15 - Say Goodbye

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[ Zeitsprung: 1 Woche später ]

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"Müsst ihr echt schon gehen?", murmelte Ardy in meine Haare.

" Ja, leider. Morgen fängt die Uni an und ich muss noch für meine Klausur in Anatomie lernen." Ich seufzte.

"Allein wenn ich schon dran denken muss, ugh. Aber noch schlimmer ist, dass wir uns jetzt erstmal so lange nicht sehen werden..."

"Ja, ist echt nicht toll, aber ich verspreche dir, dich bald zu besuchen." Er drückte mir noch einen letzten gefühlsvollen Kuss auf die Lippen, bevor ich nochmal rüber zu Taddl ging, um auch ihn noch ein letztes Mal zu umarmen.
Ich hatte ihn grad wieder und schon wurde er mir wieder entrissen.
Mein Bruder.
Ich habe ihm verziehen, klar, manche Personen würden es nicht verstehen, aber er ist trotz allem neben Luna, John und Ardy die wichtigste Person in meinem Leben.

"Kommt mich so schnell wie möglich besuchen", meinte ich noch schnell, bevor auch Luna mich ins Auto zog und wir uns auf in Richtung Berlin machten.

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"Kona? Alles okay? Wir gehen schnell tanken, kommst du mit rein?", fragte Felix mich gefühlsvoll, als wir auf circa der Hälfte der Strecke waren.
Als eine Antwort meinerseits bekam er nur ein Kopfschütteln.
Ich war einfach momentan zu schwach und mental angegriffen, um zu reden, geschweige denn mich großartig zu bewegen, denn die Trennung von den beiden ging mir jetzt schon ziemlich nahe und ich hatte echt keine Ahnung, wie ich das länger aushalten sollte.

Ein paar Minuten später kamen die beiden auch schon wieder und Luna drückte mir einen Becher in die Hand.
"Mit vier Zucker, so wie du ihn am Liebsten bei Kummer hast.", raunte sie mir mit einem fetten Grinsen auf den Lippen ins Ohr.
Ich gab ihr allerdings nur ein schwaches dankendes Lächeln, was sie glücklicherweise einfach so hinnahm.
Sie ist meine beste Freundin und kennt mich so gut wie niemand anderes in meinem Leben. Okay, außer John. Aber  um ihn gehts jetzt nicht.
Naja, jedenfalls weiß sie, dass ich meine Ruhe haben will, wenn es mir nicht gut ging.
Manche würden jetzt wahrscheinlich denken, was ist denn das für eine beste Freundin, die einen nicht richtig tröstet, wenn es einem nicht gut geht, aber sie ist einfach perfekt, sie tröstet mich mit solchen kleinen Gesten, wie mit diesem Kaffee und sie lässt mich wiegesagt einfach in Ruhe, was ich wirklich sehr schätze.

Strange - a.bWo Geschichten leben. Entdecke jetzt