Chapter 4 - Back to Hogwarts

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01. September 1973

Überrumpelt stolperte ich ein paar Schritte nach hinten, als mich eine schlaksige Gestalt heftig umarmte. Doch als ich die Person zurück umarmte, bemerkte ich an der schweren Kette vor meiner Nase und dem Geruch, dass es eindeutig Troy war. Wer auch sonst. 

"Oh Junge", machte ich und lachte in Troys Halsbeuge hinein. "Hallo, Troy, freut mich, dich wieder zu sehen." 

Meine Familie und ich waren gerade erst auf dem Bahnsteig angekommen, mein Bruder mit einem neuen Koffer - ich hatte immer noch den alten Seesack von Dad - und zwei stolze, aber besorgte Eltern. 

"Hanna", strahlte er, als er sich von mir löste, die Hände immer noch auf meinen Schultern. "Du bist geschrumpft, man!" 

"Ne, du bist nur noch größer geworden." Ich sah ihn einmal von unten nach oben an. "Was bist du so groß wieder, bist du irgendwie nochmal zehn Zentimeter in den letzten Wochen gewachsen?" 

"Er wächst schrecklich schnell, nicht?" Neben Troy sprach ein kleines Mädchen. Ihre blonden Haare waren ungefähr schulterlang, sie hatte dieselbe Gesichtsform wie Troy, doch statt geisterhaft grünen Augen hatte sie blaue. 

Troy verdrehte die Augen, bevor er einen Schritt zurücktrat. "Hanna, meine Schwester Helena - Helena, das ist meine beste Freundin, Hanna." 

Helena grinste mich an. "Ich habe viel von dir gehört", sagte sie und grinste. "Okay, ich such' mir ein Abteil, Troy, was machst du?" 

"Ich komm mit", seufzte Troy. "Wir sehen uns spätestens in einer Stunde wieder, erwarte ja nicht, dass ich bis Abends warte, um über deinen Sommer zu hören." Seine Augen funkelten. "Ich will Details über die Meisterschaft!"

"Ich hab dir geschrieben!", meinte ich. 

"Ich sagte Details", meinte Troy und wollte noch etwas sagen, doch seine Schwester nahm ihn am Ärmel und zog ihn hinter sich her, während sie etwas sagte, was ich nicht hörte. Als Antwort trat Troy sie. Ich musste grinsen. 

"Das war Troy?", fragte Mum interessiert. "Er sieht ganz anders aus als erwartet, er ist ja größer als ich!" 

"Exakt das meinte ich mit riesig", sagte ich. Ich hatte oft davon geredet, wie groß Troy war. 

"Er mag dich gern, nicht?", meinte Dad. 

"Ja", sagte ich und zuckte mit den Schultern. "Ich meine, wir sind... beste Freunde." Ich zuckte erneut mit den Schultern. 

"Dann sind wir froh, dass du so gute Freunde hast", meinte Mum und warf Dad einen Blick zu. "Ihr zwei wollt auch bald gehen, oder? Wisst ihr, ob Ivy schon da ist oder nicht?" 

Für die letzten beiden Tage war Ivy heim gegangen - um alles andere für Hogwarts zu packen. Adrian, ihr Bruder, würde ihr dabei zu Hilfe kommen und ich hatte immer mit einem Auge offen geschlafen, falls Ivy doch hier auftauchen würde. Wir hatten ihr Flohpulver mitgegeben und Mum hatte ihren Ofen an das Flohnetzwerk angeschlossen. Doch seit zwei Tagen hatte ich keinen Kontakt mehr, sie hatte sich nicht gemeldet. 

"Nein", sagte ich. "Ich hab gar keine Informationen." Ich verzog besorgt das Gesicht. 

"Wisst ihr was, ihr zwei geht in den Zug und sucht die beiden Wallace' und Isabella - die sind bestimmt schon da - und wir warten hier und schauen nach Ivy. Falls wir sie sehen, informieren wir sie, dass ihr schon drin seid. Alles klar?" Dad sah Jamie und mich aufmerksam an und ich nickte. "Das klingt gut - danke." 

"Gerne." Dad streckte die Arme nach Jamie aus und umarmte zuerst ihn, dann mich. Danach umarmte ich noch Mum. 

"Macht keinen Blödsinn - vor allem du, Hanna - und schreibt uns regelmäßig, ja?", meinte Mum. "Wir wollen gleich morgen erfahren, in welches Haus du gekommen bist, Jamie, und wie es dir dort gefällt. Einverstanden?"

HUFFLEPUFF - Year 3Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt