13. August 1973
Ich hatte gewusst, dass Julia in einem großen Anwesen wohnte.
Aber als ich hustend aus dem Kamin stolperte, hatte ich nicht damit gerechnet, in einer Halle, die so groß wie unser Haus war, zu landen.
Ivy war schon da, fasziniert sah sie sich um.
Es schien, als wäre es das Esszimmer. Oder so ähnlich. Ein langer Tisch stand in der Mitte, wie in einem schlechten Film, an dem der Großvater und der Enkel an zwei verschiedenen Enden aßen. Ich wusste nicht, wie viele Leute dort Platz hatten.
Die Wände waren tapeziert mit einer grünlich-gräulichen Tapete, die die ganze Atmosphäre etwas unheimlich machen ließ.
"Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht damit." Ivy ging ein wenig umher, sie schleppte ein bisschen was vom Ruß hinter sich her, doch es schien ihr egal zu sein.
Der Teil der Wände, an dem keine Fenster angebracht waren, hatte einige Portraits angebracht - bewegende, sehr gut möglich, dass es die Vorfahren waren. Sie beobachteten uns skeptisch, und als schließlich auch Mum und Jamie aus dem Kamin traten, fing eins an zu schreien.
"ARCHIE! ROXANNE! EURE GÄSTE SIND HIER!"
"Heilige Scheiße", fluchte meine Mutter, als augenblicklich von einem Hauselfen die Türe geöffnet wurde und Julias Eltern gefolgt von Julia in die Halle traten. Julia strahlte uns an und winkte hinter dem Rücken ihrer Eltern.
Wir wussten nicht so Recht, was wir machen sollten, bis die Familie Wallace vor uns stand.
"Guten Morgen", sagte Archie Wallace, Julias Vater, und sah auf die Uhr. "Sie sind... pünktlich." Überrascht sah er auf und ließ seinen Blick einmal über jeden von uns fahren. Schließlich streckte er Mum die Hand hin. "Ich bin Archie Wallace."
Der Blick meiner Mutter war voller Skepsis und Zurückhaltung, als sie mit leichter Verzögerung seine Hand schüttelte. "Bernadette Taylor."
Auch die Hand von Julias Mutter schüttelte sie, dann standen wir für einen Moment schweigend gegenüber.
Es bildete einen krassen Kontrast, Mum und Julias Eltern.
Mr. und Mrs. Wallace hatten beide noble, dunkle Klamotten an, Zauberermode mit langen Umhängen und womöglich maßangepassten Anzügen und Kleidern.
Meine Mutter trug zwar auch einen Umhang, aber der war schon etwas älter, etwas gefleckt und ausgefranst. Ihre weite Sommerhose und das Pink Floyd Shirt passten gar nicht dazu und dass sie ihre Gartenschuhe anhatte, missfiel Mr. Wallace wohl, wenn ich seinen Blick nicht falsch interpretierte.
"Dad, das sind Ivy, Hanna und Jamie", brach Julia schlussendlich die Stille.
"Freut mich, Sie wiederzusehen, Miss Taylor." Meine beste Freundin schenkte Mum ihr breitestes Lächeln, das, aber nur weil ich sie kannte, ein wenig gezwungen wirkte.
"Hallo Julia." Meine Mum lächelte sie an.
"Nun." Mr. Wallace räusperte sich. "Dann wollen wir doch mal los, bevor es heiß wird. Wir müssen ein paar Meilen fliegen."
"Meilen?", jammerte Ivy leise, aber Julias Dad ignorierte sie. "Du bist noch nie geflogen, oder?", fragte er und deutete auf Jamie. Der nickte nur, ohne Blickkontakt aufzunehmen.
"Okay, wir haben von einem der Kinderbesen den Sitz abmontiert und den Besen ein wenig verhext. Du wirst kaum etwas machen müssen außer dich festzuhalten und nicht runterzufallen." Er drehte sich wieder zum Gehen um. "Verabschiedet euch, dann geht es los." Damit ging er, seine Frau folgte ihm. Julia blieb bei uns.
DU LIEST GERADE
HUFFLEPUFF - Year 3
FanfictionHeute hatte es Samstagfrüh und wir durften zum ersten Mal nach Hogsmeade. Und dass ich aufgeregt war, war eine ziemliche Untertreibung. Also ging ich frühstücken und weckte danach meine Freunde. Überraschenderweise war Ivy schon wach. "Hogsmeade...
