Kapitel 4 "Seltsame Statuen"

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'Kathy'

Meine Füße schmerzten bei jedem Schritt. Meine Schultern waren wund gescheuert und ich spürte meine Arme auch kaum noch.

"Wie weit müssen wir denn noch?", fragte ich so in die Runde. Sky schien es genau so wie mir zu ergehen, und Mia trug eh nur ihre vier Prada Taschen, was ihr wohl schon schwer zu schaffen machte, denn sie lief schon nach einer Minute nach dem wir los waren wie ein Häufchen elend hinter uns her.

Nele dagegen war sehr stark. Man sah es ihr nicht an, aber sie machte viel Sport und war auch in einem Selbstverteidigungskurs . "Es kann sich nur noch um Meter handeln... Dort drüben ist auch schon ein Wegweiser! Dann können wir vielleicht auch eine kleine Verschnaufpause machen." Nele ging voran und wir trotteten eifrig hinterher. Am Schild angekommen ließen wir uns alle erst mal fallen und tranken etwas.

"Huuuh! Ich hab das schon vor 15 Minuten gebraucht!" Sky trank sehr hastig aus ihrer Flasche und holte schnell aber erleichtert wieder Luft. "Das gute ist, wir müssen nur noch hier links die einfahrt hoch und dann sind wir am Haus 1!" Erfreut blickte Nele uns an. "Ok! Dann mal los! Wir müssen nicht mehr weit und die anderen müssten auch schon auf dem Weg sein, und solange ihr hier rumsitzt wird es dunkler und dunkler, und ich will nicht im Wald stehen wenn es Nacht ist!"

Nele ging nun an der Weggabelung die auffahrt links hoch. Geradeaus schien es auf einem breiteren Weg weiter zu führen, und ich schaute auf den Wegweißer:

" <Hafen, ^Haus einz, >Haus zwei ..." Meinte Mike nicht etwas von zu Haus zwei wollt ihr nicht... Was wäre denn so schlimm daran? Haus zwei ist doch eh das Hauptgebäude also?

"Erde an Kathy? Kommst du?" Sky wartete auf mich. "Oh, Entschuldigung ich komme." Schnell warf ich mir die Taschen wieder über und ging mit Sky den anderen beiden hinterher.

"WOW!" Sagten Sky, Kathy und ich gleichzeitig. Es war eine riesige Villa aus Holz! Wunderschön und einfach nur traumhaft. Bis auf das ganze Unkraut die wilden Blumen war es kaum vorstellbar das hier lange niemand war.

Der Kieselsteinweg der zum Haus führte war umringt von Büschen und Bäumen, die nicht gerade hochwuchsen sondern wie Schlangen aus der Erde stachen. Sie sahen aus wie riesige Spiralen die über uns ein wunderschönes Blätterdach bildeten.

Jetzt viel mir erst auf dass überall Steinstatuen standen, die schon sehr von Moos und Kletterpflanzen befallen waren. Einige waren kaputt, andere noch nicht. Es waren lebensgroße Starturen von Männern und Frauen in, die jeweils an einer Seite des Weges zwischen den Bäumen auf Gereiht waren. Sie schauten gequält, und ihnen allen fehlten die Augen... Wir gingen langsam den Weg entlang zum Haus und mir lief ein Schauer über den Rücken, als wir an den Statuen vorbei gingen.

Irgendwas war seltsam an ihnen... Es kam mir vor als..... als würden sie uns nachsehen....

Eine Veranda erstreckte sich unterm Haus hervor die das Vordach mit riesigen Holzsäulen Stützte. Die Fenster waren auch sehr groß, sie nahmen fast die ganzen Wände ein. Die Eingangstür bestand aus Glas, weshalb man gut reinschauen konnte. Mittlerweile war es schon dunkel und Nele holte eine Taschenlampe aus ihrer Tasche.

"Mia. Du hast den Schlüssel." Wir alle schauten sie an. Mit einem Seufzen lies sie ihre Taschen fallen, holte aus einer einen Schlüssel und schloss die riesige doppelte Tür auf.

Es knartschte sehr laut als wir das Haus betraten. Es war ein großer Raum, Die Wände und der Boden waren aus Holz. Ein samtroter Teppich breitete sich auf dem Boden aus und führte bis auf die andere Seite des Raumes zu großen Treppen die in den ersten stock zu führen schienen. In der Mitte befanden sich vier Sofas überdeckt von weißen Laken die ein Viereck bildeten und in der Mitte stand ein kleiner Tisch aus dunklem Holz auf dem Eine Vase stand, in der aber keine Blumen waren.

Sky betätigte den Lichtschalter der neben der Tür war, aber nichts passierte."Kein Licht, huh."
Sky schaute mich skeptisch an. Ich zuckte nur mit den Schultern.

"Mike muss gleich unbedingt den Strom anschalten. Ich werde unter keinen Bedingungen im dunkeln in diesem riesen Haus herumirren.", jammerte Mia. Wir zogen die voll gestaubten Laken von den Sofas und setzten uns. Alle waren fix und fertig.

Bevor ich einschlafen würde stand ich schnell auf und schloss die Eingangstür, die wir beim reingehen offen gelassen haben.

Im Moment wo die Tür ins Schloss viel hätte ich schwören können das die Statuen mich anstarrten.... beim zweiten Blick  sahen sie jedoch wieder auf den Boden, so wie sie es auch schon vorhin taten.

Ich schob es auf die Müdigkeit und ging zurück zu den anderen, die es sich schon gemütlich gemacht habe. Ich setzte mich und schloss endlich die Augen. Ich schien einzuschlafen denn ich bekam nichts mehr um mich herum mit...

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