Mitten in der Nacht wachte ich auf. Das erste was ich tat war nach meinem Handy zusehen um die Uhrzeit zu erfahren.
3.30 AM.
Nachher ist wieder Schule ich sollte am besten versuchen wieder einzuschlafen.
Das dachte ich mir so, aber mein Körper machte da ganz offensichtlich nicht mit.
Da ich nun wach war beschloss ich kurz auf meinen Balkon zu gehen. Frische Luft tut immer gut.Ich lehnte am Geländer und sah zur Straße nach unten. Der Balkon befand sich seitwerts unseres Hauses also hatte man von hier einen Ausblick zur Straße und in unseren Garten.
Ich vermisste meine Vater wirklich. Und das Mom und Liam die ganze Zeit stritten, war mir keinerlei Hilfe damit klar zu kommen.
Da ich noch eine Kippe von Liam hatte, zündete ich sie mir draußen an und nahm ein paar Züge.
Im Haus gegenüber war nurnoch ein Zimmer beleuchtet fiel mir gerade auf. Dieses beleuchtete Zimmer lag direkt gegenüber von meinem Balkon.
Auf einmal öffnete sich dieses Fenster und der Bewohner dieses Hauses grinst mich schief an.
Tristan West.
Dort stand er. Lässig wie eh und je und grinst sich einen ab. Zudem muss man sagen er trägt im Moment kein Oberteil und wow. Mehr muss ich dazu nicht sagen oder?
Die Häuser standen nicht weit außeinander, sodass man sich, wenn man wollte perfekt unterhalten könnte ohne die Nachbarn zu verärgern.
,,Was macht denn Miss Lebensmüde hier draußen, um fast 4 Uhr morgens und sieht die ganze Zeit in mein Zimmer?" Fragt er kritisierend und mustert mich. Trotzdem konnte er sich kein grinsen verkneifen als er mein Schlafshirt sieht.
,,Wohnen" verdrehte ich die Augen.
,,Was eine Ironie" lacht er plötzlich gefälscht auf.
,,Was?" Frage ich genervt aber auch ein wenig neugierig. Was meinte er damit?
,,Gar nichts" erwiderte er plötzlich so kalt.
Ich drückte meine Zigarette in dem kleinen noch leeren Blumentopf aus und ließ sie nach unten in den Vorgarten unserer Nachbarn fallen.
Ein letztes Mal sah ich zu Mister Obercool und verschwand wieder in mein Zimmer. Die Balkontür ließ ich auf Kipp und legte mich wieder in mein gemütliches Bett.
*********
,,Und dann bin ich so schnell gelaufen wie noch nie. Ich wusste selber nicht einmal dass ich so schnell sein kann..." erzählte mir April, doch ich hörte ihr nur halb zu. Ich war konzentriert und sah zu Tristan und seinen Kumpels. Naja eigentlich nur Tristan.
Die Jungs verbergen irgendwas, ich rieche es doch bis hier hin.
April, Chloe, Elena und ich standen an meinen Auto. Mein hellblauer Range Rover kam endlich aus New York hier an.
Wir hatten schon lange Schulschluss doch mehrere Schüler chillten sich noch auf den Sportplatz eine Straße weiter.
Da ich mein Baby nicht einfach an der Schule stehen lassen, weil ich kein Risiko eingehen will dass irgendwelche Kinder dagegen laufen, sind wir vier zum Parkplatz dessen Sportplatz gefahren.
Im Moment lief das Lied Rockstar von Past Malone. Mein absulotes Lieblingslied zurzeit.
Ein paar Burschen aus unserer Schule darunter auch Tristan und ein paar seiner Kumpels spielten gerade Basketball.
Natürlich standen ein paar Mädchen direkt daneben und schwärmten den Jungs zu.
Ich muss zugeben, dass ich selber etwas zu lange auf Tristan geachtet habe. Auf jeden Fall bemerkte er das wohl und sah sich um. Seine braunen Augen durchschauten meine während seine Stirn sich kraus zog.
Ich schüttelte meinen Kopf um von den Gedanken zu kommen, sah kurz auf dem Boden und direkt danach zu Chloe, die gerade aufgeregt etwas erzählt.
***********
,,Soo Haileyy. Jetzt rück du mal mit der Sprache raus, woher kommst du eigentlich? Erzähl mal ein bisschen was von dir" stellte mir April die Frage.
Die Jungs machten gerade wohl eine kleine Pause und sahen öffter zu uns rüber. Wir waren mittlerweile auch nicht mehr nur zu viert, denn es stellten sich noch ein paar der Jungs und die anderen Mädchen zu uns.
,,Eigentlich aus New York, wie mein Dad. Meine Mom ist hier damals aufgewachsen und entschied sich umzuziehen.
Da ich erst 17 bin musste ich natürlich mit ihr umziehen.",,Was ist mit deinem Dad?"
,,Der lebt in New York."
,,Und wieso?" Fragt Chloe missmutig.
,,Hey Lee!"
Plötzlich taucht mein Bruder hier auf und fängt an rumzubrüllen.
,,Komm her!" Brüllt er weiter.
Nun wurden alle auf uns aufmerksam. Selbst Tristan und seine Jungs, die eigentlich gerade verschwinden wollten, blieben stehen und schauen sich belustigt dieses Schauspiel an.
,,Liam?" Fragte ich in normaler Lautstärke und ging auf ihn zu.
Er war wütend. Und wie wütend er war.
,,Liam was ist los?"
,,Diese Hexe von Mutter ist los"
,,Shhh" hielt ich seinen Mund zu und zog ihn von den anderen weg.
,,Musst du ausgerechnet jetzt so ein Theater veranstalten?!" Zische ich ihn leise an.
Er blieb einige Minuten still und beruhigte sich bevor er erneut anfing zu sprechen.
,,Mom hat mich rausgeschmissen."
,,Nein, hat sie nicht" wank ich ab.
,,Doch. Ich darf jetzt bei Grandma wohnen bis ich genug Geld habe für ein Flugticket nach New York."
,,Das kann sie doch nicht-.... Wir fahren jetzt nach Hause."
Ich griff nach der Hand meines Bruders und lief auf unser Auto zu.
,,Leute ich muss was klären gehen. Ich schreibe euch später." Verabschiedete ich mich schnell von meinen Freundinen und stieg in mein Auto auf die Fahrerseite.
Ich hörte noch solche Kommentare wie ,,Ihr Freund ist aber heiß"
Sicher. Liam ist mein Freund, dass ich nicht lache. Er ist ein Schwein auf zwei Beinen. Furchtbar der Typ.
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,,Du kannst doch nicht deinen eigenen Sohn rausschmeißen?!?!"
,,Junge Dame. Meine Entscheidung ist bereits gefallen. Dein Bruder ist alt genug sich selbst zu versorgen."
,,Aber Mom-"
,,Nichts aber Mom. Geh auf dein Zimmer." Sagt sie kalt.
,,Ich bin keine 5 Jahre alt mehr wo du alles mit mir machen kannst wie du es willst." Gab ich ihr Bescheid.
,,Hailey. Du gehst jetzt bitte auf dein Zimmer." Meint sie nun viel ruhiger und fässt sich an ihre Schläfen.
Schließlich hörte ich aber auf sie und ging die Treppen nach oben.
,,Wenn du so weiter machst verlierst du sie auch noch." Hörte ich Liam bevor die Haustür zuknallte.
Vom Fenster aus sah ich ihn auf seinem Motorrad. Bevor er seinen Helm aufsetzte, sah er nach oben und lächelt mich leicht an.
Ich seuftzte nur trat auf den Balkon.,,Ich rede mit ihr"
,,Hailey. Lass gut sein" winkt er ab und überprüft ob sein Helm fest auf seinem Kopf sitzt.
Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln und seufzen. Liam winkt mir kurz bevor er seine Maschine anschmiss und davon fuhr.
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Tristan
Teen FictionHailey Clarks. Haileys Leben verwandelt sich in ein riesen Chaos. Ihre Eltern trennen sich. Sie zieht mit ihrer Mom und ihrem Bruder zu ihrer Tante nach Houghton, Michigan. Die Kleinstadt ist im Gegensatz zu New York nichts. Tristan West. Sein ganz...