Harry POV:
"Louis, ich habe mich in dich verliebt." Er sah mich an. Seine Augen waren schwarz getränkt und voller Hass und Wut. "Geh, Harry. Geh einfach, ich will dich NIE wiedersehen! Das ist ekelig!! Wie kann man nur in einen Jungen verliebt sein?! Noch dazu in seinen besten Freund?!" "Louis, es tut mir leid. Ich wollte das doch nicht, ich..." Ich wurde von einem stechenden Schmerzen an meiner Wange unterbrochen. Er hat mich geschlagen. Louis hat mich geschlagen. "Harry, lass mich mit deinem Rumgeschwuchtel in Ruhe! Ich hasse dich!! Ich hasse dich, Harry!!!!" er schlug weiter auf mich ein, doch seine Worte taten noch viel mehr weh. Er hasste mich. Ich schrie und weinte und versuchte mich zu wehren, aber der Schmerz blieb.
"Harry! Hey Harry... wach auf!!"hörte ich eine nahe Stimme. Panisch öffnete ich meine Augen und sah direkt in Louis. "Hazza. Alles ist gut, du hattest einen Alptraum. Alles ist gut, ich bin bei dir." beruhigte mich Louis mit sanfter Stimme, während er mich im Arm hielt und mir gleichmäßig mit seiner zarten Hand Kreise auf den Rücken malte. Ich beruhigte mich und mein Atem ging wieder regelmäßiger, aber dafür schlug mein Herz gleich dreimal so schnell und hart. "Tut mir leid, Lou... da war nur so ein blöder Traum", nuschelte ich an seine Brust. "Ist schon gut, du kannst ja nichts dazu." Er lächelte mich an, "Was hast du denn geträumt?" Ich überlegte kurz. Ich konnte ihm schließlich nicht die Wahrheit sagen, aber er merkte immer wenn ich log. "Irgendwie dass wie uns gestritten haben und du... naja du hast gesagt, dass du mich hasst und hast mich geschlagen..." erzählte ich ihm, mehr oder weniger wahrheitsgemäß. Er zog mich noch näher an sich heran, falls das denn noch ging. "Das würde ich niemals tun. Das könnte ich doch gar nicht, du weißt das doch, oder?!" Ich nickte schnell und sah ihn dann an. Er war wie immer wunderschön und seine Mundwinkel waren leicht nach oben gezogen, während er mich nachdenklich ansah. Dann löste er seinen Blick von mir und nahm meine Hand, um mich aus dem Bett zu ziehen.
Wie frühstückten und machten uns dann fertig, um uns auf den Weg zu Nialls und Liams Wohnung zu machen. Die beiden waren gestern Abend wiedergekommen und obwohl wir uns nur ein paar Tage nicht gesehen hatten, hatte ich sie echt vermisst. Wir konnten eben einfach nicht ohne einander. Ich grinste bei dem Gedanken und schloss mein Auto auf. Louis ließ sich auf den Beifahrersitz nieder und ich startete den Motor. Wir wohnten zwar nur wenige Minuten von unseren Freunden entfernt, doch Lou und ich waren gerade einfach zu faul zum Laufen und außerdem hatte es angefangen zu regnen. Kein Wunder, es war schließlich Mitte September und in England regnete es eh so gut wie das ganze Jahr über.
Zayn wohnte mit seiner Freundin Perrie in einer Wohnung auch gleich in der Nähe, aber sie waren gerade noch im Urlaub in Spanien.
Während der Fahrt führten Louis und ich ein angeregtes Gespräch über Justin Bieber. Louis wollte mir allen Ernstes weiß machen, dass er schwul sei und es die Beziehung zu Selens Gomez nie gegeben hätte und nur von seinem Management arrangiert worden war. Ich grinste. Wenn Lou erstmal seine Meinung hatte, dann war eigentlich eh alles verloren. "Woher willst du das wissen? Hast du etwa mit ihm rumgemacht?" fragte ich ihn mit hochgezogenen Augenbrauen. "Nee. Mit dem doch nicht!" sagte er bestimmt und sah mich irgendwie seltsam an. Ich wusste nicht ganz was ich sagen sollte, aber wir waren eh da, von daher lächelte ich ihn einfach nochmal zu, bevor wir aus dem Auto stiegen und zur Tür sprinteten. Ja, wir sprinteten. Das machten wir immer und es war für uns schon zur Tradition geworden, dieses kleine Wettrennen zu veranstalten. Ich rannte mit Absicht nicht allzu schnell, um ihn unauffällig gewinnen zu lassen. Er streckte mir die Zunge raus und grinste von einem Ohr zum anderen. Dann klingelte er. Weil nach 2 Sekunden noch keiner aufgemacht hatte, drückte er gleich nocheinmal dieses Mal behielt er seinen Finger allerdings auf dem Knopf. "Louis! Niemand schafft es innerhalb von ein paar Sekunden die Tür zu..." Ich wurde unterbrochen, als Niall in der Tür erschien. "Laaaaaaarrryyyyy!!! Ich hab euch vermisst!!" Mit diesen Worten schmiss er sich uns in die Arme. Ich spürte wie Louis Niall noch näher an sich zog und dabei einen Arm um mich schlung. Ich lächelte und schloss meine Augen kurz, bevor Niall sich von uns löste und uns mit einer einladende Geste ins Haus führte. "Wo ist Liam?", fragte ich ihn. "Der duscht noch kurz. Wollt ihr was trinken?" "Tee!!", riefen Louis und ich wie aus einem Mund. "Ok, alles klar!", lachte Niall, während er in die Küche ging. Ich setzte mich auf das Sofa und Louis schmiss ein Kissen, das neben mir lag, kurzerhand auf mich und ließ sich dann neben mir nieder. "Auaaa!! Das tat vielleicht weh?!" rief ich entsetzt und fasste dramatisch an meinen Kopf. "Oh nein, Hazza!! Soll ich einen Doktor holen? Oder erste Hilfe leisten?"fragte er mich gespielt besorgt. Ja Mund-zu-Mund-Beatmung wäre vielleicht nicht schlecht. Ich lachte und warf das Kissen zurück. Und schon hatten wir eine wunderbare Kissenschlacht am laufen. "Louis und Harry?! Könnt ihr euch nicht einmal benehmen?"schrie Liam auf einmal dazwischen. "Oh hi Liam. Lass mich überlegen... ähh... Nein." beantwortete Louis seine Frage grinsend. Dann sprang er auf und drückte Liam in seine Arme. Ich lief zu den beiden und umarmte Liam dann auch. "Liaaaaam, Wie gehts, wie stehts?!, fragte ich ihn dabei. Und er lachte."Perfekt!"meinte er glücklich wobei er jeden einzelnde Silbe betonte. "Kein Wunder, jetzt wo die beiden Chaoten wieder in Reichweite sind." fügte Niall spöttisch hinzu und deutete mit den Kopf auf mich und Lou. In seinen Händen hielt er dampfende Tassen und Louis nahm ihm gerade eine davon ab. "Ja, ich weiß schon, dass ihr ohne uns nicht leben könnt. Ich finde uns auch toll."grinste er. Ich lachte und nahm Niall den Tee aus der Hand, während ich ihm ein dankbaren Blick zuwarf.
Wir redeten noch viel über Gott und die Welt. Ich genoss unsere freie, entspannte Zeit und war einfach glücklich. Denn jetzt hatt ich Lou für mich. Naja und Liam und Niall waren auch da, aber die waren nicht Eleanor. "Ich hab Huuuuuunger!!" rief Niall auf einmal und holte mich somit aus meinen Gedanken. "Was haltet ihr von Pizza bestellen? Ich hab grad keine Lust zu kochen." schlug Liam vor." Wir waren natürlich alle mehr als einverstanden, also rief Liam beim Pizza-Service an und gab unsere Bestellungen weiter. "In einer halben Stunde kommt der Typ", teilte Liam uns mit, doch wir hörten gar nicht genau hin, denn wir waren viel zu sehr damit beschäftigt zu diskutieren, ob wir 'Titanic' oder irgendeinen komischen Horrorfilm schauen sollten. Ich weiß, beschissene Auswahl, aber ich liebte nun mal Kitschfilme und Niall wollte unbedingt was gruseliges sehen. "Ich bin auch für 'Titanic'." meinte Louis auf einmal. Ich zog eine Augenbraue hoch und sah ihn fragend an. "Seit wann magst du 'Titanic'?" fragte ich ihn verwundert. "Darf ich vielleicht auch mal mitbestimmen?!", warf Liam dazwischen. "Nein ganz sicher nicht. Du willst nur wieder irgendein Disneyzeug schauen." erwiderte Louis grinsend. Liam machte gerade seinen Mund auf, um was zu sagen, doch ich kam ihn zuvor. "'Titanic'. Und dabei bleibts!" Komischerweise widersprach mir niemand, also schoben wir die DVD in den Videorecorder, nachdem die Pizza gekommen ist. Ich kuschelte mich zufrieden an Louis.
Liam POV:
Wir schauten also dem berühmten Schiff beim Sinken zu und ich hatte echt keine Ahnung, warum ich mir das antat, aber wahrscheinlich war mir schon die Gegenwart drei meiner besten Freunde genug, um zufrieden zu sein. Während des Films bemerkte ich wie Louis immer wieder zu Harry sah, welcher an seiner Brust gekuschelt lag. Zwischendurch streichte er ihm über die Locken und lächelte dabei. Harry erstarrte dann jedes Mal und hielt seinen Blick konzentriert am Fernseher. Ich grinste. Unser Larry-Paar. Ich wusste, dass die beiden ineinander verliebt waren, aber keiner von den beiden es jemals zugeben würde oder den anderen darauf ansprechen würde. Louis hatte ja schließlich eine Freundin, auch wenn ich ehrlich gesagt keine Ahnung hatte warum. Er sah Eleanor niemals so an ihn wie er es bei Harry nun schon seit drei Jahren tat. Am liebsten würde ich den beiden dabei helfen zueinander zu finden, aber ich wollte nichts kaputt machen.
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Caught-Larry Stylinson (German)
FanficManchmal kann die Grenze zwischen Freundschaft und Liebe mikroskopisch klein sein. Doch sowohl Liebe, als auch Freundschaft funktioniert nur, wenn man sich sieht, wenn man der Stimme des anderen zuhören kann, wenn man sich in den Arm nehmen kann. ...
