Part 13

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Wie schnell ist bitte dieses Jahr vergangen? Ich habe mit erschrecken festgestellt, das nächste Woche schon wieder Sankt Martin ist!
Ich denke es wird auch mal Zeit, dass diese Geschichte ihren Abschluss findet. Noch ist es nicht soweit, ein bisschen kommt noch :)
Für alle die noch mitlesen: Danke für Eure wahnsinnige Geduld. Es ging hier aus Zeitmangel nicht weiter - nicht, weil ich die Geschichte vergessen habe. 
Falls euch das Kapitel gefällt, lasst mir ein Sternchen da!
Ich freue mich auch über Kommentare. Oder Beschwerden, warum ich solange gebraucht habe *haha* Nein, seid bitte gnädig mit mir 
🥲

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„Alles okay bei dir?"
Harrys weiche Stimme kämpfte sich nur langsam durch den dichten Nebel in seinem Kopf. Noch immer zitterte sein ganzer Körper. Vor allem, als er die weichen Lippen auf sich spürte. Wie sie zarte Küsse auf seiner verschwitzten Haut verteilten.
Küsse! Zarte, flüchtige Küsse!
Das hatte er nicht erwartet. Das hatte noch kein One-Night-Stand bei ihm getan.
Und dann war da noch die warme Hand, die mit einer Serviette fast schon zärtlich über ihn wischte.
Louis Gänsehaut verstärkte sich. Sein Bauch zuckte, wölbte sich bei jedem Atemzug. Die Schmetterlinge in seiner Brust waren kaum auszuhalten.

„Ja", krächzte er nach wenigen Sekunden.
Schnell räusperte er sich.
„Heilige Scheiße ...", kicherte er übermütig.
Er konnte es nicht verhindern. Dazu fühlte er sich in Harrys Gegenwart viel zu wohl. Der süße Klang animierte auch den dazu, mitzumachen. Louis dabei in den Bauch zu blubbern, dass er laut quietschend auflachte.
Sofort schlug er sich peinlich berührt die Hand vor den Mund.
„Nicht. Ich mag, wenn du lachst!"
Harry biss sich auf die Unterlippe. Seine feuchten Locken umspielten die geröteten Wangen und klebten an seinem Hals.
„Wirklich?"
Louis stockte.
„Du bist ...", setzte er an, dann hielt er inne.
Mit den Handflächen wischte er sich über das Gesicht, bevor er seinen Arm träge über seinem Kopf auf das Sofakissen fallen ließ.

„Ich bin was?", fragte Harry neugierig und piekte ihn in die Seite.
Seine Grübchen blitzen spitzbübisch auf.
„... Du bist ... unglaublich", wisperte Louis schließlich.
Und wunderschön. Heiß. Herzlich. Zu gut, um wahr zu sein. Nicht von dieser Welt ...
Er konnte ihm gar nicht so viele Komplimente machen, wie sie dieser Mann verdient hatte.
„Kannst du mich bitte kneifen? Ich glaube, ich träume ...", murmelte er verlegen.
„Ähm ..."
Harrys legte den Kopf schief. Dessen süße Grübchen brachten seinen Magen zum Kribbeln und sein Herz zum Hüpfen.
„Oder nein! Halt!"
Louis fuchtelte hektisch mit den Händen.
„Nicht kneifen. Wenn das ein Traum ist, will ich nicht aufwachen! Dann will ich es noch genießen!"
„Ist das so?"
Jetzt war es Harry, der verlegen lachte.
„Ja!"

Louis setzte sich auf, griff dem überraschten Lockenkopf an die Oberarme und drehte ihn kurzerhand auf den Rücken, bevor er sich in einer geschmeidigen Bewegung selbst auf dessen Schoß platzierte.
Shit.
Diese festen, muskulösen Oberschenkel fühlten sich himmlisch unter seinen eigenen Beinen an. Aber die waren nichts im Vergleich zu Harrys großen Händen, die sich wie von selbst an seine nackten Pobacken schmiegten, während der ihn stumm beobachtete. Ihn festhielt und unwillkürlich enger presste.
Wäre das so auch beim Sex? Würde Harry ihm Halt geben? Ihn unterstützen und führen?

Louis entwich ein Seufzen.
„An was denkst du?"
Mist. Hatte er ihm das angemerkt?
Harry musterte ihn forschend. Dieser durchdringende Blick! Ein Schauer jagte über seinen Rücken bis runter in die Zehenspitzen.
Noch immer war da diese nicht verebbende, flirrend-prickelnde Euphorie in seinem Körper.
Wie schön dessen Iris funkelte. So viele wunderbar schimmernde Grüntöne. Und diese einzelnen, fast goldenen Sprenkel, die dessen Augen eine Tiefgründigkeit verliehen, wie er sie noch nie bei einem Menschen gesehen hatte. Dazu die kleinen Lachfalten. Er hatte sich schon am Lagerfeuer nicht sattsehen können. Und so war es auch jetzt. Es war, als könnte Harry ihn mit seinem Blick gefangen halten. Ihn verzaubern und willenlos machen.
Was machst du nur mit mir? Und vor allem: Wie machst du das?

Sankt MartinWo Geschichten leben. Entdecke jetzt