", sagte ich, "Er liegt wieder im Bett, aber er hatte eigentlich den Plan, dass wir mal wegen der Zeitung anfangen könnten!"
Julias Augen wurden groß. "Oh", machte sie. "Äh... Wow."
"Das Angebot mit deiner Schreibmaschine, die wir benutzen können, steht noch, oder?"
"Ja, klar - ich freu mich, dass wir das wirklich durchziehen, ich dachte nur, es wäre eine von euren spontanen Ideen gewesen, die ihr dann sofort wieder vergesst. Ich wollte nicht nervig nachfragen."
Ich konnte nachvollziehen, was sie meinte. Wir hatten schon viele Sachen geplant, aber nicht vieles war in etwas größeres umgesetzt worden.
"Ich glaube, Troy und Keaton meinen es schon ziemlich ernst. Wir könnten uns ja nach dem Frühstück alle mal zusammensetzen, oder? Ich mach noch Zaubertränke und Zauberkunst Hausaufgaben, dann geh ich in die Bibliothek um nach praktischem Zeug zu schauen und wer dann wach ist, kann ja zu den Jungs kommen."
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HUFFLEPUFF - Year 3
FanfictionHeute hatte es Samstagfrüh und wir durften zum ersten Mal nach Hogsmeade. Und dass ich aufgeregt war, war eine ziemliche Untertreibung. Also ging ich frühstücken und weckte danach meine Freunde. Überraschenderweise war Ivy schon wach. "Hogsmeade...
