14. August 1973
Der nächste Tag war unser freier Tag - ein ganzer Tag nur dafür, herumzuschauen, zu entspannen und sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Viele Menschen reisten ab und noch mehr kamen dazu.
Jamie war der einzige, der sich von dem entspannten Tag nicht beirren ließ. Julia und Ivy schliefen noch, doch mein Bruder zerrte mich um neun Uhr morgens aus dem Zelt. Weg von einem tollen Buch, dass mich über die Musikgeschichte seit dem zweiten Weltkrieg informierte. Ich mochte informative Bücher fast lieber als Romane zur Zeit.
"Der Markt muss langsam auf sein. Wir müssen zu Isabella und mit ihr reden." Jamie schlug seinen Weg zwischen den Zelten ein.
"Wieso das?", fragte ich.
"Wir müssen uns entschuldigen für die bösen Worte von Julias Vater. Und ich will mich einfach mit ihr unterhalten. Sie sieht nett aus." Ich musste lachen. "Neue Freundin also?"
"Schadet nicht in Hogwarts." Mein Bruder deutete nickend auf einen Stand mit lauter Eulen. "Hast du deinen Brief dabei? Du könntest ihn abschicken."
Ich hatte ihn tatsächlich gestern noch fertig geschrieben. Morgen würde ich einen weiteren schreiben, nach dem zweiten Spiel.
Also gab ich den Brief an Liam einer Eule, steckte der Hexe hinter der Theke zwei Sickel in den Hut - sie schlief noch - und ging dann weiter hinter Jamie her.
"Ihr Stand war Reihe B, nicht?"
"Ja. Recht am Anfang." Also gingen wir wieder zurück. Wir waren komplett in die falsche Richtung gelaufen.
Schlussendlich kamen wir an, der Laden wurde gerade geöffnet von einer Frau, die ganz eindeutig Isabellas Mutter war.
"Hallo", grüßte ich und die Frau drehte sich zu uns um. Eindeutig Isabellas Mutter - ebenso lange, haselnussbraune Haare, schmale Stupsnase und Sommersprossen. Außerdem war sie klein, ungefähr so groß wie ich.
"Hallo", grüßte sie zurück und lächelte uns an. Sie war eindeutig freundlich. Ich wusste nicht, was Julias Vater hatte. "Braucht ihr was?"
"Wir würden gerne mit Isabella reden", meinte Jamie.
"Oh", machte ihre Mutter - oder Tante, was weiß ich. "Hat sie etwas angestellt?"
"Nein, gar nicht", beruhigte ich sie. "Mein Bruder hat sich einfach nur mit ihr angefreundet-" Ich warf einen Blick auf meinen Bruder. "-Und wir würden gern heut bisschen mehr Zeit mit ihr verbringen."
"Ah, dann ist ja gut." Isabellas Verwandte nickte erleichtert. "Sie ist hinten im Zelt, klingelt einfach, sie ist schon wach."
Mein Bruder und ich bedankten uns und umgingen dann einmal den Stand, um zum Zelt zu gelangen. "Wann hast du gelernt, so zu lügen?", fragte mein Bruder baff. "Als du nach Hogwarts gegangen bist, warst du noch richtig schrecklich!"
"Ich... bin einfach besser geworden. Außerdem war das gar nicht krass gelogen", meinte ich, während ich nicht verhindern konnte, dass meine Gedanken zu Carina liefen. Meine Slytherinfreundin hatte mir sehr dabei geholfen, das Lügen zu verbessern. Ich musste ihr dringend schreiben, ich konnte wetten, dass daheim schon wieder ein Brief von ihr lag.
Dabei fuhr sie in den Urlaub. Aber noch nicht.
"Hogwarts wird praktisch sein", meinte Jamie. "Wenn man sowas lernt."
Ich schmunzelte nur. Er musste ja nicht wissen, dass nicht alles von dem, was ich bisher in Hogwarts gemacht hatte, legal gewesen war.
Das Zelt wurde uns von Isabella geöffnet - oder so schien es, nach einem zweiten Blick fiel mir auf, dass es nicht Isabella war, sondern eine kleine, jüngere Form von Isabella.
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HUFFLEPUFF - Year 3
FanfictionHeute hatte es Samstagfrüh und wir durften zum ersten Mal nach Hogsmeade. Und dass ich aufgeregt war, war eine ziemliche Untertreibung. Also ging ich frühstücken und weckte danach meine Freunde. Überraschenderweise war Ivy schon wach. "Hogsmeade...
