Harry POV:
Ich wurde aus dem Krankenhaus entlassen und meine Mum hatte darauf bestanden, mich mit zu ihr nach Hause zu nehmen. Ich wusste, dass sie es gut meinte, aber eigentlich wollte ich das nicht. Ich wollte, wenn ich schon nicht meinen Boo hier haben konnte, wenigstens in unserem Bett schlafen, mit Louis Geruch um mich herum. Trotzdem war ich mit ihr gekommen, sie sollte sich keine Sorgen um mich machen, und vielleicht tat es mir ja doch ganz gut, vertraute Personen bei mir zu haben. Also saß ich jetzt mit meiner Mutter und Gemma in ihrem Wohnzimmer, vor dem Kamin. Ich hatte inzwischen aufgehört zu weinen, entweder, weil ich keine Tränen mehr auf Lager hatte, oder einfach keine Kraft. Ich hatte, seit Mum mir erzählt hatte, was mit Lou los war, kein Wort mehr gesprochen, dafür waren in meinem Kopf umso mehr Stimmen. Sie stellten Fragen, alle durcheinander, und ich konnte keine einzige beantworten. Ging es Lou gut? Würde ich ihn jemals wiedersehen? War er vielleicht auch abgehauen, weil er mich nicht mehr wollte, oder wurde er, wie die Polizei vermutete, entführt? War das alles meine Schuld? ...
Ich wurde fast verrückt, was sollte ich nur tun?! Ich konnte hier doch nicht einfach sitzen bleiben und darauf warten, dass vielleicht irgendjemand mir irgendwann mal meinen Boo wiederbrachte!
"Harry!!!", unterbrach mich Mum mit lauter Stimme. "Huh?! Was is...?", fragte ich sie verwundert. Wow ich hatte geredet! Sie lächelte sanft. "Ich wollte nur wissen, ob du dich nicht langsam mal hinlegen willst?! Du kannst oben im Gästezimmer schlafen." Ich nickte und stand ohne ein weiteres Wort auf.
Es war 2 Uhr und ich hatte immer noch kein Auge zu bekommen. Die ganze Zeit dachte ich daran, was Louis wohl gerade tat. Dachte er genau jetzt auch an mich? Oder schlief er vielleicht einfach, wie immer? Er hatte immer gesagt, dass er nie wieder ohne mich schlafen will oder kann. Er hatte öfters Alpträume, aber in letzter Zeit war es besser geworden. Immer, wenn er dann doch schlecht geträumt hatte, nahm ich ihn fest in den Arm und erzählte ihm Geschichten, sang leise für ihn oder strich ihm sanft durch seine weichen Haare. Ich hatte es nie als lästig oder anstrengend empfunden, ich liebte es, das für ihn zu tun, vorallem weil ich wusste, dass es ihn beruhigte.
Louis POV:
Ich hatte die ganze Nacht nicht schlafen können, auch wenn ich echt müde war, aber ohne Harrys starken Armen um mich, bekam ich einfach immer wieder Alpträume. Ich hatte gar kein Zeitgefühl, weil es in diesem Raum rund um die Uhr stockdunkel war, aber als mein Entführer das nächste Mal zu mir kam, musste es wohl schon Morgen sein, denn er hielt ein Tablett mit Frühstück darauf in der Hand, und begrüßte mich mit einem übertrieben freundlichem "Guten Morgen, Tommo! Gut geschlafen??" Ich schüttelte vorsichtig meinen Kopf und er sah mich bemitleidend an. "Oh. Hast du Harry vermisst?" Warum war er auf einmal so nett zu mir?! Eigentlich hätte ich ihm nicht vertrauen sollen, aber er war die einzige Person, die ich zum Reden hatte. Also nickte ich mit Tränen in den Augen. "I-ich... ich kann nicht ohne... ohne Hazza schlafen, er... hilft m-mir bei Alpträumen", murmelte ich unter Tränen. Er nickte verständlich und kniete sich dann vor mich. "Louis, du musst versuchen ohne ihn auszukommen. Ich möchte dir nur helfen, weißt du?! Er ist ein Mann, so wie du einer bist. Ihr könnt nicht zusammensein, das ist falsch. Verstehst du, das geht einfach nicht! Ich werde dir helfen, damit du ohne ihm zurecht kommst und..." Ich unterbrach seine ruhige und sanfte, aber bestimmte Stimme. "Halt die Klappe! Ich darf lieben, wen ich will und daran ist nichts falsch!!" Seine Augen verengten sich zu Schlitzen, dann holte er aus und scheuerte mir eine. Ich zuckte zusammen, aber unterdrückte einen Aufschrei. Dem Gefallen würde ich ihm nicht tun! Wie hatte ich nur für einen Moment glauben können, er wäre doch nicht so schlimm? Er war mein Entführer, er hatte mich von meinem Hazza getrennt, natürlich war er schlimm.
Er lachte verätlich, als er meinen verzweifelten Blick bemerkte. "Ach, wo wir gerade von Harry reden, er hat sich wieder gemeldet. Du kannst es ruhig anhören, wenn du mit dem Schmerz leben kannst, zu wissen, dass du ihn nie wiedersehen wirst." Ich schluckte. Ich brauchte seine Stimme, jetzt sofort und ich wollte wissen, wie es ihm ging, und, warum er sich meldete. Weil er mir etwas bestimmtes sagen wollte, oder weil... einfach so?!
"Ich will es hören", sagte ich und hoffte darauf, dass meine Stimme trotz des starken Zitterns, überzeugt klang. Er grinste und zog mein Handy hervor. Er tippte etwas darauf herum und dann hörte ich Harry. Bei dem Klang seiner wunderschönen Stimme, schlug mein Herz sofort schneller.
Hey Boobear... meine Mum hat mir erzählt, dass niemand weiß, wo du bist. Ich... i-ich verdammt das, es ... ich liebe dich, Louis. Ich vermisse dich so und ich habe so eine Angst um dich. Was soll ich denn machen?! Ich kann doch nicht... hier einfach s-so sitzen und... und auf dich warten. Nur i-ich weiß nicht... w-was ich tun soll, Lou. Ich liebe dich so und es tut mir so leid, alles was passiert ist. Ich hätte besser auf dich aufpassen sollen, ich bin so ein schlechter Freund... ich vermisse dich so... u-nd ich hoffe, dass es dir gut geht. Egal wo du bist, ich bin immer bei dir ok?! Ich liebe dich über alles auf dieser Erde. Ich hoffe es ist ok, wenn ich deine Mailbox vollquatsche.
Er lachte kurz unter Tränen und seine Stimme klang belegt. Ich wusste, dass er unendlich verzweifelt und traurig war.
Nur ich muss das machen, ich habe das Gefühl, das ich dir ständig sagen muss, dass ich dich liebe. I-ich... es tut mir so leid, ich bin so egoistisch, aber wenn du das nicht hören willst, dann musst du es dir ja nicht anhören, oder?! O Gott, du darfst das wahrscheinlich gar nicht entscheiden. Ich werde mich besser nicht mehr melden, das bringt nur Schmerzen... e-es ist besser so, glaube ich. Ich liebe dich, Boobear. Du siehst gerade wunderschön aus, ich kann dich vor mir sehen und du kicherst gerade. Nur das du das in Wirklichkeit wahrscheinlich nicht tust. Tut mir leid, ich verwirre dich. Ich liebe dich, für immer und unendlich doll.
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Hier gibt es W-lan!!! HAHAHA... hätte ich nicht gedacht, wir wohnen nämlich bei so ner Öko-Familie in Paris (nix gegen Öko-Familien!) und ich dachte nicht, dass die hier soetwas haben :o
Naja, jetzt kann ich trotzdem schreiben :)
Für alle die es interessiert:
Ich war heute beim Eiffelturm (Nicht auf, das kommt noch:D)
und irgendwie hat mich des sau fertig gemacht. Der ist übelst riesig, wirklich, da wird einem schwindelig wenn man hoch schaut! Naja und dann fühlt man sich so klein, dumm und nutzlos vor diesem riesen Metalding :/ Und überall diese Liebespaare... da fühlt man sich echt bisschen einsam:( ich musste fast heulen, als ich daran gedacht habe, das Louis Tomlinsom (<33333333...) mal vom Eiffelturm herunter geschrien hat: 'I love Eleanor Calder!' Das klingt nicht so dramatisch, aber wenn man dann dieses Metalding hochschaut... *schnief*
Okay sorry für mein rumgelaber, bye bis bald!
Hab euch lieb :)
xx
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Caught-Larry Stylinson (German)
FanfictionManchmal kann die Grenze zwischen Freundschaft und Liebe mikroskopisch klein sein. Doch sowohl Liebe, als auch Freundschaft funktioniert nur, wenn man sich sieht, wenn man der Stimme des anderen zuhören kann, wenn man sich in den Arm nehmen kann. ...
