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POV Jule:

Die nächste Woche verläuft relativ ruhig, zwar war am Anfang der Woche die Dfb Pokal Auslosung und wie durch ein Wunder müssen wir gegen Dortmund spielen. Aber bis jetzt geht es mir wirklich noch gut und ich mache mir keine Sorgen über das Spiel.

Kai ist zwar sehr darauf fokussiert, dass ich nicht Angst habe und meinte auch das wenn ich nicht spielen möchte keiner mir böse ist und er das auch für mich klären kann. Aber ich weiß ich kann nicht mehr davor weglaufen. Wir werden gegen Dortmund noch öfter spielen und darauf habe ich mich eingestellt, als ich zu einer anderen deutschen Mannschaft gewechselt bin.

Doch seit ich Kai ehrlich gesagt habe, das es mir gut geht und falls ich doch bedenken habe oder nervös werde zu ihm kommen werde, ist er auch relativ entspannt und beobachtet mich nicht mehr so streng.

Ich werde auch immer besser darinnen nicht direkt panisch zu werden. Mir macht es also nicht mehr so viel aus wenn die Jungs irgendwo lachen und ich nicht weiß worüber sie lachen. Denn am Anfang hat mich das sehr getroffen und ich war das restliche Training so in Gedanken darüber, ob sie über mich gelacht haben oder warum sie über mich gelacht haben. Doch ihnen ist es meistens aufgefallen das etwas nicht stimmt und auch relativ schnell dahinter gekommen.

Seitdem habe sie immer wenn sie gemerkt haben, dass ich ruhiger werde und davor so eine Situation passiert ist, mir direkt erklärt und klar gemacht, das sie mich mögen und über was sie eigentlich gelacht haben. Und ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist, aber ich bin ihnen einfach so dankbar das sie so einfühlsam sind.

Zum Glück passiert es immer weniger das ich überhaupt so Gedanken bekomme und ich kann das Training und die Zeit mit der Mannschaft immer mehr genießen.

Auch mit Marco habe ich wieder mehr Kontakt, zum Glück war er voll verständlich das ich mich in der ersten Woche nicht so viel gemeldet habe, da ich einfach mich einleben musste. Aber jetzt haben wir immer mal wieder Abende wo wir einfach zusammen zocken und einfach reden.

Kai liegt meistens währenddessen auf meinem Schoß und meistens ließt er etwas oder macht einfach irgendwas für sich selbst.

Marco berichtet mir auch immer mal wieder wie es in der Mannschaft läuft und anscheinend geht es bei denen auch wieder etwas Berg auf. Und was er mir auch erzählt hat ist das meine Ansprache anscheinend wirklich etwas gebracht hat, denn immer mehr trauen sich gegen Rose etwas zu sagen und besonders bei Ungerechtigkeiten stellen sich jetzt meistens mehrere gegen Rose. Ich muss wirklich sagen ich freue mich für sie, das es der Mannschaft besser geht, denn sie haben wirklich nicht verdient das ihre Karriere zerstört wird.

Die Woche vergeht relativ schnell, da wir uns hauptsächlich auf das Spiel am Mittwoch vorbereiten. Ohne das ich es wirklich bewusst ist, ist es dann schon Dienstag abends und wir sind im Bus und auf dem Weg nach Dortmund. Ich schreibe etwas mit Marco und höre Musik um die Zeit um gehen zu lassen. Aber anscheinen bin ich nicht der einzige, denn Leroy und Serge, die mit uns im 4er sitzen, haben entschieden Uno spielen zu wollen, also schließen wir uns einfach denen an, denn umso schneller geht die Zeit dann auch um.

Bald sind wir dann in Dortmund angekommen und machen uns direkt auf den Weg zum Hotel, denn es ist jetzt schon 18 Uhr.

Am Hotel nimmt jeder seinen Koffer und wir dürfen uns auf die 2er, 3er und 4er Zimmer aufteilen, doch das geht relativ schnell, weil schon viele im Bus abgesprochen haben ob sie wieder in ein Zimmer gehen wollen. Da niemand alleine mit einem Pärchen im Zimmer sein wollte und die 4er Zimmer schon vergeben waren landen ich und Kai in einem 2er Zimmer und ich kann mich nicht darüber beschweren. Das offene 3er Zimmer geht an Leon, Josh und Serge und dann sind alle zufrieden. Bis zum Abendessen konnten wir unsere Zimmer noch einrichten und dann mussten wir eigentlich schon wieder runter.

Zum Essen gab es Spagetti mit Bolognese oder Gemüse soße und alle schlagen sich gut den Magen voll. Heute saßen wir mal gegenüber von Konni und Matthis, aber da wir alle an einer großen Tafel saßen interessiert das eigentlich nicht wirklich, denn überall waren Gespräche bei denen man zuhören oder sich beteiligen konnte.

Nachdem Essen verkündet Julian

„Also Jungs ich denke ihr wisst wie wichtig das Spiel morgen ist und könnt selber einschätzen was ihr heute Abend macht und wann ihr schlafen geht, aber ich erwarte von euch das ihr morgen genügend Kraft habt um ein gutes Spiel zu zeigen."

Dann stehen alle langsam nacheinander auf und eigentlich geht jeder auf sein Zimmer. Denn nach der langen Busfahrt und dem wichtigen Spiel morgen wollen alle nur in ihr Bett. Kai und ich haben schon vorher die Betten zusammen geschoben, denn ich würde niemals freiwillig auf das Einschlafen und das Aufwachen neben Kai verzichten und da wir nur zu zweit im Zimmer sind kann auch keiner was dagegen sagen.

Der nächste Morgen läuft relativ normal ab, wir wachen zusammen auf, Kai möchte nicht aufstehen, Frühstücken und dann eine Trainingseinheit.

Dann ist es schon Zeit das wir uns auf den Weg zum Stadion machen. Ich merke das mein Herzschlag etwas schneller ist als sonst und ich echt etwas nervös bin, aber bis jetzt geht es noch. Kai merkt anscheinend das ich etwas unruhig bin, deswegen hält er mir seine Hand hin und irgendwie beruhigt es mich ungemein mit seinen Fingern zu spielen. Aber er vertraut mir so sehr das er weiß dass ich mit ihm rede wenn es schlimmer wird. Dann kommen wir am Stadion an und ich habe schon viele Dortmund Fans gesehen, aber in den letzten Wochen wurde so viel drüber geredet wie die Sicherheitsmaßnahmen erhöht wurden, also fühle ich mich etwas sicherer. Und dieses Mal werde ich den Fehler dort hin zu gehen nicht machen und ich habe genügend Menschen die mich unterstützen.

Als wir den Platz besichtigen überlege ich ob ich das wirklich machen will, aber lieber jetzt und dann kann ich das verarbeiten bis ich spielen muss, anstatt später überrascht zu werden. Also folge ich der Mannschaft und wie gehen alle als eine Gruppe hoch, ich merke auch wie alle Jungs um mich rum sind und ich muss schon sagen irgendwie ist es süß wie sich mich beschützen wollen. Zwar kommen mir schnell Erinnerungen hoch als ich die Südkurve sehe und das Tor vor dem ich ohnmächtig geworden bin. Doch Kai holt mich schnell aus meinen Gedanken raus und die Jungs versuchen mich alle zu beruhigen und sagen immer wieder, das sie für mich da sind und auf mich aufpassen werden, so das sich niemand traut irgendwas gegen mich zu machen.

Dann gehen wir in die Kabine um uns umzuziehen und es läuft zwar Musik, aber trotzdem ist es relativ still im Vergleich zu sonst, man merkt einfach dass alle mit sich selbst beschäftigt sind. Denn nachdem es in den letzten Jahren wirklich nicht gut im Dfb-Pokal lief, wollen alle dieses Jahr ins Finale kommen.

Als wir zum Aufwärmen raus kommen und natürlich auch währenddessen, werden wir ausgepfiffen und zwar setzt mein Herz im ersten Moment aus, doch dann wird mir klar das sie es nicht gegen mich richten sondern gegen die ganze Mannschaft.

Oh nein Jule wird mit seinem Vorfall konfrontiert, aber mal sehen was passieren wird und wie das Spiel laufen wird.

Ist die Karriere wirklich alles wert? - Bravertz FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt