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POV-Jule:

Jetzt stehe ich an meinem Gate und habe den Stress ball direkt in meinen Jacken Tasche getan damit ich unauffällig bisschen daran spielen kann, so dass ich hoffentlich gar nicht erst anfange zu viel nachzudenken. Als ich an der Reihe bin, zeige ich nur mein Ticket, welches ich ehh schon offen hatte an meinem Handy, und kann dann zum Glück gleich durch ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Das ist gut also habe ich schon mal keinen Stress oder sonst etwas vor dem Flug.

Ich gehe durch den Tunnel und komme dann schon am Flugzeug an, in welches ich dann direkt rein gehen kann. Meinen Sitzplatz habe ich mir schon auswendig gemerkt, so dass ich schnell an meinen Platz komme und mich da einrichten kann. Ich sitze relativ mittig im Flugzeug und habe einen Platz am Gang. Gefühlt hasst jeder diesen Platz, aber ich bin einfach so froh, wenn ich so weit wie möglich von dem Fenstern weg bin und aufstehen kann, ohne dass ich irgendwen fragen muss.

Neben mir sitzt ein älteres Pärchen, welches wirklich sehr freundlich aussieht, also fühle ich mich gleich irgendwie sicherer. Ich tue meinen Koffer hoch in die Ablage und lege meinen Rucksack auf meinen Schoß. Dann hole ich mein Handy raus, um Kai zu schreiben.

Ich bin jetzt auf meinem Platz und denke wir fliegen gleich los, also dir einen guten Flug und ich schreibe dir danach wieder.

Dann packe ich es weg und die Frau neben mir lächelt mich an, so das ich einfach nur entspannt sein kann.

Ich hole den Block und die zwei Stifte aus meinem Rucksack und stell den dann zwischen meine Beine.

Ich kann mich noch relativ gut daran erinnern, wie die Formen der Räume sind, also fange ich erstmal an diese auf ein paar Blockblätter zu zeichnen.

Der Wohnbereich ist das Erste, womit ich anfange, denn bei dem haben wir ja schon besprochen, was wir machen wollen. Ich zeichne die Möbel im Vergleich zu der Raum Größe ein und markiere gleich noch die Fenster und Türen. Damit bin ich relativ schnell fertig und habe nicht mal bemerkt das wir schon in der Luft sind, denn angeschnallt war ich eh schon davor, so dass ich gar nicht angesprochen wurde. Anscheinend bemerkt die Frau neben mir meine Verwirrung und spricht mich an.

"Sie haben gar nicht gemerkt das wir schon in der Luft sind, oder?" frägt sich mich mütterlich lächelnd und ich kann nur nicken, doch bevor ich mehr sagen kann, redet sie direkt weiter.

"Ja sie waren so in ihre Zeichnung vertieft, das ist wirklich beeindruckend. Ich habe immer wieder ein bisschen zugeguckt und ich muss sagen, wie sie diesen flachen Plan hinbekommen haben, aber trotzdem die Möbel so einen auch von 3D haben ist wirklich beeindruckend. Machen sie das beruflich?" entgegnet sie mir begeistert und ich kann ihr nur grinsend antworten.

"Nein ich mache das nicht beruflich, aber danke für das Kompliment." antworte ich ihr und sie stellt schon die nächsten begeisterten Fragen.

"Aber dann machen sie bestimmt irgendwas anderes Kreatives oder Künstlerisches. Wofür machen sie das gerade eigentlich, nur als Langeweile oder ist das ein Wirkliches Haus?"

"also ich mache nichts Kreatives, sondern eigentlich bin ich Sportler und ich ziehe mit einem Freund um, deswegen ist das die Planung für unsere Einrichtung." antworte ich ihr und fühle mich wirklich geschmeichelt bei ihren Komplimenten.

"Wow das hätte ich wirklich nicht erwartet, auch wenn man es sich denken könnte bei ihrem Körper. Junger Herr ich muss wirklich sagen sie sehen nicht schlecht aus, da kann sich jede Frau freuen und ihr Freund über ihre Zeichen Künste auch."

"Danke ich fühle mich wirklich geschmeichelt, aber leider muss ich den Frauen der Welt sagen das ich vergeben bin." entgegne ich ihr lachend, denn ich möchte mich jetzt nicht direkt outen.

"Das ist ja schön, aber ich habe gar nicht nachgefragt was machen sie eigentlich für einen Sport, so Muskeln kommen ja auch nicht von irgendwo."

"Ja die kamen erst vom vielen Trainieren, denn ich bin Fußballer."

"Wow das ist wirklich beeindruckend, mein Enkel macht diesen Sport auch irgendwie, aber was er daran findet, habe ich noch nicht ganz gefunden." entgegnet sie mir wieder.

"Naja das ist schwierig zu erklären. Es ist einfach so, dass es unglaublichen Spaß macht in einer Mannschaft zu spielen und der Kopf ist währenddessen einfach mal leer von Gedanken. Und die Ganzen Leute, die dasselbe fühlen und einfach mal von der Realität flüchten können, diese Leidenschaft ist einfach krass." antworte ich ihr und muss mich zurückhalten, denn ich könnte wirklich stundenlang von Fußball schwärmen.

"Ja, das macht schonmal mehr Sinn für mich, aber sie haben wirklich das Richtige gewählt, so wie ihre Augen gerade geleuchtet haben, während sie geredet haben." antwortet sie mir noch und irgendwie gefällt es mir, einfach mal mit Leuten zu reden die keine Ahnung haben, wer ich bin.

" Aber dann will ich sie mal nicht stören, denn sie haben ja nur noch 40 Minuten und ich denke mal nicht das ihr Haus nur aus einem Raum besteht." entgegnet sie mir und ich nicke und lächle sie nochmal an, bevor ich mir wieder meine Kopfhörer rein mache und weiter die Räume zeichne. Irgendwann wird es eine Mischung von Kugelschreiber und Bleistift, denn ich habe keinen Radiergummi, heißt ich zeichne über meine Fehler einfach mit Kugelschreiber drüber, aber trotzdem kann man sie noch relativ gut erkennen.

Da ich mich während dem Flug nicht abgeschnallt habe bemerke ich auch nicht wie wir wieder landen. Erst als die Dame neben mir mich wieder antippt, wird mir klar, dass wir schon festen Boden unter uns haben. Also packe ich schnell mein Zeug in den Rucksack und springe fasst schon auf, denn ich möchte nicht, dass die Beiden noch länger warten müssen wegen mir. Ich tue meinen Koffer runter von der Ablage und greife gleich nach denen von den Beiden auch noch, denn ich habe damit keine Schwierigkeiten und wenn ich kann, warum sollte ich nicht helfen.

" Dann ihnen noch einen schönen Tag und tut mir leid, dass sie wegen mir warten mussten." entgegne ich den Beiden da wir die Letzten sind die Raus gehen.

Ich gehe schnell aus dem Flugzeug und erst jetzt fällt mir auf wie einfach das Fliegen war, also mache ich schnell eine Sprachnachricht an Kai.

"Schatz du wirst es nicht glauben, ich habe den Stressball nicht einmal gebraucht. Ich habe einfach gezeichnet und nicht einmal gemerkt das wir gestartet sind oder gelandet. Ich zwar kurz mit einer älteren Dame neben mir geredet, aber die restliche Zeit habe ich die Räume eingerichtet. Ich muss dir später Bilder davon schicken."  erzähle ich ihm kurz, da ich nebenbei aus dem Flughafen raus hetze, denn ich will ja nicht das Marco noch länger auf mich warten muss als eh schon.

Als ich aus der Tür raus gehe, sehe ich Marco direkt, auch wenn er seine Cap ins Gesicht gezogen hat und eine Sonnenbrille trägt. Als ich bei ihm ankomme, umarmen wir uns einmal kurz bevor wir uns schon auf den Weg zum Auto machen.

"Okay du musst mir alles erzählen während der Autofahrt, denn ich muss danach direkt zum Training und ich weiß nicht, ob du mich danach an der Backe haben willst." entgegnet mir Marco noch auf dem Weg zu seinem Auto.

"Alles gut erstens habe ich dich gerne danach an der Backe und zweitens kannst du mich mit zum Training nehmen, wenn ich kurz meine Sachen zuhause ablegen könnte." antworte ich ihm, doch bevor er nachfragen kann, sind wir schon am Auto und er steigt ein, während ich meine Sachen in den Kofferraum tue. 

Sorry dass das Kapitel erst so spät kommt, ich habe Silvester bei einer Freundin gefeiert und dort gefeiert und als ich heim kam war jetzt die ganze Zeit meine Familie da. Natürlich habe ich wieder vergessen das Kapitel vor zu planen, aber es ist ja kein Weltuntergang. Wahrscheinlich war heute eh niemand um 8 Uhr schon wach.

Wie habt ihr Silvester eigentlich gefeiert?

Ist die Karriere wirklich alles wert? - Bravertz FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt