25 Urlaub

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Wer mich schon eine Weile kennt, erinnert sich sicher noch daran, dass wir 2023 drei Monate Urlaub in den Marken in Italien machen konnten.

Hier ein paar Erinnerungen an schöne Zeiten, als die Welt noch mehr in Ordnung war, als sie es heute ist.

Abfahrt

So! Wir saßen also im Auto, die Reise begann.

Zwei Wochen lang glich unser Wohnzimmer einem – ja was?

Chaos?

Ja! Eindeutig!
Und das alles soll in ein einziges Auto passen? dachte ich verzweifelt, wie jedes Mal vor jedem Urlaub.
Dabei hatten wir beschlossen, dieses Mal wirklich nur das Nötigste mitzunehmen.
Im Ferienhaus gab es eine Waschmaschine, in den Marken supermoderne Supermärkte, aber auch in jedem der bezaubernden Städtchen kleine Spezialitätenläden, die wir bevorzugen.

Doch „das Nötigste" ist eben relativ.
Die Käsereibe, die Knoblauchpresse, die Salatschleuder?
Unabdingbar!

So kam eins zum anderen.
Doch Lebensmittel lassen wir dieses Mal zu Hause.
Bei drei Monaten lohnt es sich ja, alles unten zu besorgen.
Ein Paket Nudeln?
Für den ersten Tag? Bis wir zum Einkaufen kommen? Okay!
Eine Flasche Wein?
Etwas Essig und Öl?
Aus den oben genannten Gründen?

So füllte sich also die Haushaltskiste, aber letztes Jahr waren es deren zwei.
Und auch das Wohnzimmer füllte sich wie von Geisterhänden. Sonnenschirme, Mückenschutznetze, Radträger, Räder, Taschen mit dem Equipment für Handys, iPods und iPads, Laptop, Bluetooth-Lautsprecher, Akkus für die E-bikes.

Die Reisetaschen mit Klamotten füllten sich ebenso, bis die Schränke leer waren. Das Wetter schien nicht so sehr zuverlässig zu werden, wie der Beste aller Ehemänner stündlich auf dem Handy abfragte.
Also, warme Sachen, leichte Sachen, Regensachen, Sportsachen, Badesachen – das läppert sich!
Ein bisschen Unterwäsche sollte ja auch mit.
Und Schuhe natürlich!
Diese Rudelwesen!

Die bei ihm aber gehäufter auftreten als bei mir – ein Umstand, den ich liebe, denn da muss ich niemals Frotzeleien ertragen.

Und dann natürlich: Die Stühle.
Die Stühle bleiben da!
Die Stühle kommen mit!

Letztendlich habe ich diesen Überlebenskampf gewonnen ... wie in jedem Jahr.
Ich liebe es, Urlaub in Ferienhäusern zu machen, aber ich hasse es, Stunden auf Monoblocks zu verbringen. Deshalb führen wir vor jedem Urlaub die gleichen Diskussionen.

„Die Klappstühle nehmen zu viel Platz weg!"

„Wir haben extra welche gekauft, die ganz flach sind!"
Und so weiter, und so fort!

Am Ende dann immer der gleiche Satz: „Das hätte ich jetzt nicht geglaubt, dass die so wenig Platz einnehmen!"
Ich schon.

Dann mussten natürlich noch Stühle für den Strand rein, diese unglaublichen Klick-Klack-Dinger, die mit ein paar Handgriffen zusammengebaut sind, ein Tisch für das obligatorischen Picknick, leichte Hocker für einen Spontanaufenthalt im Nirgendwo.

Und mein Kopfkissen!
Es soll ja Menschen geben, die auf diesen halben, mit Kunststoffflocken gefüllten Dingern schlafen können.
Ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich brauche ein 80 mal 80 Federkissen, auf das ich mein Haupt betten kann.
Dann noch ein Lesekissen! Ohne geht gar nichts.

Letztendlich noch alle Variationen von Mückenschutz.
Moskitos lieben mich!

Sie warten ihr halbes Leben darauf, mich endlich kennen zu lernen. Und in keinem Land, in dem ich bisher gewesen bin, sind sie so verrückt auf mich wie in Italien.
Grundsätzlich verbringe ich die Hälfte aller Urlaubstage hinter einer großen Sonnenbrille, weil mich so ein Biest ins Augenlid gepiekst hat.
Den Ehering nehme ich immer gleich am ersten Tag ab, weil mich garantiert ein Moskito in die rechte Hand sticht, kaum dass ich das Auto verlassen habe.

Sias SchmunzeleckeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt