POV Kai:
Seine Augen sind offen, wie konnte ich das nicht bemerken? Ich drücke seine Hand und er lächelt gequält zurück. Hat er mitbekommen was passiert ist? Wahrscheinlich kann er sich es denken, doch bevor ich weiter überlegen kann spricht der Arzt ihn an.
„Hallo Herr Brandt, wie geht es ihnen, wo haben sie Beschwerden?"
„ Meine Hüfte schmerzt und mein Kopf fühlt sich an als würde er explodieren." Entgegnet er uns benommen. Doch plötzlich setzt er sich auf und als könnte der Arzt Gedanken lesen. Greift er direkt nach einer Spuckschüssel und Jule würgt das erste Mal. Ich greife direkt nach seinen etwas längeren Haaren um sie nach hinten zuhalten. Mit der anderen Hand streiche ich ihm über den Rücken während er sich übergibt. Ich versuche ihm helfende Sachen wie
„Gleich hast du es geschafft. Du schaffst das. Gleich ist es vorbei." Ins Ohr zu flüstern.
Als er aufgehört hat dreht der Arzt sich zu uns und fängt an zu reden.
„Also wie ich vermutet habe zeigt alles daraufhin das Sie eine Gehirnerschütterung von der Metallstange haben. Diese sollte aber von selbst wieder gehen, aber in den nächsten Tagen können Sie sich noch benommen fühlen oder Ihnen kann auch übel sein. Auch die Kopfschmerzen und das Erbrechen sind der Gehirnerschütterung geschuldet und es kann zu Gedächtnisstörungen kommen. Jedoch sollten die Symptome nach so einer Woche wieder verschwinden. An Ihrer Hüfte haben sie Verbrennungen des 2 Grades, jedoch sollten die Rötung, Schwellungen und Bläschen nach 2 bis 3 Wochen zurück gehen und es werden nur Narben bleiben. Trotzdem würde ich Sie die nächsten Tage gern zur Beobachtung wegen Ihrer Gehirnerschütterung hierbehalten, Sie bekommen morgens für den Tag und abends für die Nacht Schmerztabletten und optional noch eine im Laufe des Tages. Jedoch sind diese relativ stark, also gucken wir erstmal ob Sie diese überhaupt brauchen." Ich atme einmal tief durch, es wird alles wieder gut, von jetzt kann alles nur noch Bergauf gehen. Jule starrt einfach an die Decke und wirkt abwesend, wahrscheinlich ist das von der Gehirnerschütterung. Der Arzt verlässt das Zimmer und Jule wird von einer Krankenschwester in ein Zimmer gebracht. Ich laufe einfach mit, aber Jule hat immer noch kein Wort gesagt. Als wir zu zweit alleine im Raum sind setze ich mich neben sein Bett und greife nach seiner Hand.
„Hey wie geht's dir? Kann ich dir irgendwie helfen oder irgendwas machen?"
„Naja körperlich helfen die Schmerztabletten gerade, aber ich verstehe das alles nicht. Kannst du einfach hierbleiben und mich nicht ganz mit meinen Gedanken alleine lassen. Ich weiß nicht ob du willst, aber kannst du dich einfach herlegen."
„Natürlich lege ich mich zu dir, wenn du das auch möchtest." Schnell stehe ich auf, ziehe meine Schuhe aus und lege mich dann zu ihm, auf die Seite welche nicht verletzt ist. Jule kuschelt sich direkt an mich und ich merke seine Haare an meiner Brust, also greife ich mit einer in sie und spiele mit ihnen. Wir genießen einfach beide den Moment und das wir überhaupt hier sein können. Aber ich bemerkt, dass Jule in seinem Kopf ist also frage ich einfach gerade heraus.
„Hey willst du mir erzählen was in deinem Kopf abgeht, vielleicht kann ich dir helfen?"
„Naja eigentlich will ich wissen was passiert ist, nachdem ich ohnmächtig geworden bin, weil ich weiß das mich ein Pyro getroffen hat, aber wie bin ich da weggekommen. Denn meine Verletzungen sind ja jetzt nicht allzu krass dafür."
„Okay, wenn es zu viel wird sagst du einfach Stopp okay" er nickt mir zu, also fange ich an zu erzählen.
„ Alle standen an der Mittellinie mit den Schiedsrichter um sich in Sicherheit zu bringen, aber als du getroffen wurdest, sind ich glaube Kimmich, Goretzka, Müller, Neuer und Marco los gerannt zu dir. Kurz bevor sie bei dir waren wurdest du von dem Pyro getroffen, aber sie haben zusammen schnell reagiert Müller hat dich hingesetzt, Goretzka hat deine Arme hochgehalten, Kimmich hat dir das Trikot ausgezogen oder eher weggerissen, weil es ja gebrannt hat. Neuer stand vor euch und hat euch vor der Kurve abgeschirmt und Marco hat dich dann weggetragen und dich mir in die Arme gegeben und ja dann sind wir zu Krankenwagen." Ich atme einmal tief durch und fahre weiterhin durch Jules Haare, ich will ihn zu nichts drängen, also warte ich einfach ab ob er was sagen will.
„Ich muss mich echt bei ihnen bedanken, wer weiß was ohne sie passiert wäre, aber mein Körper war auf Autopilot, ich weiß das es absolut dumm ist da hinzulaufen, aber in dem Moment habe ich es einfach gemacht. Können wir vielleicht noch das Spiel gucken ich will sehen wie es ausgeht?"
„Okay, aber bist du dir sicher, dass du das willst?"
„Jep ich schaffe, dass du bist ja da." Also greife ich nach der Fernbedienung und schalte ihn an. Als Jule die Südkurve sieht, auf welcher gerade die Kamera liegt spannt er sich an und ich fahre weiter durch seine Haare und flüstere ihm.
„ Hey du bist sicher hier, die können dir nichts antuen und ich werde nicht zulassen, dass sie dir jemals wieder etwas antuen." Er entspannt sich wieder und ich bin echt überrascht, dass das so gut funktioniert hat. Das Spiel ist schon in der Nachspielzeit und anscheinend hat Bayern noch ein Tor geschossen, denn es steht 2:1. Jedoch merkt man bei Bayern, dass sie die Aktion belastet, denn so schlecht haben sie schon lange nicht mehr gespielt. Besonders Marco sieht am Boden zerstört aus. Ich würde ihm gerne irgendwie zukommen lassen das es Jule gut geht, aber ich wüsste nicht wie. Alle Spieler haben kein Handy und ja Rose kann ich vergessen. Also schreibe ich ihm eine Nachricht, die muss er wohl selber entdecken.
Hey Marco, wir sind im Klinikzentrum Mitte und Jule ist wieder wach und es geht ihm soweit gut. Sind in Zimmer 297
Mehr denke ich wird er eh nicht lesen wollen, also reicht die Nachricht, dann wird Abgepfiffen. Ich bin gespannt, was passiert Marco rennt sofort vom Platz in die Kabinen. Die restliche Mannschaft ist verwundert über das Verhalten so als würde nicht einer von ihren Mitspielern im Krankenhaus liegen und sie haben keine Ahnung. Die Bayern Spieler gehen zu ihren Fans und bedanken, doch die Stimmung ist bedrückt und die Fans verstehen, warum sie nicht so sehr feiern wie sonst. Sie bleiben auch nicht so lange wie sonst bei ihnen, sondern gehen relativ schnell in die Kabine. Doch was mich schockt sind die restlichen Dortmund Fans die trotz der Aktion auf Jule zu den Fans gehen und für sie klatschen und sie bedanken. Wie können sie nur, natürlich bin ich voll dafür, dass auch wenn man verliert man sich bei den Fans bedankt. Aber nach der Aktion auf einen ihrer Teamkollegen trotzdem zu ihnen zu gehen und keiner hat ein Wort gesagt. Bevor ich mich weiter aufregen kann klingelt mein Handy und greife danach. Es ist eine Nummer die ich nicht kenne. Jule guckt mich fragend an und ich zucke nur mit den Schultern. Also gehe ich ran.
„Hallo?" frage ich ohne meinen Namen zu sagen.
Ich hätte fast gestern vergessen das Kapitel rein zu tun so das ich es hochlanden kann, ich werde versuchen am Wochenende die Kapitel vorzuplanen für die Woche, denn ich habe ab jetzt wieder voll Schule und das wird jetzt eine krassere Umstellung, denn davor hatte ich immer nur bis 13 uhr und freiwillig länger. Und jetzt habe ich wie beim Arbeiten, bis 15 oder 17 uhr und fahre noch länger heim. Zwar habe ich noch etwas vorgeschrieben, aber ich versuche trotzdem weiter viel zu schreiben.
DU LIEST GERADE
Ist die Karriere wirklich alles wert? - Bravertz FF
FanfictionKai und Julian. Beste Freunde. Doch kann sich das alles auf einmal ändern. Kai sieht etwas, was er lieber nicht gesehen hätte. Doch wie soll ihre Freundschaft denn so weiter bestehen? Und wie sollen sie dasüberhaupt alles schaffe? Während Kai sich d...
